FC St. Pauli mit Köpfchen! Kiezkicker schießen den FC Ingolstadt ab

Hamburg - Viertes Heimspiel, vierter Heimsieg! Der FC St. Pauli hat am Sonntag den FC Ingolstadt klar mit 4:1 (1:0) geschlagen und ist damit auf den dritten Platz geklettert.

St. Paulis Afeez Aremu (links) und Ingolstadts Christian Gebauer im Zweikampf.
St. Paulis Afeez Aremu (links) und Ingolstadts Christian Gebauer im Zweikampf.  © Christian Charisius/dpa

Vor 13.917 Zuschauern in der Festung Millerntor brachte Luca Zander die Hausherren in der 34. Minute per Kopf in Führung. Nach der Halbzeit schlug erst Maximilian Dittgen ebenfalls per Kopf, zu (50.), ehe Guido Burgstaller mit einem überlegten Schlenzer das 3:0 besorgte (61.).

Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Merlin Röhl (72.), sorgte Christopher Buchtmann nur eine Minute später für den 4:1-Endstand.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz machte seine Ankündigung wahr und wechselte im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Hannover 96 viermal.

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In der Abwehr machten Jannes Wieckhoff und James Lawrence Platz für Zander und Philipp Ziereis, der nach seiner Rot-Sperre zurückkehrte.

Zudem rückten Jackson Irvine, der sein Startelf-Debüt für die Kiezkicker gab, und Maximilian Dittgen für Finn Ole Becker und Simon Makienok in die Anfangsformation.

Ingolstadt-Coach Roberto Pätzold brachte drei neue Akteure aufs Feld. Patrick Schmidt, Andreas Poulsen und Tobias Schröck ersetzten Fatih Kaya, Nico Antonitsch und Dominik Franke.

Die Kiezkicker ließen von Beginn an den Ball in den Reihen laufen und erspielten sich in den ersten 20 Minuten zahlreiche Chancen. Doch Jakov Medic (9.) und Dittgen (19.) per Kopf sowie Daniel-Kofi Kyereh (21.) mit einem Schuss scheiterten an FCI-Keeper Fabijan Buntic.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz schickte diese Startelf von Beginn an aufs Feld

Der FC Ingolstadt startete mit dieser Formation die Partie

FC St. Pauli lässt vor der Pause das 2:0 liegen und schlägt dann eiskalt zu

Luca Zander (links) stieg bei einer Ecke zum Kopfball hoch und erzielte die 1:0-Führung für den FC St. Pauli.
Luca Zander (links) stieg bei einer Ecke zum Kopfball hoch und erzielte die 1:0-Führung für den FC St. Pauli.  © Christian Charisius/dpa

Die Schanzer ihrerseits versuchten sich nicht völlig zu verstecken, blieben in der Offensive aber weitestgehend harmlos.

Lange Zeit geschah in der Folge recht wenig vor den beiden Toren. St. Pauli machte sich das Leben mit kleinen Ungenauigkeiten immer wieder schwer.

Die Erleichterung folgte schließlich in der 34. Minute. Nach einer Ecke von Leart Paqarada köpfte Zander unhaltbar zur 1:0-Führung der Kiezkicker ein. Erst sein dritter Treffer im fünften Jahr am Millerntor.

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Fast hätte die Freude aber nur kurz gewirkt. Auf der Gegenseite tauchte Dennis Eckert Ayensa frei vor FCSP-Torwart Nikola Vasilj auf, doch der Angreifer verzog.

St. Pauli ließ bis zur Pause den Ball clever den Ball laufen, verpasste aber das 2:0. Erst köpfte Kyereh Mispieler Irvine an (42.), kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterte Dittgen völlig freistehend an Ingolstadt-Fänger Buntic.

Den zweiten Treffer holte die Schultz-Elf allerdings kurz nach dem Wiederanpfiff nach. Nach einer Flanke von Paqarada köpfte Dittgen ungedrängt ein (50.) und belohnte sich bis dahin für einen couragierten Auftritt. Es war sein erster Treffer im braun-weißen Trikot per Kopf!

St. Pauli zerstört Ingolstadts Hoffnung nach wenigen Minuten

Daniel-Kofi Kyereh (links) und Leart Paqarada (rechts) rahmen Torschütze Maximilian Dittgen nach seinem Treffer zum 3:0 ein.
Daniel-Kofi Kyereh (links) und Leart Paqarada (rechts) rahmen Torschütze Maximilian Dittgen nach seinem Treffer zum 3:0 ein.  © Christian Charisius/dpa

Ein optimaler Start in die zweiten 45 Minuten für den FC St. Pauli, der damit die Weichen zum vierten Heimsieg dieser Saison stellte.

Und es wurde noch besser! Nach einer knappen Stunde erhöhte Burgstaller auf 3:0. Nach Kopfball-Vorlage von Kyereh tauchte der Österreicher frei am Elfmeterpunkt auf und behielt die Nerven. Damit war das Spiel endgültig entschieden.

Nach zahlreichen Wechseln auf beiden Seiten verflachte die Partie. Wie aus dem Nichts fiel plötzlich in der 72. Minute das 3:1. Einen Schuss von Merlin Röhl fälschte Kapitän Ziereis unhaltbar für seinen Keeper ab.

Kam jetzt noch einmal Spannung auf? Die Antwort hieß: nein!

St. Pauli schlug umgehend zurück. Die eingewechselten Rico Benatelli und Christopher Buchtmann kombinierten sich ohne Gegenwehr an den Strafraum, von wo aus Letzter überlegt zum 4:1 von der Strafraumgrenze einschob. Das war es jetzt aber!

Ingolstadt gab sich allerdings nicht auf und hatte noch Chancen auf Treffer Nummer zwei, doch letztlich fehlte die Konsequenz und vielleicht auch die Qualität.

Die Kiezkicker fuhren somit ungefährdet im vierten Heimspiel den vierten Heimsieg ein und kletterten auf den Relegationsrang drei. Die Gäste hingegen verharren auf dem vorletzten Platz.

Am kommenden Spieltag sind beide Mannschaften am Samstag gefordert. St. Pauli reist zum Karlsruher SC, Ingolstadt empfängt Fortuna Düsseldorf.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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