FC St. Pauli hadert mit vergebenen Chancen: "Mit Fortune machen wir das 1:0"

Hamburg/Aue - Das war ein hart erkämpfter Punkt! Der FC St. Pauli bleibt auch nach dem Remis bei Erzgebirge Aue in dieser Saison ungeschlagen und rangiert nach zwei Spieltagen auf dem vierten Rang.

St. Paulis Trainer Timo Schultz (43) gibt seiner Mannschaft während der Partie Anweisungen.
St. Paulis Trainer Timo Schultz (43) gibt seiner Mannschaft während der Partie Anweisungen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Geschafft, aber auch glücklich machten sich die Kiezkicker am Sonntag auf die Rückreise nach Hamburg.

"Ich denke, wir haben trotz des 0:0 ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten gesehen", erklärte Trainer Timo Schultz (43) im Anschluss an die Begegnung.

Im Verlaufe der Partie habe sich seine Mannschaft "etwas besser auf die stressige Spielweise der Auer eingestellt".

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So entwickelte sich in der ersten Hälfte ein wildes Spiel, bei dem die Kiezkicker kaum in ihre gewohnten Abläufe kamen.

"In der ersten Hälfte sind wir schwer reingekommen", urteilte Kapitän Philipp Ziereis (28). Auf der einen Seite attackierten die Auer früh und liefen die Kiezkicker hoch an, auf der anderen Seite spielten sie viel mit hohen Bällen.

"Das ist schwer zu verteidigen, wir haben das aber gut gemacht", fand Stürmer Guido Burgstaller (32), der in der ersten Halbzeit die größte Chance für die Gäste hatte.

Nach Zuspiel von Luca Zander (25) wuchtete der Angreifer den Ball in der 16. Minute ins Netz, stand zuvor jedoch knapp im Abseits. "Schade, dass wir nicht das 1:0 machen. Vielleicht hätten wir dann noch mehr Räume bekommen und es besser ausspielen können", sagte der "Oldie".

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Guido Burgstaller (32) kämpft mit Sören Gonther (34) im Luftduell um den Ball.
Guido Burgstaller (32) kämpft mit Sören Gonther (34) im Luftduell um den Ball.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine zerfahrene Partie, mit vielen Fouls und häufigen Ballwechseln. Dennoch war St. Pauli besser im Spiel.

"Solche Spiele hätten wir im letzten Jahr wahrscheinlich nicht so souverän gespielt. Gerade in der schweren Phase in der ersten Hälfte haben wir uns reingebissen", sah Kapitän Ziereis einen Fortschritt zur vergangenen Saison.

Zudem war er sich mit seinem Trainer einig. "Mit ein bisschen Fortune hätten wir das 1:0 machen können, aber alles in allem ist es ein gerechtes Unentschieden", sagte Schultz.

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Am Ende blieben die Kiezkicker zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. "Das war ein Riesen-Thema bei uns in der Vorbereitung, defensiv stabiler zu sein. Da kann man zumindest was das angeht, zufrieden sein", konnte der Coach dem Ganzen noch etwas Positives abgewinnen.

Und sollte St. Pauli auch nach dem Derby am dritten Spieltag ohne Gegentreffer dastehen, hätten sie nicht viel falsch gemacht.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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