FC St. Pauli bekommt es mit Tabellenführer Paderborn zu tun: "Harte Nuss"

Hamburg - Ein richtig großer Brocken: Nach der erschreckend schwachen Leistung beim 0:2 gegen den FC Hansa Rostock hat der FC St. Pauli etwas gutzumachen. Am Samstag (13 Uhr) kommt mit dem SC Paderborn 07 allerdings der Tabellenführer ins Millerntor-Stadion.

St.-Pauli-Coach Timo Schutz (44) war nach dem Spiel in Rostock alles andere als zufrieden und fordert gegen Paderborn nun eine Reaktion von seiner Mannschaft.
St.-Pauli-Coach Timo Schutz (44) war nach dem Spiel in Rostock alles andere als zufrieden und fordert gegen Paderborn nun eine Reaktion von seiner Mannschaft.  © David Inderlied/dpa

"Die Mannschaft hat in der Woche im Training eine Reaktion gezeigt. Sie war sehr willig, sie hat diese Griffigkeit und Galligkeit gezeigt. Jetzt müssen wir das auch am Samstag auf den Platz bekommen. Das ist das Entscheidende", forderte Coach Timo Schultz (44) auf der Pressekonferenz.

Die Pleite in Rostock sei eingehend analysiert worden. "In erster Linie haben wir uns darüber unterhalten, warum wir so eine erste Halbzeit spielen und wir so ins Spiel reingehen. Gewisse Basics wie Zweikampfhärte und Intensität im Spiel sind einfach unabdingbar, sonst werden wir keinen Erfolg haben", erläuterte "Schulle".

Das sei besonders gegen eine Mannschaft wie den SCP wichtig, so der 44-Jährige. "Die Mannschaft steht nicht zu Unrecht da oben. Als ich vor der Saison nach den Favoriten gefragt wurde, habe ich auch Paderborn genannt. Das bestätigen sie bislang. Für uns wird es eine harte Nuss, die wir knacken wollen."

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Dafür komme es insbesondere auf zwei Dinge an: "Für uns wird es zum einen darum gehen, sie gar nicht erst in Ruhe in ihr Spiel kommen zu lassen, und zum anderen darum, unsere Tiefe zu sichern. Dass wir nicht zu offensiv und nicht zu risikoreich sind. Das wird eine interessante Aufgabe für uns", prophezeite der Trainer.

Trotz der zuletzt schwachen Leistung habe er großes Vertrauen in seine Elf. "Wir haben eine tolle Mannschaft und Jungs, mit denen die Arbeit Spaß macht. Ich sehe bei fast jedem Spieler, dass er die nächsten Schritte noch gehen kann und wird."

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Personell kann der Übungsleiter am Samstag nahezu aus dem Vollen schöpfen. Abgesehen von Adam Dzwigala (26) und Keeper Nikola Vasilj (26) "haben alle Spieler mehr oder weniger am Training teilnehmen können" und daher sei er zuversichtlich, dass sie gegen den Spitzenreiter zur Verfügung stehen.

Doch auch Vasilj sei nach seiner Fingerverletzung voll im Zeitplan. "Für ihn wird es jetzt darum gehen, in den nächsten Tagen ins Ball- und Mannschaftstraining einzusteigen. Dann wäre er auch wieder einsatzfähig. Das wird aber noch ein paar Tagen dauern", erklärte der Fußballlehrer.

Übrigens: Schultz wird am Freitag 45 Jahre alt - und wünscht sich einen Sieg: "Ich werde morgen einen schönen Geburtstag mit meiner Familie haben. Wenn die drei Punkte dann als Sahnehäubchen obendrauf kommen, dann bin ich bestimmt nicht böse."

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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