Eiskalter FC St. Pauli ringt den KSC nieder und beendet Auswärtsfluch!

Karlsruhe - Im Stile einer Spitzenmannschaft: Der FC St. Pauli hat seinen Auswärtsfluch eindrucksvoll beendet und den Karlsruher SC nach einer reifen Leistung mit 3:1 (2:0) besiegt!

Der Karlsruher SC und der FC St. Pauli lieferten sich eine extrem intensive Partie. Hier kämpfen KSC-Profi Philip Heise (l.) und St. Paulis 2:0-Torschütze Guido Burgstaller um den Ball.
Der Karlsruher SC und der FC St. Pauli lieferten sich eine extrem intensive Partie. Hier kämpfen KSC-Profi Philip Heise (l.) und St. Paulis 2:0-Torschütze Guido Burgstaller um den Ball.  © Uli Deck/dpa

Die FCSP-Tore vor 12.000 Zuschauern im stimmungsvollen BBBank Wildpark erzielten KSC-Keeper Marius Gersbeck per Eigentor zum 1:0 (13. Minute), Guido Burgstaller per Elfmeter zum 2:0 (45.) und Daniel-Kofi Kyereh zum 3:0 (58.). Fabian Schleusener traf für die Hausherren zum 1:3 (79.).

Karlsruhes Trainer Christian Eichner nahm im Vergleich zum 2:1-Sieg beim FC Schalke 04 keine personellen Veränderungen vor. Auch sein Gegenüber, Timo Schultz, vertraute nach dem 4:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt 04 auf dieselbe Anfangsformation.

Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie, in der beide Mannschaften den Weg nach vorne suchten. Dabei waren die Badener zunächst das etwas aktivere Team, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

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Die Gäste hingegen kamen mit ihrer ersten guten Aktion direkt zum 1:0: Burgstaller schickte auf dem linken Flügel Maximilian Dittgen, der das Leder halbhoch in die Mitte brachte.

Dort wollte KSC-Keeper Gersbeck den Ball fangen, boxte sich die Kugel jedoch unglücklich ins eigene Tor (13.). Ein Riesenfehler des 26-Jährigen!

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Anfangsformation des FC St. Pauli im Zweitliga-Auswärtsspiel beim KSC

Guido Burgstaller erhöht für den FC St. Pauli per Elfmeter gegen den KSC

FCSP-Goalgetter Guido Burgstaller (Nummer 9) lässt sich nach seinem Elfmetertreffer zum 2:0 von seinen Mitspielern feiern.
FCSP-Goalgetter Guido Burgstaller (Nummer 9) lässt sich nach seinem Elfmetertreffer zum 2:0 von seinen Mitspielern feiern.  © Uli Deck/dpa

Die Führung gab den Kiezkickern ordentlich Rückenwind und in der 21. Minute verpassten Burgstaller und Jackson Irvine nur Sekunden nacheinander das 2:0. Beide scheiterten im Eins-gegen-eins an Gersbeck.

In der Folge beruhigte sich die Begegnung ein wenig, ohne dabei jedoch etwas von ihrer Intensität einzubüßen. Beide Teams schenkten sich weiterhin nichts und kämpften um jeden Ball.

Bis zum nächsten gefährlichen Abschluss dauerte es allerdings bis zur 40. Minute: Nach einer schönen Passstafette zog Karlsruhes Philip Heise aus rund 20 Metern ab, FCSP-Keeper Nikola Vasilj parierte stark.

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Kurz vor der Pause bot sich St. Pauli dann die große Chance auf den zweiten Treffer: Tim Breithaupt hatte Kyereh im Strafraum zu Fall gebracht, Referee Nicolas Winter entschied nach kurzem Zögern auf Elfmeter. Zumindest fragwürdig! Burgstaller ließ sich nicht beirren und versenkte sicher ins rechte Eck - 2:0 (45.)!

Auch der zweite Abschnitt begann mit den Kiezkickern in der Offensive: Eine butterweiche Flanke von Leart Paqarada landete bei Irvine, der die Kugel per Kopf jedoch völlig unbedrängt über den Kasten setzte (49). Das hätte das 3:0 für die Gäste sein müssen!

Kyereh sorgt für die Vorentscheidung, Karlsruhes Schleusener macht es nochmal spannend

Die Kiezkicker jubeln über das 3:0 von Daniel-Kofi Kyereh (3.v.l.). Danach war die umkämpfte Partie so gut wie entschieden.
Die Kiezkicker jubeln über das 3:0 von Daniel-Kofi Kyereh (3.v.l.). Danach war die umkämpfte Partie so gut wie entschieden.  © Uli Deck/dpa

Auf der Gegenseite kam KSC-Stürmer Philipp Hofmann wenig später nach einer Ecke zum Kopfball, fand jedoch im stark reagierenden Vasilj seinen Meister (51.). Nur vier Zeigerumdrehungen später packte der Schlussmann die nächste Monsterparade gegen den Sturmbullen aus (56.).

Mitten in dieser Drangphase der Hausherren schlug der FCSP im Stile einer Spitzenmannschaft zu: Irvine steckte auf Burgstaller durch, der wiederum auf Kyereh querlegte. Der Edeltechniker hob die Kugel aus kurzer Distanz sehenswert über Gersbeck hinweg zum 3:0 ins Tor (58.)!

Mit diesem Treffer war die Partie so gut wie entschieden, auch wenn die Karlsruher doch noch zu ihrem Torerfolg kamen: Nach einem Fehler von Marcel Hartel jagte Schleusener die Kugel zum 1:3 unter die Latte des St. Paulianer Tores (79.).

In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorn, ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. Auf der Gegenseite verpasste es der Kiezklub, die Partie mit dem 4:1 endgültig zu entscheiden. Nichtsdestotrotz durften die Hamburger schlussendlich über den verdienten Sieg jubeln. Es blieb beim 3:1.

Für den KSC geht es am kommenden Samstag (13.30 Uhr) mit dem Gastspiel beim SSV Jahn Regensburg weiter, die Kiezkicker empfangen 24 Stunden später Dynamo Dresden.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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