St. Paulis Kyereh begeistert mit feinem Füßchen und hoher Effektivität

Hamburg - Zwei Tore, sechs Vorlagen: Die Bilanz von Daniel-Kofi Kyereh (25) liest sich nach acht Spielen alles andere als schlecht. Der offensive Mittelfeldspieler des FC St. Pauli macht in dieser Saison genau da weiter, wo er in der vergangenen aufgehört hat.

Absoluter Leistungsträger beim FC St. Pauli: Daniel-Kofi Kyereh (25) macht in dieser Saison da weiter, wo er in der vergangenen aufgehört hat. (Archivfoto)
Absoluter Leistungsträger beim FC St. Pauli: Daniel-Kofi Kyereh (25) macht in dieser Saison da weiter, wo er in der vergangenen aufgehört hat. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

Der 25-Jährige ist aktuell nicht nur der beste Vorlagengeber der 2. Liga, sondern hinter Schalkes Tormaschine Simon Terodde (33, zehn Tore/zwei Assists) gemeinsam mit Teamkollege Guido Burgstaller (32, sechs Tore/zwei Assists) und SCP-Routinier Sven Michel (31, sechs Tore/zwei Assists) auch der zweitbeste Scorer.

Wenn der Deutsch-Ghanae so weiter macht, übertrumpft er sogar seine Werte aus der bärenstarken vergangenen Spielzeit, in der ihm neun Treffer und zehn Vorlagen gelangen.

Kein Wunder also, dass der von Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal (70) geprägte und auf den Münchner Raumdeuter bezogene Satz "Thomas Müller (32) spielt immer" beim FC St. Pauli auch auf Kyereh zutrifft.

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Als einziger Kiezkicker kam er in allen 34 Begegnungen der vergangenen Saison und den bisherigen acht Partien der aktuellen Spielzeit zum Einsatz. Unter Coach Timo Schultz (44) ist der 25-Jährige absolut gesetzt.

Auf der Zehnerposition im 4-4-2 mit Raute genießt der Edeltechniker alle Freiheiten und zahlt dieses Vertrauen mit konstant starken Leistungen zurück.

Daniel-Kofi Kyereh gehört technisch zu den besten Spielern der 2. Bundesliga

Auch seine Mitspieler wissen, was sie an dem 25-Jährigen haben. Hier wird Kyereh (l.) von Guido Burgstaller (32) für eine Torvorlage gefeiert.
Auch seine Mitspieler wissen, was sie an dem 25-Jährigen haben. Hier wird Kyereh (l.) von Guido Burgstaller (32) für eine Torvorlage gefeiert.  © Daniel Reinhardt/dpa

Dabei ist die Nummer 17 der Kiezkicker nicht nur - wie die aktuellen Zahlen beweisen - äußerst effektiv, sondern sorgt auch immer wieder für spielerische Highlights und Kabinettstückchen.

Ein gutes Beispiel dafür war auch sein Tor zum 3:0 gegen den KSC: Anstatt die Kugel aus kurzer Distanz mit Wucht an Keeper Marius Gersbeck (26) vorbeizubringen, streichelte Kyereh das Leder mit ganz feinem Füßchen über den Schlussmann hinweg ins Netz.

Ein sehenswerter Treffer, der erneut verdeutlichte, dass der 25-Jährige technisch zu den besten Spielern des deutschen Unterhauses gehört.

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Die Fans des Kiezklubs dürften ziemlich froh darüber sein, dass der FCSP den Offensivakteur im vergangenen Sommer vom damaligen Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden verpflichtet hat. Damals unterschrieb Kyereh einen Vertrag bis 2023.

Wenn der ghanaische Nationalspieler so weitermacht, dürfte es für St. Pauli ziemlich schwierig werden, ihn darüber hinaus zu halten. Möglicherweise klopfen sogar schon vorher andere Vereine bei Sportchef Andreas Bornemann (50) an. Der wird für Kyereh aber sicherlich bis an die Schmerzgrenze gehen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa-Pool/dpa

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