FC-St.-Pauli-Trainer Schultz freut sich auf "geile Liga"

Hamburg - Während sich die Spieler des FC St. Pauli auf das letzte Saisonspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim SSV Jahn Regensburg vorbereiten, laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die kommende Saison in der 2. Liga.

Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, freut sich bereits auf die kommende Zweitliga-Saison.
Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, freut sich bereits auf die kommende Zweitliga-Saison.  © Cathrin Mueller/Getty Images Europe/Pool/dpa

"Das wird eine geile Liga nächstes Jahr", meinte St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) schon jetzt: "Wir haben dann fünf bis sechs Schwergewichte. Es ist fast egal, wer noch aus der Bundesliga herunterkommt. Ich glaube, die Einschaltquoten werden in der 2. Liga höher sein als in der 1. Liga."

Definitiv werden Schalke 04, der Hamburger SV, Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg in der kommenden Saison im Unterhaus kicken, womöglich kommen auch noch der 1. FC Köln und Werder Bremen hinzu.

Bei dieser Konkurrenz wird es für den FC St. Pauli kein Selbstläufer, an die starke Form des ersten Halbjahres 2021 anzuknüpfen. Mit 31 Punkten aus 16 Spielen sind die Norddeutschen aktuell die drittbeste Mannschaft der Rückrunde.

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Drei Spieler, die daran großen Anteil haben, werden kommende Saison womöglich nicht mehr für den FC St. Pauli spielen. Stürmer Omar Marmoush ist vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar von Eintracht Frankfurt, Torwart Dejan Stojanovic von dem englischen Zweitligisten FC Middlesbrough.

Schultz würde gerne weiterhin mit diesen drei Spielern zusammenarbeiten, weiß allerdings um die Schwierigkeiten. "Fakt ist, dass sie im Sommer erst einmal zu ihren Vereinen zurückgehen. Fakt ist auch, dass alle drei bei uns gute Leistungen gezeigt haben. Bei allem Weiteren sitzen Wolfsburg, Frankfurt und Middelsbrough am längeren Hebel", sagt der 43-Jährige.

Einstige Leistungsträger stehen vor dem Aus

St. Paulis Verteidiger Daniel Buballa (links) geht in einen seiner vielleicht letzten Zweikämpfe für den Kiezclub.
St. Paulis Verteidiger Daniel Buballa (links) geht in einen seiner vielleicht letzten Zweikämpfe für den Kiezclub.  © Joosep Martinson/Getty Images Europe/Pool/dpa

Der Trainer geht davon aus, dass sich mögliche Verhandlungen mit den jeweiligen Vereinen in die Länge ziehen: "Ich befürchte, dieses Thema wird nicht im Juni und vermutlich auch nicht im Juli entschieden."

Das könnte bedeuten: Erst wenn sich bei den jeweiligen Vereinen abzeichnet, dass die Spieler nur wenig Einsatzzeiten bekommen würden, ließen sich neue Ausleihen realisieren. "Gerade Omar und Rodrigo haben das Ziel, irgendwann in der Bundesliga zu spielen", weiß Schutz.

Deutlich weiter sind die Hamburger bei Eric Smith: Der defensive Mittelfeldspieler, der zunächst vom belgischen Erstligisten KAA Gent ausgeliehen wurde, ist mittlerweile fest verpflichtet worden.

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"Eric hat ein Element in unser Team gebracht, das uns bis dahin gefehlt hatte", sagt Sportchef Andreas Bornemann. "Er spielt in unseren Kaderplanungen für die kommenden Jahre eine wichtige Rolle."

Dies scheint auf Flügelspieler Ryo Miyaichi und Verteidiger Daniel Buballa nicht zuzutreffen. Die Verträge der beiden Spieler laufen im Sommer aus und werden laut Informationen der Bild nicht verlängert. Buballa spielt bereits seit 2014 für die Hamburger und war vergangene Saison unter Ex-Trainer Jos Luhukay noch Kapitän und Leistungsträger.

Unter Schultz hingegen stand der 31-Jährige seit Ende Januar nicht mehr in der Startelf und kam in den letzten 15 Spielen lediglich zu vier Kurzeinsätzen. "Dass Trainer einen Spieler unterschiedlich bewerten, gibt es im Fußball immer wieder", sagt Schultz über Buballa. "Wir sind mit James Lawrence und Leart Paqarada auf seiner Position sehr gut besetzt. Es ist natürlich unbefriedigend für ihn, immer nur auf der Bank zu sitzen."

Titelfoto: Cathrin Mueller/Getty Images Europe/Pool/dpa

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