Burgstaller und Kyereh: St. Paulis neues Traumduo weckt Hoffnungen

Hamburg - Erst haderte, dann traf er! St. Paulis Stürmer Guido Burgstaller erlebte beim 2:0-Heimsieg über den SSV Jahn Regensburg ein Wechselbad der Gefühle.

Gemeinsamer Jubel: Daniel-Kofi Kyereh (25, links) legte Guido Burgstaller (32) beide Treffer auf.
Gemeinsamer Jubel: Daniel-Kofi Kyereh (25, links) legte Guido Burgstaller (32) beide Treffer auf.  © Daniel Reinhardt/dpa

Erst scheiterte der Österreicher in der ersten Halbzeit freistehend an Jahn-Keeper Alexander Meyer (22. Minute), in der zweiten Hälfte scheiterte er am Pfosten (72.). "Ich muss den ersten Ball schon reinmachen, der geht an den Pfosten und raus", gab Burgstaller offen zu.

Doch als Stürmer müsse man immer weiter an sich glauben. Und das tat er auch. In der 74. Minute traf er schließlich zur Führung. "Die nächste Chance habe ich dann Gott sei Dank auch genutzt."

Nach Vorarbeit von Daniel-Kofi Kyereh (25) musste Burgstaller aus rund zwölf Metern nur noch einschieben. "Ich kann mich bei Kofi nur bedanken, auch die erste Vorlage von ihm war überragend."

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Denn der 25-Jährige bereitete auch kurz vor dem Abpfiff das entscheidende 2:0 durch den Österreicher vor. Auf der linken Seite tankte sich Kyereh gegen mehrere Gegenspieler durch, sodass Burgstaller am Fünfer nur noch den Fuß hinhalten musste. "Mit dem 2:0 war es dann erledigt", wusste der Doppelpacker.

Das Zusammenspiel zwischen den beiden Offensiv-Kräften war am Sonntag der entscheidende Faktor. "Zum Zusammenspiel mit Guido muss ich nicht viel sagen, man sieht's ja auf dem Platz. Wir verstehen uns richtig gut", erklärte Kyereh. Was in der ersten Halbzeit nicht so ganz funktionierte, klappte in Hälfte zwei dann besser.

St.-Pauli-Angreifer Guido Burgstaller kommt schwer in die Partie

FCSP-Trainer Timo Schultz (44, links) klatscht mit Guido Burgstaller bei der Auswechslung ab.
FCSP-Trainer Timo Schultz (44, links) klatscht mit Guido Burgstaller bei der Auswechslung ab.  © Daniel Reinhardt/dpa

"Während des Spiels haben wir uns gesagt, dass wir beim nächsten Ding wach sein müssen und das hat dann ja auch noch zweimal geklappt", beschrieb der 25-Jährige das Vorgehen des neuen Traum-Duos der Kiezkicker.

Kurz vor dem Abpfiff war die Partie für Burgstaller beendet. Trainer Timo Schultz (44) wechselte den Oldie aus. "Ein warmer Applaus tut ihm vielleicht auch mal ganz gut", sagte er mit einem Grinsen im Gesicht.

Dabei hatte er zu Beginn noch kein gutes Gefühl. "Guido war heute die ersten 20 Minuten überhaupt nicht im Spiel." Mit zwei, drei guten Defensivaktionen habe er sich allerdings ins Spiel gekämpft. Auch das sind eben die Qualitäten des Torjägers.

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Der Coach wusste halt auch, dass Burgstaller "nicht immer überragend spielen" müsse und trotzdem "seine drei, vier Aktionen" habe. Dabei sind nicht nur seine Tore wichtig, wie Schultz erklärte. "Die Art und Weise, wie er spielt und die anderen Jungs mitreißt, ist für uns eminent wichtig. Er ist ein kompletter Teamplayer."

Dessen Tore in dieser Saison für die Kiezkicker immens wichtig sind. Immerhin steht der Österreicher bei sechs Toren in sechs Pflichtspielen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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