FC St. Pauli geht nach verdientem Sieg mit gutem Gefühl in die Länderspielpause

Hamburg - Das war am Ende knapper, als es hätte sein müssen: Beim 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Osnabrück hatte der FC St. Pauli über weite Strecken alles unter Kontrolle, musste am Ende aber doch noch einmal zittern.

FCSP-Coach Timo Schultz (43) sah gegen den VfL Osnabrück einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft, die das Spiel verdient mit 2:1 für sich entscheiden konnte.
FCSP-Coach Timo Schultz (43) sah gegen den VfL Osnabrück einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft, die das Spiel verdient mit 2:1 für sich entscheiden konnte.  © Friso Gentsch/dpa

Durch die Tore von Knipser Guido Burgstaller (32) und Edeltechniker Omar Marmoush (22) sah schon alles nach einem souveränen Erfolg aus, doch nach dem Anschlusstreffer von Marc Heider (34) drängten die Hausherren noch auf den Ausgleich.

"Am Ende wurde es noch mal kribbelig, die Osnabrücker sind ein bisschen mehr Risiko gegangen und haben ihre Chancen bekommen. Wir konnten das Ding dann über die Ziellinie retten, viel länger hätte das Spiel aber auch nicht dauern dürfen", sagte FCSP-Coach Timo Schultz (43) erleichtert.

Der 43-Jährige sah von Beginn an einen engagierten und druckvollen Auftritt seiner Mannschaft, die im ersten Abschnitt jedoch nicht zu zwingenden Torchancen kam. Stattdessen hatten die Kiezkicker Glück, dass Timo Beermann (30) in der 41. Minute nicht per Kopf das 1:0 für den VfL erzielte!

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Nach dem Wiederanpfiff war dann das Spielglück aufseiten des Kultklubs. Schiedsrichter Martin Thomsen (35) pfiff einen schmeichelhaften Elfmeter nach vermeintlichem Foul an Marmoush, den Burgstaller eiskalt verwandelte (51. Minute). Der Ägypter ließ wenig später das 2:0 folgen (65.).

"Durch einen glücklichen Elfmeter und ein schönes Tor sind wir in der zweiten Halbzeit in Führung gegangen. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir nachlegen und das dritte Tor nicht zurückgenommen wird", gab Schultz zu Protokoll.

Der FC St. Pauli ist auf dem besten Weg zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga

Die Spieler des FC St. Pauli können mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Die Kiezkicker sind auf dem besten Weg zum Klassenerhalt.
Die Spieler des FC St. Pauli können mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Die Kiezkicker sind auf dem besten Weg zum Klassenerhalt.  © Friso Gentsch/dpa

Damit spielte er auf die 67. Minute an, als erneut Marmoush den vermeintlichen dritten Treffer erzielte, vorher aber hauchzart im Abseits stand. Statt der Entscheidung fiel rund zehn Minuten später der Anschluss und die Braun-Weißen mussten die knappe Führung über die Zeit retten.

"Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Paderborn war es heute ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen und wieder besser Fußball spielen. Der Sieg war verdient, auch wenn es am Schluss noch mal knapp wurde", resümierte Torschütze Burgstaller.

Schultz sah es ähnlich und ergänzte: "Wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, dann ist der Sieg auch nicht unverdient." Auch Edeltechniker Marmoush war glücklich: "Wichtig ist einfach, dass wir heute die drei Punkte geholt haben. Damit können wir sehr zufrieden sein."

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Mit nun 35 Punkten haben die Hamburger zwölf Punkte zwischen sich und den Relegationsplatz gebracht, auf dem die Osnabrücker rangieren. Bei noch acht Spieltagen ist der FCSP damit zwar noch nicht gerettet, aber auf dem besten Weg zum Klassenerhalt.

"Wenn wir so weitermachen, dann sind die Abstiegssorgen auf jeden Fall vorbei", war sich auch Burgstaller bewusst. Jetzt steht erstmal die Länderspielpause an, am 5. April geht es gegen Eintracht Braunschweig weiter. "Wir werden dann noch mal Anlauf nehmen, um die Restsaison so erfolgreich wie möglich zu bestreiten", versprach Schultz.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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