FCSP-Coach Timo Schultz vor Partie beim KSC: "Können jeden schlagen"

Hamburg - Spitzenspiel? Mit dem FC St. Pauli und dem Karlsruher SC treffen am Samstag (13.30 Uhr) die beiden besten Zweitliga-Teams des Kalenderjahres 2021 aufeinander!

St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) hat viel Respekt vor dem kommenden Gegner Karlsruher.
St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) hat viel Respekt vor dem kommenden Gegner Karlsruher.  © Christian Charisius/dpa

Auch in diese Saison starteten beide Mannschaften gut: Während die Kiezkicker nach sieben Partien mit 13 Zählern auf dem dritten Tabellenplatz liegen, rangiert der KSC mit 12 Punkten auf dem fünften Rang.

"Ich glaube, auf beiden Seiten ist in diesem Jahr vieles richtig gelaufen", erklärte FCSP-Coach Timo Schultz (44) am Donnerstagmorgen auf der Pressekonferenz.

Sein Gegenüber, Christian Eichner (38), habe die Badener seit seiner Amtsübernahme (Februar 2020) in die oberen Gefilde der 2. Liga geführt. "Das spricht für ihn, aber auch für die Qualität, die in der Mannschaft steckt", urteilte Schultz.

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Man bekomme es mit einer "homogenen, eingespielten Mannschaft" zu tun, die von ihrem Kollektiv und einer guten Kompaktheit lebe, ergänzte der 44-jährige Ex-Profi.

Nichtsdestotrotz müsse sich seine Mannschaft am Samstag im Wildpark nicht verstecken. "Wenn wir unsere Pace auf den Platz kriegen und aggressiv gegen den Ball verteidigen, können wir in der Liga jeden schlagen", unterstrich der Übungsleiter.

FC St. Pauli will in Karlsruhe auch auswärts in die Spur finden

Szene aus dem letzten Duell im Wildpark: St. Paulis Guido Burgstaller (32, r.) und Karlsruhes Kyoung-rok Choi (26) kämpfen um den Ball. (Archivfoto)
Szene aus dem letzten Duell im Wildpark: St. Paulis Guido Burgstaller (32, r.) und Karlsruhes Kyoung-rok Choi (26) kämpfen um den Ball. (Archivfoto)  © Uli Deck/dp

Während der Kiezklub im heimischen Millerntor-Stadion eine bis dato makellose Bilanz (vier Spiele/vier Siege) vorweisen kann, sieht es auswärts in dieser Saison noch ziemlich mau aus (drei Spiele/ein Remis, zwei Niederlagen).

Um das in Karlsruhe zu ändern, komme es laut Schultz vor allem darauf an, in der Defensive kompakt zu stehen, gegen eine "sehr gute Standardmannschaft" konsequent zu verteidigen und gefährliche Umschaltsituationen zu schaffen.

Auf die klassische "Brechstange" wolle der Coach nur im äußersten Notfall zurückgreifen. "Wir haben dieses taktische Element drin, aber die grundsätzliche Herangehensweise wird immer sein, Fußball spielen zu wollen", verdeutlichte er.

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Verzichten muss der 44-Jährige bei diesem Vorhaben auf einige Leistungsträger: "Ich gehe davon aus, dass Finn Ole Becker (21) und Eric Smith (24) nicht zur Verfügung stehen werden", erklärte Schultz. Darüber hinaus habe sich Marvin Knoll (30) an der Wade verletzt.

Dennoch gebe es auch für das Spiel beim KSC ausreichend Alternativen im Kader, stellte der Übungsleiter klar. "Wir haben genug Jungs, die auf den Platz wollen und auch auf den Platz gehören", unterstrich er. Es bleibt also spannend, für welche Startelf er sich am Samstag entscheiden wird.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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