FCSP-Coach Timo Schultz verteilt Sonderlob an Pokal-Keeper Dennis Smarsch

Hamburg - Regeneration, Regeneration, Regeneration - am Tag nach dem kräftezehrenden 3:2-Erfolg in der Verlängerung gegen die SG Dynamo Dresden stand beim FC St. Pauli vor allem die Erholung im Mittelpunkt.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) blickte am Rande der Trainingseinheit am Donnerstag noch einmal auf den Pokalfight in Dresden zurück.
St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) blickte am Rande der Trainingseinheit am Donnerstag noch einmal auf den Pokalfight in Dresden zurück.  © Christian Charisius/dpa

Die intensive Begegnung im Rudolf-Harbig-Stadion am Mittwochabend war lang, insbesondere, weil am Samstag (13.30 Uhr) direkt schon die nächste Partie gegen Werder Bremen ansteht.

Doch ehe die Kiezkicker am morgigen Freitag die Vorbereitung auf das Nordderby aufnehmen, blickte Coach Timo Schultz (44) am Rande der Trainingseinheit am Donnerstag noch einmal auf den Pokalfight in Dresden zurück.

"Das waren natürlich 120 brutale Minuten auf dem tiefen Boden, dazu noch mitten in der Englischen Woche", resümierte der Übungsleiter und ergänzte: "Erstmal war da Erschöpfung, aber als wir im Bus saßen, haben sich die Jungs richtig gefreut."

Nächster Corona-Fall bei St. Pauli: Torwarttrainer in Quarantäne
FC St. Pauli Nächster Corona-Fall bei St. Pauli: Torwarttrainer in Quarantäne

Wegen der Verlängerung mussten die Braun-Weißen ihre Rückreise kurzfristig umplanen, flogen von Dresden zunächst nach Hannover und fuhren von da mit dem Bus nach Hamburg, wo sie um kurz vor 3 Uhr nachts ankamen.

Dass die 30 Extra-Minuten das Letzte seien, was sein Team in einer Englischen Woche braucht, habe er nach den 90 regulären Minuten dennoch nicht gedacht. "Ich fand das Spiel so, wie man sich ein Pokalmatch vorstellt und dann gehört da auch eine Verlängerung zu", unterstrich der 44-Jährige.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz hofft auf ein Heimspiel im Pokal-Achtelfinale

St. Paulis Pokal-Keeper Dennis Smarsch (23) konnte sich gegen Dynamo Dresden einige Male auszeichnen und bekam hinterher ein Sonderlob von seinem Trainer.
St. Paulis Pokal-Keeper Dennis Smarsch (23) konnte sich gegen Dynamo Dresden einige Male auszeichnen und bekam hinterher ein Sonderlob von seinem Trainer.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Solche Erfahrungen würden seine Mannschaft auch noch einmal in ihrer Entwicklung weiterbringen, insbesondere nach zweifacher Führung und zweimaligem Ausgleich trotzdem zu gewinnen.

"Ich behaupte einfach mal, dass wir vor einem Jahr nicht als Sieger vom Platz gegangen wären. Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt", befand der Ex-Profi.

Besonders sei der Pokal allein schon deswegen, weil es kein taktieren um ein Unentschieden gebe. "Dieser Alles-oder-nichts-Charakter, der macht mir persönlich extrem viel Spaß", verdeutlichte Schultz.

"Unberechenbarer": FC St. Pauli vor Duell gegen Schalke
FC St. Pauli "Unberechenbarer": FC St. Pauli vor Duell gegen Schalke

Viel Spaß habe er auch an der Vorstellung von Ersatz-Keeper Dennis Smarsch (23) gehabt, der mit einigen Paraden seinen Teil zum Weiterkommen beitrug. "Er entwickelt sich wirklich von Woche zu Woche und es macht Spaß, ihm im Training und in den Spielen zuzugucken", sagte der 44-Jährige.

Für das Achtelfinale hoffe er nun auf ein Heimspiel, der Gegner sei ihm dabei fast egal, erklärte der Trainer. "Vor 16 Jahren hatten wir die 'B-Serie' (Gegner: Burghausen, Bochum, Berlin, Bremen und Bayern, Anm. d. Red.), vielleicht wird es ja dieses Mal die Ost- oder die 3:2-Serie."

In der ersten Runde hatte der FCSP auch den 1. FC Magdeburg mit diesem Ergebnis bezwungen. Die Pokal-Achtelfinals werden am 18. und 19. Januar 2022 stattfinden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

Mehr zum Thema FC St. Pauli: