FC St. Pauli holt dank Elfmeter-Held Himmelmann Remis beim Karlsruher SC!

Hamburg - Zehn wilde Minuten! In einer insgesamt schwachen Partie holte der FC St. Pauli am 29. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ein 1:1 (0:0)-Unentschieden beim Karlsruher SC.

Viel Kampf und Krampf prägten die erste Halbzeit: KSC-Mittelfeldspieler Lukas Fröde (D. v. r.) hat in dieser Szene die Lufthoheit gegen die Kiezkicker Dimitrios Diamantakos (D. v. l.) und Waldemar Sobota (Z. v. r.)
Viel Kampf und Krampf prägten die erste Halbzeit: KSC-Mittelfeldspieler Lukas Fröde (D. v. r.) hat in dieser Szene die Lufthoheit gegen die Kiezkicker Dimitrios Diamantakos (D. v. l.) und Waldemar Sobota (Z. v. r.)  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Die Tore im Wildparkstadion erzielten Dimitrios Diamantakos zum 1:0 für St. Pauli (55. Minute) und Jérôme Gondorf zum 1:1 für den KSC (57.). Dazu verschoss Änis Ben-Hatira einen Foulelfmeter für Karlsruhe (49.).

Der KSC - sehr offensiv aufgestellt - setzte die Gäste anfangs unter Druck, doch den Hausherren fehlten die Präzision und das Tempo.

St. Pauli selbst fand nach acht Minuten etwas besser ins Spiel und kam einige Male über die linke Seite, wo Viktor Gyökeres seine Schnelligkeit und Dribbelstärke andeutete, ohne aber ernsthaft gefährlich zu werden. Es fehlte allen Akteuren die Passgenauigkeit im letzten Drittel.

So gab es die erste Großchance folgerichtig nach einer Standardsituation. Marvin Wanitzek zirkelte einen Freistoß aus 22 Metern herrlich über die Mauer, doch St. Paulis Keeper Robin Himmelmann war zur Stelle und klatschte den Ball gut zur Ecke ab (15.).

Sechs Minuten später tauchten die Gäste erstmals gefährlich im gegnerischen Sechzehner auf, doch bezeichnend für die letzten Wochen traf Stürmer Diamantakos die Kugel beim Abschluss nicht richtig.

Davon abgesehen entwickelte sich ein umkämpftes, aber bestenfalls durchschnittliches Zweitliga-Spiel, in dem sich die beiden Teams meist neutralisierten, was auch daran lag, dass es ihnen nicht gelang, ihre Angreifer gewinnbringend einzusetzen.

Aufstellung des FC St. Pauli für das Auswärtsspiel beim KSC

Aufstellung des Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli

St. Paulis Keeper Robin Himmelmann pariert Foulelfmeter von Karlsruhes Änis Ben-Hatira

St. Paulis Stürmer Dimitrios Diamantakos (r.) überlupft KSC-Keeper Benjamin Uphoff und trifft zum 1:0 für die Kiezkicker.
St. Paulis Stürmer Dimitrios Diamantakos (r.) überlupft KSC-Keeper Benjamin Uphoff und trifft zum 1:0 für die Kiezkicker.  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Daran hatten die diszipliniert stehenden Defensivreihen, die wenig Räume ließen, entscheidenden Anteil. Deshalb gab es die zweite Gelegenheit der ersten Halbzeit erneut nach einem Standard.

Eine Ecke von St. Paulis Marvin Knoll wehrte KSC-Stürmer Philipp Hofmann vor die Füße von Rico Benatelli ab, der aus 17 Metern wuchtig abzog, aber nur die Latte traf! 

In der Nachspielzeit schoss auch noch Kiezkicker Waldemar Sobota über das Tor (45.+1).

Wegen der fehlenden Kreativität und mangelnden spielerischen Klasse blieb es zur Pause folgerichtig beim torlosen Unentschieden.

Im zweiten Abschnitt gab es dann direkt das erste große Highlight: St. Paulis Jamie Lawrence trat Hofmann, der das Leder mit dem Rücken zum Tor am Strafraumeck abschirmte, völlig unnötig in die Hacken, weshalb es berechtigterweise Foulelfmeter für den KSC gab (48.)!

Ben-Hatira trat an - und schoss den Strafstoß so schwach und unplatziert in die linke untere Ecke, dass Himmelmann ihn sogar festhielt (49.)! Kurz darauf wurde der gebürtige Berliner dann auch ausgewechselt. St. Pauli bestrafte die Karlsruher wenig später für diese Nachlässigkeit.

Ex-KSC-Stürmer Dimitrios Diamantakos trifft für St. Pauli, Jérôme Gondorf gleicht postwendend aus

Einst Mannschaftskollegen bei Hertha BSC, nun Gegner: St. Paulis Marvin Knoll (r.) und KSC-Angreifer Marco Djuricin.
Einst Mannschaftskollegen bei Hertha BSC, nun Gegner: St. Paulis Marvin Knoll (r.) und KSC-Angreifer Marco Djuricin.  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Innenverteidiger Daniel Gordon verschätzte sich bei einem langen Ball von Lawrence und rutschte zusätzlich auch noch aus, sodass Diamantakos frei vor KSC-Keeper Benjamin Uphoff auftauchte, diesen überlupfte und so gegen seinen Ex-Klub zur 1:0-Führung für die Gäste traf (55.)! 

Auf der anderen Seite passte St. Paulis Verteidigung bei einer langen Flanke aus dem Halbfeld vom eingewechselten Lukas Grozurek dann einmal nicht auf. 

Alle Abwehrspieler konzentrierten sich auf Sturmtank Hofmann, doch in dessen Rücken lief Jérôme Gondorf ein und traf mit dem rechten Fuß zum 1:1-Ausgleich (57.). 

Video-Assistent Michael Bacher überprüfte das Tor wegen einer möglichen Abseitsstellung, doch am Ende war alles korrekt, weshalb der Treffer gegeben wurde. Danach verflachte das Spiel aber wieder. 

Erst in der 79. Minute musste der bärenstarke Himmelmann erneut eingreifen und wehrte einen wuchtigen Kopfball von Hofmann aus Nahdistanz mit einem herausragenden Reflex klasse ab und parierte auch einen wuchtigen Schuss vom eingewechselten Anton Fink problemlos (88.). Bei einer Hereingabe verschätzte sich St. Paulis Schlussmann einmal, doch das blieb ohne Folgen (90.+1).

Die Kiezkicker selbst hatten durch den neu gekommenen Johannes Flum noch eine Top-Möglichkeit, doch er schlenzte aus 14 Metern haarscharf vorbei (81.). So blieb es am Ende beim 1:1-Unentschieden. Für St. Pauli geht es am kommenden Freitag (18.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum weiter.

Titelfoto: Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

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