FC St. Pauli elf Spiele sieglos! "Punkt wäre nicht verdient gewesen"

Hamburg - Neues Jahr, alte Probleme: Bei der 1:2-Niederlage (0:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth zeigte der FC St. Pauli vor allem in der ersten Halbzeit eine erschreckend schwache Leistung und blieb das elfte Spiel in Folge sieglos!

Enttäuschung bei den FC St. Pauli-Spielern (vorne) nach der 1:2-Niederlage gegen Greuther Fürth.
Enttäuschung bei den FC St. Pauli-Spielern (vorne) nach der 1:2-Niederlage gegen Greuther Fürth.  © Timm Schamberger/dpa

Julian Green traf in der 24. Minute vom Punkt zum 0:1 für die Fürther. Vorausgegangen war eine unglückliche Aktion von Marvin Knoll (30), der das Leder aus nächster Nähe an die Hand bekam.

"Ich will mich dazwischen schmeißen und drehe mich noch weg, um meine Arme nicht noch zu verlängern. Ich bekomme den Ball erst gegen die Brust und dann an den Arm. Es war keine Absicht, laut Regel muss man den aber geben", so der Unglücksrabe.

Nur drei Minuten später wurde dann Svend Brodersen (23) zum Pechvogel. Eine Bogenlampe von der rechten Seite wollte der 23-jährige Keeper fangen, ließ die Kugel jedoch durch die Hände rutschen. Fürths Havard Nielsen bedankte sich und erhöhte aus spitzem Winkel auf 0:2 (27.).

Eine Szene, die zur gesamten Saison der Kiezkicker passte. Während die Hamburger offensiv so gut wie gar nichts auf die Reihe bekamen, verteilte man defensiv wieder einmal Geschenke, die konsequent bestraft wurden.

Zwar verkürzte der erst 19-jährige Leon Flach in der 82. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss noch auf 1:2, an der verdienten Niederlage sollte sich jedoch nichts mehr ändern.

Jetzt steht für den FC St. Pauli das Kellerduell bei den Würzburger Kickers an

Ein enttäuschter Marvin Knoll vom FC St. Pauli verlässt nach der Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth den Rasen.
Ein enttäuschter Marvin Knoll vom FC St. Pauli verlässt nach der Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth den Rasen.  © Timm Schamberger/dpa

"Durch den tollen Schuss von Leon haben wir zwar noch die Möglichkeit, an einem Punkt zu schnuppern, da muss man aber ehrlich sein, der wäre heute nicht verdient gewesen", wusste auch Coach Timo Schultz (43).

Besonders der Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit missfiel dem 43-Jährigen.

"Wir haben überhaupt nicht zu unserer Leistung gefunden. Nach den beiden schnell aufeinanderfolgenden Gegentoren, von denen wir uns bis zur Pause nicht wirklich erholt haben, haben wir zu wenig Zugriff auf das Spiel und keinen Druck auf den Ball bekommen", so Schultz.

Im zweiten Abschnitt war der Tabellenvorletzte zwar etwas engagierter, wirklich gefährlich wurde der FCSP abgesehen von Flachs Tor aber nicht. "Dass wir vorne einfach mehr Chancen entwickeln müssen, ist klar", konstatierte auch Maximilian Dittgen (25).

So steht der Kultklub vor dem überlebenswichtigen Kellerduell bei Schlusslicht Würzburger Kickers am Mittwoch (18.30 Uhr) noch mehr unter Druck. Ein Sieg ist Pflicht!

"Wir wollen endlich den Bock umstoßen und drei Punkte holen. Ich vertraue darauf, dass wir da unten wieder rauskommen werden", so Knoll und auch Trainer Schultz blickte schon auf das Spiel am Mittwoch: "Wir entwickeln jetzt einen Plan für das Spiel in Würzburg. Da geht es wieder von vorne los".

Titelfoto: Timm Schamberger/dpa

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