FC St. Pauli: Jackson Irvine feiert unaufgeregtes Startelf-Debüt

Hamburg - Was lange währt! Am achten Spieltag stand Neuzugang Jackson Irvine (28) gegen den FC Ingolstadt (4:1) zum ersten Mal in der Startelf des FC St. Pauli.

St. Paulis Jackson Irvine (27) durfte gegen den FC Ingolstadt zum ersten Mal für den FC St. Pauli von Beginn an ran und überzeugte.
St. Paulis Jackson Irvine (27) durfte gegen den FC Ingolstadt zum ersten Mal für den FC St. Pauli von Beginn an ran und überzeugte.  © IMAGO / Metelmann

Und der 28-jährige Australier zeigte auch gleich, warum. Unaufgeregt übernahm er die halbrechte Position in der Mittelfeldraute und lieferte ein solides Startelf-Debüt für die Kiezkicker ab.

"Es ist das erste Mal von Anfang an aufgelaufen. Wir wollten auch mal sehen, wie er damit klarkommt", erklärte Trainer Timo Schultz (44) den Schachzug, der durch die Verletzung von Finn Ole Becker (21) notwendig geworden war.

Und das Fazit des Übungsleiters fiel ähnlich nüchtern aus: "Er hat das, war wir von ihm erwartet haben, auf den Platz gebracht."

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Irvine habe seiner Ansicht nach einen "sehr guten Start" hingelegt, bei dem er durch seine Pass-, Lauf- und Zweikampfstärke auffiel. "Er hat sich auch clever in den Räumen verhalten", urteilte Schultz.

Zwischendrin sah es nicht immer ganz so aus, als könne der australische Nationalspieler (37 Einsätze) das Tempo halten, doch sein Trainer wollte ihm die 90 Minuten geben und auch gönnen.

"Er hat auf meiner Seite gespielt, er hat aber eine sehr gute Regenerationsfähigkeit", erklärte "Schulle", der aber auch zugab, dass das Trainerteam überlegt habe, ihn auszuwechseln.

Jackson Irvine fehlt noch die Wettkampfhärte

Der 28-Jährige (2.v.l.) jubelt mit seinen Mannschaftskollegen über das 3:0 von Maximilian Dittgen.
Der 28-Jährige (2.v.l.) jubelt mit seinen Mannschaftskollegen über das 3:0 von Maximilian Dittgen.  © Christian Charisius/dpa

Weil er zuletzt bei den zurückliegenden Länderspielen aber nur einmal über die volle Distanz für die "Socceroos" auf dem Platz stand, spielte er durch. "Er braucht Wettkampfhärte und Power", sagte der FCSP-Trainer.

Zudem sei Irvine ein ganz anderer Spielertyp als die "ganzen Zocker", die Schultz sonst so im Mittelfeld habe. "Er langt auch mal hin, geht die letzten Meter rein, ist präsent in der Luft und hat Klarheit nach vorne", beschrieb der 44-Jährige die Eigenschaften des Australiers. "Eine coole Mischung" nannte er die verschiedenen Optionen im Zentrum.

Dabei brauchte Irvine eine ganze Zeit Anlauf bei den Kiezkickern. Nach seiner Ankunft am Millerntor Anfang Juli dauerte es bis Mitte August, bis der 28-Jährige das erste Mal mit der Mannschaft trainierte. "Er ist hier nicht so aufgeschlagen, wie wir uns das vorgestellt haben", hieß es von Vereinsseite.

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Hinter verschlossenen Türen machte man den Australier aber fit und sorgte nun dafür, dass er ein neues Kapitel in seiner Karriere aufschlagen konnte.

Titelfoto: Fotomontage: Christian Charisius/dpa, IMAGO / Metelmann

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