FC St. Pauli kocht den 1. FC Magdeburg früh ab und siegt souverän

Hamburg - Zweites Heimspiel, zweiter Heimsieg! Der FC St. Pauli hat am Sonntagnachmittag dank eines Blitzstartes mit 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Magdeburg gewonnen.

St. Paulis Verteidiger Leart Paqarada (v.) spitzelte Gegenspieler Mohammed El Hankouri im Strafraum den Ball vom Fuß.
St. Paulis Verteidiger Leart Paqarada (v.) spitzelte Gegenspieler Mohammed El Hankouri im Strafraum den Ball vom Fuß.  © Christian Charisius/dpa

Vor 29.164 Zuschauern am ausverkauften Millerntor brachte Johannes Eggestein die Hausherren mit einem Doppelpack (3. und 15. Minute) früh in Führung, Marcel Hartel machte nach 77 Zeigerumdrehungen mit dem 3:0 den Deckel drauf.

Nach der 1:2-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern nahm St.-Pauli-Trainer Timo Schultz drei Wechsel in seiner Anfangsformation vor. Neuzugang David Nemeth gab sein Debüt im Dress der Kiezkicker und ersetzte Betim Fazliji. Zudem starteten Igor Matanovic und Eric Smith für Carlo Boukhalfa und Afeez Aremu.

FCM-Coach Christian Titz, der mit seiner Mannschaft am vergangenen Spieltag ebenfalls eine 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel einstecken musste, nahm fünf Veränderungen vor.

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Malcolm Cacutalua, Alexander Bitroff, Mohammed El Hankouri, Leonardo Scienza und Kai Brünker kamen für Jamie Lawrence (Gelb-Rot), Tim Sechelmann, Silas Gnaka, Moritz-Boni Kwarteng (alle Bank) und Baris Atik (verletzt).

St. Pauli legte von Beginn an los wie die Feuerwehr und hatte bereits nach 18 Sekunden den ersten Abschluss durch Eggestein. Da hatte der Angreifer aber noch Pech, FCM-Keeper Dominik Reimann packte sicher zu.

Startelf des FC St. Pauli für das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg

Anfangsformation des 1. FC Magdeburg für die Auswärtspartie beim FC St. Pauli

Johannes Eggestein bringt den FC St. Pauli früh per Doppelpack in Führung

Doppelpacker Johannes Eggestein (M.) bedankt sich nach seinem zweiten Treffer bei Vorlagengeber Manolis Saliakas (r.).
Doppelpacker Johannes Eggestein (M.) bedankt sich nach seinem zweiten Treffer bei Vorlagengeber Manolis Saliakas (r.).  © Christian Charisius/dpa

Keine 180 Sekunden später kam es wieder zu diesem Duell, mit dem besseren Ende für den Stürmer. Lukas Daschner dribbelte von rechts ins Zentrum und passte zu Leart Paqarada, der direkt in die Gasse zum frei stehenden Eggestein spielte. Der Sommer-Neuzugang nahm das Leder mit und traf ins lange Eck zum 1:0. Was für ein Start!

Die Schultz-Elf blieb in der Folge am Drücker und ließ dem Drittliga-Meister kaum Luft zum Atmen. Folgerichtig fiel bereits nach einer Viertelstunde das 2:0 - und erneut war Eggestein der Torschütze. Nach einer schönen Seitenverlagerung durch Eric Smith hatte Rechtsverteidiger Manolis Saliakas viel Zeit zum Flanken. Seine Hereingabe fand im Strafraum genau den Kopf des Stürmers, der bereits sein drittes Saisontor erzielte.

Mit der frühen und deutlichen Führung im Rücken hatten die Kiezkicker das Spiel fest im Griff und ließen den FCM ein wenig mehr ins Spiel kommen.

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Während von den Magdeburgern weiterhin kaum Gefahr ausging, hätte Eggestein fast den zweiten Hattrick seiner Karriere erzielt, zuerst scheiterte er an der Latte (30.), anschließend war sein Schuh eine Nummer zu klein (33.).

Viel passierte anschließend nicht mehr und so ging es mit dem 2:0 aus St.-Pauli-Sicht in die Kabinen. Ein starker und absolut souveräner Auftritt bis dahin der Männer in braun-weiß.

FC St. Pauli hat nach Wiederanpfiff das Glück auf seiner Seite

Lukas Daschner setzt sich im Luftzweikampf gegen Silas Gnaka durch.
Lukas Daschner setzt sich im Luftzweikampf gegen Silas Gnaka durch.  © Christian Charisius/dpa

In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Schultz-Mannen mehrfach Glück, nicht den Anschlusstreffer kassiert zu haben. Erst setzte Amara Condé einen Hammer gegen die Latte, den Abpraller schoss Jason Ceka aus wenigen Metern über den Kasten (46.). Zwei Zeigerumdrehungen war es der eingewechselte Moritz-Broni Kwarteng, der nur den Pfosten traf. Was für ein Auftakt in die zweiten 45 Minuten!

Nach den zwei Aluminiumtreffern waren die Kiezkicker wieder wach und deutlich besser im Spiel. Kurz nach seiner Einwechslung hatte David Otto die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch der Stürmer verzog aus wenigen Metern deutlich (57.).

Bei drückender Hitze war beiden Teams mit fortlaufender Dauer die Anstrengung anzumerken. St. Pauli setzte vermehrt auf Umschaltmomente, der FCM ließ den Ball zwar gut laufen, allerdings ohne große Gefahr auszustrahlen.

Nach 76 Minuten war die Begegnung schließlich entschieden. Lukas Daschner bediente Hartel, der vor Magdeburg-Torwart Reimann cool blieb und locker zum 3:0 einschob.

Anschließend war die Luft raus. Die Schultz-Elf spielte locker ihren Stiefel runter und ließ in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen.

Durch den zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel kletterten die Kiezkicker bis auf den siebten Platz vor, die Gäste aus Sachsen-Anhalt fielen hingegen auf Rang 16 zurück.

Am kommenden Spieltag reist St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr) zum Erzfeind Hansa Rostock, die Magdeburger empfangen bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) Hannover 96.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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