Weltmeister von 2014 in der Krise: Nach Schalke-Desaster droht der zweite Abstieg in Folge!

Levante (Spanien) - Sportlich läuft es einfach nicht rund! Shkodran Mustafi (29) steht nach dem sportlichen Offenbarungseid beim und mit dem FC Schalke 04 vor dem zweiten Erstliga-Abstieg in Folge.

Shkodran Mustafi (29) war in seiner Laufbahn unter anderem für den FC Schalke 04, FC Arsenal London, FC Valencia und Sampdoria Genua aktiv.
Shkodran Mustafi (29) war in seiner Laufbahn unter anderem für den FC Schalke 04, FC Arsenal London, FC Valencia und Sampdoria Genua aktiv.  © dpa/Swen Pförtner

Der deutsche Weltmeister von 2014 war im Sommer zwei Monate vereinslos und schloss sich dann Anfang September UD Levante aus der spanischen LaLiga an.

Mit dem Verein aus Valencia steht Mustafi nach dem 15. Spieltag auf dem 20. und damit letzten Platz, hat acht Niederlagen kassiert und sieben Unentschieden geholt. Auf den ersten Sieg in der Primera Division wartet man weiterhin vergeblich.

Dabei hatte der Innenverteidiger am Sonntag sogar einiges für die Trendwende getan. Mustafi erzielte seinen ersten Saisontreffer und köpfte die "Granotes" (Deutsch: Frösche) bei Betis Sevilla in Führung. Da Juanmi (28) aber ein lupenreiner Hattrick gelang, verlor die UD auch dieses Duell und hat ein ernüchterndes Torverhältnis von 13:28 auf dem Konto.

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Kein Team kassierte in Spaniens Fußball-Eliteklasse mehr Gegentore. Und selbst in dieser wackligen Abwehrreihe ist Mustafi nicht gesetzt.

Der frühere Profi vom FC Arsenal London, FC Valencia und Sampdoria Genua pendelt zwischen Ersatzbank, der Jokerrolle und Startelf hin und her. Bislang kommt er auf acht Spiele für Levante, stand aber nur dreimal über die volle Distanz auf dem Rasen.

Shkodran Mustafi erzielte am Sonntag sein erstes Saisontor für UD Levante, verlor aber dennoch

UD Levante befindet sich mitten im Führungschaos

Shkodran Mustafi (29, r.) stieg 2021 sang- und klanglos mit dem FC Schalke 04 aus der 1. Bundesliga ab.
Shkodran Mustafi (29, r.) stieg 2021 sang- und klanglos mit dem FC Schalke 04 aus der 1. Bundesliga ab.  © dpa/Guido Kirchner/dpa-Pool

Zu allem Überfluss herrscht im Klub Unruhe. In der Nacht vom 29. auf den 30. November zog man (erneut) die Reißleine und entließ nicht nur Trainer Javier Pereira (55), sondern auch Sportdirektor Manolo Salvador (58), Kaderplaner David Navarro (41) und Chefscout Manuel Fajardo.

Als neuer Coach springt interimsweise Alessio Lisci (36) ein, der bislang für die zweite Mannschaft verantwortlich war. Kontinuität sieht definitiv anders aus.

Denn auch Pereira coachte Levante lediglich sieben Partien und hatte seinen Job erst Anfang Oktober als Nachfolger von Aufstiegstrainer Paco Lopez (54) angetreten.

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Ob es nun gelingt, den Rückstand auf das rettende Ufer (aktuell fünf Punkte) zu verkürzen, bleibt abzuwarten. Allerdings hat Levante weiterhin alle Chancen auf den Klassenerhalt, weil die Konkurrenz - ähnlich wie in der Bundesliga - im unteren Drittel ein Schneckenrennen veranstaltet und ebenfalls schwächelt.

Der FC Getafe (zehn Zähler), FC Cadiz, FC Elche und FC Granada (alle zwölf) befinden sich allesamt noch in Reichweite für Mustafi und seinen Verein. Doch sofern die "Frösche" nicht langsam höher springen und eine Siegesserie starten, können die anderen Vereine Federn lassen, wie sie wollen.

UD Levante hat vor wenigen Tagen einen Großteil der sportlichen Führung entlassen

Für Mustafi muss der nächste Schritt nun sein, sich einen Platz in der Anfangsformation zu erkämpfen, stabilere Leistungen zu zeigen und sich damit für andere Klubs interessant zu machen. Ansonsten dürfte es im kommenden Sommer erneut schwer werden, in einer ambitionierten Mannschaft unterzukommen.

Titelfoto: dpa/Guido Kirchner/dpa-Pool

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