FC St. Pauli: Jakov Medic wird bei seiner Rückkehr zum Überflieger

Hamburg/Nürnberg - Was für eine Rückkehr! Jakov Medic (24) stand am Sonntag beim 1:0-Auswärtssieg des FC St. Pauli beim 1. FC Nürnberg völlig überraschend in der Startelf der Kiezkicker und wurde prompt zum Matchwinner.

St. Paulis Abwehrspieler Jakov Medic (24) jubelt über seinen Siegtreffer.
St. Paulis Abwehrspieler Jakov Medic (24) jubelt über seinen Siegtreffer.  © IMAGO/HMB-Media/Heiko Becker

Dabei profitierte der kroatische Innenverteidiger vom kurzfristigen Ausfall von Eric Smith (26), der krankheitsbedingt passen musste. Medic rückte in seine angestammte Position in die Innenverteidigung und überzeugte gegen seinen alten Verein - er spielte in der Saison 2018/19 für die zweite Mannschaft des Clubs in der Regionalliga (26 Einsätze und zwei Tore) - auf ganzer Linie.

"Wir holen drei Punkte, und ich erziele den Siegtreffer. Besser hätte es nicht laufen können", bilanzierte Medic nach der Partie. Mitten in die Nürnberger Drangphase stand der Kroate nach einer Paqarada-Flanke am gegnerischen Fünfer genau richtig und nickte zum Siegtreffer der Kiezkicker ein.

"Es war wichtig heute, auch für mich. Ich war mehr als zwei Monate verletzt und habe heute erstmals wieder gespielt." Seit Mitte Oktober war der 24-Jährige mit einer Schulterverletzung ausgefallen und zuletzt ins zweite Glied gerückt.

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Trainer Fabian Hürzeler (29) wollte ihn behutsam aufbauen, wie er nach der Generalprobe gegen den FC Midtjylland (0:0) erklärt hatte. "Er ist ein sehr ehrgeiziger Spieler, der sofort spielen will und alles muss sofort bei 100 Prozent sein. Dementsprechend ist es wichtig, dass auch er die Erwartungen an sich selbst klar einordnet, nicht zu viel will zu Beginn."

FC St. Pauli: Jakov Medic verschwendete keinen Gedanken an seine kaputte Schulter

Nach der Leistung kommt FCSP-Trainer Fabian Hürzeler (29) kaum um eine Startelf-Nominierung von Medic herum.
Nach der Leistung kommt FCSP-Trainer Fabian Hürzeler (29) kaum um eine Startelf-Nominierung von Medic herum.  © Daniel Karmann/dpa

Gegen Nürnberg war Medic nun plötzlich von Anfang an gefordert. "Es kann immer sein, dass jemand kurzfristig ausfällt, weil er verletzt oder krank ist", gab er zu. "Heute bin ich für Eric reingekommen. Ich wusste, dass ich einhundert Prozent geben und immer konzentriert sein muss."

An seine Schulter habe er dabei nicht mehr gedacht. "Der Kopf war frei." Und das ist für den ehrgeizigen Abwehrspieler enorm wichtig.

Gemeinsam mit Neuzugang Karol Mets (29) und Adam Dzwigala (27) überzeugte er in der neuen Konstellation und sorgte dafür, dass St. Pauli erstmals seit Februar 2022 nicht nur auswärts siegte, sondern auch seit August 2021 in der Fremde wieder zu null spielte.

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"Wir alle sind froh, dass wir endlich wieder auswärts gewonnen haben", zeigte sich Medic erleichtert und forderte schon den nächsten Auswärtssieg.

Doch bevor es am 18. Februar zum 1. FC Magdeburg geht, stehen noch die Heimspiele gegen Hannover 96 (5. Februar) und den 1. FC Kaiserslautern (12. Februar) an. Vielleicht auch wieder mit Jakov Medic in der Startelf.

Titelfoto: IMAGO/HMB-Media/Heiko Becker

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