Eklat! Freund mit Rassismus-Fail gegen Schalker Harit und Bentaleb!

München/Gelsenkirchen - Diese Aussagen von Steffen Freund (50) kamen beim FC Schalke 04 gar nicht gut an! Der Ex-Knappen-Spieler leistete sich im "Sport1-Doppelpass" nämlich einen großen verbalen Fehltritt.

Steffen Freunds (50) "Doppelpass"-Aussagen schlagen heftige Wellen.
Steffen Freunds (50) "Doppelpass"-Aussagen schlagen heftige Wellen.  © Axel Heimken/dpa

Dort beschäftigte sich der frühere Akteur von Borussia Dortmund mit der Suspendierung von Amine Harit (23) und Nabil Bentaleb (26). Er begründete deren Disziplinlosigkeiten ernsthaft mit deren Herkunft!

Der 22-fache deutsche Nationalspieler kennt Bentaleb aus seiner Zeit bei den Tottenham Hotspurs persönlich und meinte, dass er "unglaublich viel Talent" habe und im Kader der Spurs "einer der besten Spieler" gewesen sei.

Doch er sei "französisch-algerischer Herkunft" und das hätte Auswirkungen auf seinen Charakter.

Freund redete sich weiter ins Abseits: "Wenn sie einen Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da auch eine bestimmte Aggressivität und auch eine Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist."

Auf Schalke müsse man aber "malochen".

Er fügte hinzu: "Jeder Spieler muss bereit sein, sein Herz auszuschütten für den Verein und dann bin ich auch bei Harit. Auch er kann das natürlich nicht mit diesen Wurzeln." Man habe "also falsche Spieler gekauft, nicht von der individuellen Klasse her." Aber von der Mentalität.

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Steffen Freund (50) redete sich mit seinen Aussagen ins Abseits.
Steffen Freund (50) redete sich mit seinen Aussagen ins Abseits.  © Imago Images / Revierfoto

Diese rassistischen Vorurteile nahm Schalke natürlich nicht so einfach hin und twitterte: "Die Denkpause für Harit und Bentaleb hat nichts mit deren Wurzeln zu tun! Sowas hat für uns grundsätzlich nichts mit der Herkunft zu tun."

Eine klare Ansage der Knappen! Freund war sich übrigens noch während der Sendung bewusst, was er da eigentlich gesagt hatte und entschuldigte sich noch während des Doppelpasses.

Der RTL-Fußballexperte gab an, diese Sätze nicht rassistisch gemeint zu haben. Er wollte nur hervorheben, dass die Herkunft beim Aufwachsen und der Mentalität eine Rolle spielen würde.

Dennoch kassierte er in den sozialen Medien einen (verdienten) Shitstorm. GernAir schrieb: "Die Mentalität und Einstellung von Spielern wie Bentaleb oder Harit passen aufgrund ihrer Herkunft also nicht zu Schalke, Herr Freund? Rassistischer Müll im #dopa und keiner greift ein - traurig!"

Ein User mit dem Namen "Yannick" meinte: "Harit und Bentaleb verstehen Schalke nicht wegen ihrer Wurzeln? Was soll so eine Scheiße?" Diese Frage ist mehr als berechtigt.

Update, 21.30 Uhr: Steffen Freund entschuldigt sich via Twitter

Mittlerweile hat sich Freund auch via Twitter geäußert und sich bei Schalke und den beiden Spielern entschuldigt.

Er schrieb im ersten seiner zwei Tweets: "Jeder der mich und meine Karriere als Spieler und als Trainer ein wenig kennt, weiß, dass ich jede Form von Rassismus zutiefst verabscheue. Natürlich sind weder Hautfarbe, Glaube oder Herkunft für die Leistungen eines Spielers im Training und auf dem Platz entscheidend."

Freund fügte noch hinzu: "Niemand ärgert sich darüber mehr als ich, dass ich mich in der live Sendung #dopa leider so mißverständlich ausgedrückt habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. #S04

Titelfoto: Imago Images / Revierfoto

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