FC St. Pauli: Edel-Reservist Adam Dzwigala feiert sein Tor-Debüt! "Überragendes Gefühl"

Hamburg/Nürnberg - Er ist so etwas wie der Defensiv-Allrounder beim FC St. Pauli! Wenn bei den Kiezkickern in der Abwehr Not am Mann ist, führt oftmals kein Weg an Adam Dzwigala (25) vorbei.

St. Paulis Rechtsverteidiger Adam Dzwigala (25) jubelt über sein erstes Tor für den Verein.
St. Paulis Rechtsverteidiger Adam Dzwigala (25) jubelt über sein erstes Tor für den Verein.  © IMAGO / HMB-Media

In dieser Saison durfte der Pole immer wieder auf der rechten Abwehrseite sein Können zeigen. So auch am Sonntag beim 3:2-Auswärtssieg der Kiezkicker beim 1. FC Nürnberg.

In der Halbzeit wurde Dzwigala für Sebastian Ohlsson (28) eingewechselt und sah sich fortan der Angriffe der Nürnberger entgegengesetzt.

Der 25-Jährige erledigte, im Gegensatz zur Partie beim SC Paderborn (1:3), wo er große Schwächen offenbarte, seinen Job solide.

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Noch viel wichtiger waren aber seine Aktionen in der Offensive. Besonders die nach 63 Minuten.

Daniel-Kofi Kyereh (25) dribbelte in den Strafraum, verlor den Ball, der Club klärte. Allerdings nur kläglich und genau zu Dzwigala, der den Ball an der Strafraumlinie annahm und anschließend mit links zielsicher ins Eck verwandelte.

Im 21. Zweitliga-Spiel für den FCSP war es das erste Tor des Polen. "Wir hatten den Ball im Strafraum, und ich habe die Szene genau verfolgt", beschrieb der Torschütze die Aktion. "Der zweite Ball landet dann bei mir. Ich habe dann mein Bestes gegeben, um den Ball neben den Pfosten zu setzen."

Letzter Treffer von Adam Dzwigala liegt bereits mehr als vier Jahre zurück

Und mit ihm auch seine Mitspieler.
Und mit ihm auch seine Mitspieler.  © Daniel Karmann/dpa

Lange musste er auf solch einen Moment warten. Sein letzter Treffer liegt schon mehr als vier Jahre zurück. Im Trikot von Gornik Leczna traf er am 20. Mai 2017 bei der 1:2-Niederlage gegen Piast Gliwice.

"Es war ein überragendes Gefühl, mein erstes Tor für den FC St. Pauli zu erzielen", gestand Dzwigala. Zumal sein Treffer wieder für mehr Beruhigung sorgte. Das zwischenzeitliche 3:1 fiel genau in die Drangphase der Nürnberger nach der Partie. "Ein Kompliment an die Mannschaft, die im richtigen Moment das dritte Tor gemacht hat", sagte (Co-)Trainer Loiv Favé (28).

In der Folge verteidigte Dzwigala und seine Mitspieler das eigene Tor nach Kräften und brachten den Sieg über die Runden. "Wir haben ein gutes Spiel absolviert und haben uns die drei Punkte verdient."

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Er wusste aber auch, dass es am Ende etwas glücklich war. "Wir haben alles gegeben, um die Führung über die Runden zu bringen. Das ist uns gelungen und so geht's mit drei Punkten zurück nach Hamburg."

Und dort kann er seiner Frau und seiner dreieinhalb Monate alten Tochter Felicja von seinem Tor-Debüt erzählen.

Titelfoto: IMAGO / HMB-Media

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