FC St. Pauli empfängt den 1. FC Nürnberg: Alle Infos zum Aufstiegsendspiel

Hamburg - Mehr Spannung geht kaum! Der FC St. Pauli empfängt am Freitagabend (18.30 Uhr) als Vierter den Tabellensechsten 1. FC Nürnberg. Beide Mannschaften brauchen einen Sieg, wenn sie im Aufstiegsrennen weiterhin eine Rolle spielen wollen. TAG24 hat alle wichtigen Fakten für Euch zusammengefasst.

Der FC St. Pauli und Stürmer Guido Burgstaller (32, M.) konnten das Hinspiel für sich entscheiden.
Der FC St. Pauli und Stürmer Guido Burgstaller (32, M.) konnten das Hinspiel für sich entscheiden.  © Daniel Karmann/dpa

Die voraussichtlichen Aufstellungen

St. Pauli: Vasilj - Zander, Lawrence, Medic, Paqarada - Aremu - Buchtmann, Amenyido - Kyereh - Makienok, Daschner

Nürnberg: Mathenia - Fischer, Schindler, Sörensen Handwerker - Krauß, Tempelmann, Duman, Möller Daehli, Schleimer - Dovedan

Nach Trennung von Trainer Timo Schultz: Fan-Protest bei St. Pauli
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Die Bilanz

Die Kiezkicker und der Club trafen bislang in 38 Begegnungen aufeinander. Dabei spricht die Bilanz knapp für den FCN, der 14 Siege einfahren konnte. St. Pauli hingegen gewann 13 Partien.

Die jüngste Vergangenheit spricht aber ein anderes Bild. Aus den zurückliegenden neun Duellen gingen die Boys in brown fünfmal als Sieger hervor, viermal trennten sich beide Vereine unentschieden.

Das letzte Duell

Das Hinspiel Ende November gewann der FC St. Pauli mit 3:2 (2:1) beim 1. FC Nürnberg. Guido Burgstaller (3. Minute) und Leart Paqarate (10.) hatten die Kiezkicker früh in Führung geschossen, ehe Johannes Geis den Hammer auspackte und verkürzte (21.)

Nach der Pause stellte Adam Dzwigala den Zwei-Tore-Abstand mit seinem Treffer zum 3:1 wieder her (64.), Manuel Schäffler brachte den Club noch einmal heran (72.), am Ende blieb es aber beim Auswärtssieg der Hamburger.

FC St. Pauli und der 1. FC Nürnberg suchen im Aufstiegsrennen nach ihrer Form

Im Hinspiel trafen die beiden Trainer nicht aufeinander. FCSP-Coach Timo Schultz (44, l.) fehlte wegen einer Corona-Erkrankung.
Im Hinspiel trafen die beiden Trainer nicht aufeinander. FCSP-Coach Timo Schultz (44, l.) fehlte wegen einer Corona-Erkrankung.  © Daniel Karmann/dpa

Die Form

Beide Vereine haben es in den letzten Wochen verpasst, sich besser im Aufstiegskampf zu positionieren.

Nach dem Zwischenhoch im März (zehn Punkte aus vier Spielen) setzten die Kiezkicker wieder zum Sinkflug an. Im April ist die Schultz-Elf noch ohne Sieg und holte aus vier Begegnungen nur magere zwei Zähler.

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Nürnberg hingegen gewann erst gegen Darmstadt und spielte anschließend in Bremen unentschieden. Ein 2:4 am vergangenen Spieltag gegen den SV Sandhausen warf den Club aber wieder ein wenig aus der Bahn. Der FCN ist und bleibt in dieser Saison eine Wundertüte.

Das sagen die Trainer

FCSP-Coach Timo Schultz (44) über den Club: "Sie haben eine Mannschaft, die sich durch eine sehr gute defensive Organisation auszeichnet und da wirklich stabil ist. Wenn man sich ihre Einzelspieler anschaut, gerade im zentralen Mittelfeld mit Lino Tempelmann und Mats Møller Dæhli, den wir hier ja sehr gut kennen, haben sie individuell starke Spieler. Darauf muss man sich schon einstellen, wie man die unter Kontrolle bekommen möchte."

FCN-Trainer Robert Klauß (37) über St. Pauli: "St. Pauli hat viel Alternativen und verschiedene Spielertypen gebracht. Sie haben viel Qualität, die sie trotz der Sperren auf den Positionen haben. Der Angriff ist, egal in welcher Konstellation, brandgefährlich."

Duell zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg wird zum großen Wiedersehen

Nürnbergs Mats Möller-Daehli (27, l.) und St. Paulis Guido Burgstaller (32) treffen auf ihren jeweiligen Ex-Verein.
Nürnbergs Mats Möller-Daehli (27, l.) und St. Paulis Guido Burgstaller (32) treffen auf ihren jeweiligen Ex-Verein.  © Fotomontage: Peter Steffen/dpa, Ina Fassbender/dpa

Diese Spieler fehlen

St. Pauli: Christopher Avevor (30, Aufbautraining), Sebastian Ohlsson (28, Knie-OP), Eric Smith (25, Wadenverletzung), Jannes Wieckhoff (21, Knie-OP), Jackson Irvine (29, fünfte Gelbe Karte), Marcel Hartel (26, fünfte Gelbe Karte), Marcel Beifus (19, rotgesperrt), Guido Burgstaller (32, Muskelfaserriss)

Nürnberg: Konstantin Rausch (32, Rückenprobleme)

Player-to-watch

Für vier Spieler gibt es bei dieser Partie ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein.

Auf Seiten der Kiezkicker wäre dies in erster Linie Guido Burgstaller (32). Der Österreicher spielte zwischen 2017 und 2019 zwei Jahre lang für den Club und erzielte dort 33 Tore in 63 Ligaspielen. Das Duell mit seinem Ex-verein verpasst der Oldie aber aufgrund eines Muskelfaserriss. Aktuell gibt es Gerüchte, dass der 32-Jährige im Sommer zurück nach Nürnberg wechseln könnte.

Zudem spielten auch Torwart Nikola Vasilj (26) und Abwehrspieler Jakov Medic (23) beim FCN, beide kamen aber nur in der Regionalliga zum Einsatz.

Bei den Franken hat Mats Möller-Daehli (27) eine FCSP-Vergangenheit. Der Norweger trug drei Jahre lang das braun-weiße Trikot, ehe er über den Umweg KRC Genk nach Nürnberg wechselte. Am Millerntor war er ein absoluter Publikumsliebling, seine Begrüßung dürfte herzlich ausfallen.

So viele Zuschauer dürfen ins Stadion

Das Millerntor wird am Freitagabend mit 29.546 Zuschauern wieder restlos ausverkauft sein. Rund 2000 Gästefans aus Nürnberg werden erwartet.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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