FC St. Pauli: Remis, Klassenerhalt und trotzdem das Ende von Trainer Jos Luhukay?

Hamburg - Das 1:1 (1:1)-Remis gegen den SSV Jahn Regensburg am 33. Spieltag der 2. Bundesliga hat für den FC St. Pauli erfreuliche Folgen, der Klassenerhalt ist gesichert. Wie es für Trainer Jos Luhukay (57) weitergeht, ist allerdings offen.

Wie es mit Trainer Jos Luhukay (57) weitergeht, ist offiziell noch offen.
Wie es mit Trainer Jos Luhukay (57) weitergeht, ist offiziell noch offen.  © Swen Pförtner/dpa

Denn trotz des vorzeitigen Haltens der Klasse dürften die Tage des Übungsleiters laut "kicker" gezählt sein - und dies, obwohl der 57-Jährige eigentlich noch einen Vertrag bis Sommer 2021 hat, dessen Grundlage das gemeinsame Beschreiten neuer Wege in die Zukunft der Kiezkicker war.

Luhukay habe sich durch seine Art, so manches Problem innerhalb des Vereins anzugehen, in eine Sackgasse manövriert, sei laut "kicker" immer wieder über das eigentliche Ziel hinausgeschossen. 

Als Belege für die angeblich unüberbrückbaren Differenzen nennt das Blatt den öffentlichen Disput mit Stürmer Henk Veerman (29) oder die deutlichen Worte nach der klaren Pleite gegen Hannover 96.

Auch den Medien rechnete Luhukay, der mit dem Verein eigentlich in die Bundesliga wollte, in diesem Zusammenhang eine erhebliche Rolle zu. Stets werde auf den Trainer eingeschlagen, während die Spieler verschont beziehungsweise von den Pressevertretern gar geschützt werden würden.

Es waren Worte, die bei den Verantwortlichen wohl auf wenig Gegenliebe gestoßen sein dürften. Weshalb intern trotz des erreichten Klassenerhalts eine weitere Zusammenarbeit mit Luhukay nach der Saison nicht mehr denkbar erscheinen soll. 

Für den Umbau, die so wichtige Neustrukturierung, welche der Klub nach der aktuellen Spielzeit durchlaufen muss, soll zur kommenden Spielzeit dann ein anderer starker Mann an der Seitenlinie stehen. Selbst die versöhnlichen Worte und der indirekte Hinweis, dass das Team ihm viel Freude bereitet und somit auf gewisse Weise für ihn gespielt hätte, nach dem bedeutungsvollen Remis gegen Regensburg sollen an diesem Umstand letztlich nichts mehr ändern können.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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