FC St. Pauli: Hat sich Simon Makienok mit seinen Toren zum Stammplatz geballert?

Hamburg - Vier Spiele, vier Treffer! Simon Makienok (30) ist so etwas wie der Gewinner der Vorbereitung beim FC St. Pauli.

Simon Makienok (30) traf im Testspiel gegen Hertha BSC Berlin zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. (Archivfoto)
Simon Makienok (30) traf im Testspiel gegen Hertha BSC Berlin zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. (Archivfoto)  © IMAGO / Matthias Koch

Nach einer durchwachsenen Saison am Millerntor mit 18 Einsätzen und nur zwei Treffern, zeigte sich der dänische 2,01-Meter-Hühne wie ausgewechselt.

Seit dem Trainingsstart wirkte er deutlich befreiter, lauffreudiger und aktiver als noch in der Vorsaison.

Trainer Timo Schultz (43) sagte da bereits: "Er kann eine Waffe sein. Ich bin mir sicher, dass wir noch Freude an ihm haben werden."

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Und so kam es auch. In den vier Testspielen steuerte er in jedem Spiel einen Treffer bei. Kein anderer Kiezkicker konnte am Ende eine ähnliche Quote vorweisen.

Eigentlich dürfte sich Makienok damit einen Stammplatz gesichert haben. "Wenn es das Wort 'eigentlich' nicht geben würde", sagte Schultz nach dem letzten Testkick gegen Hertha BSC Berlin (2:2), wo der Däne zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung traf.

Der 43-Jährige gab aber zu: "Wenn er jedes Spiel ein Tor macht, ist das auf jeden Fall ein Argument."

Gegen die Berliner schickte der Trainer Makienok gemeinsam mit Guido Burgstaller (32) in den Angriff. "Es war eine Bauchentscheidung, ich wollte sehen, wie die beiden zusammenspielen", erklärte Schultz die Maßnahme. "Es sind beides Zielspieler, beide die dem Ball entgegenkommen."

Trainer Timo Schultz vertraut seinem Bauch

Der 30-Jährige hat durch seine Tore die Argumente für einen Startplatz auf seiner Seite. (Archivfoto)
Der 30-Jährige hat durch seine Tore die Argumente für einen Startplatz auf seiner Seite. (Archivfoto)  © Axel Heimken/dpa

Gegen die Hertha fehlte es daher an Tempo in der Spitze, doch laut ihrem Trainer haben sie gezeigt, dass sie auch einer Erstliga-Abwehr Paroli bieten könnten. "Sie haben ihre Qualität am Ball festmachen."

Ob sie zum Saisonauftakt gegen Holstein Kiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wieder zusammen eine Option sind, wusste Schultz noch nicht. "Wir müssen auch gucken, was Kiel macht, vielleicht wird es wieder eine Bauchentscheidung", sagte er.

Makienok selbst zeigte sich nach dem Spiel gegen den Erstligisten nicht nur mit Ergebnis zufrieden. "Es war ein guter Test von und für uns, gerade in der ersten Halbzeit", erklärte er. "Gegen einen guten Gegner war viel Tempo und viel Intensität drin."

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Nach anfänglichen Problemen habe sich die Mannschaft gesteigert und mehr Druck ausgeübt. "Danach waren wir gut im Spiel. Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, kann man zufrieden sein", sagte der 30-Jährige.

In einer guten Woche wird sich zeigen, was die vier Treffer in der Vorbereitung für Makienok wert waren.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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