Abstiegsplatz! Ernüchterung beim FC St. Pauli nach Niederlage gegen den KSC

Hamburg - Das war nix! Der FC St. Pauli blieb im Heimspiel gegen den Karlsruher SC nahezu chancenlos und verlor nach einer erschreckend schwachen Leistung deutlich mit 0:3 (0:1). 

Die Spieler des FC St. Pauli waren nach der Niederlage gegen den Karlsruher SC enttäuscht.
Die Spieler des FC St. Pauli waren nach der Niederlage gegen den Karlsruher SC enttäuscht.  © Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Durch die deftige Niederlage sind die Kiezkicker in der Tabelle nun auf den 17. Tabellenplatz abgerutscht. Nach sieben Spielen stehen die Hamburger jetzt bei nur einem Sieg, vier Remis und zwei Niederlagen. 

Dementsprechend dürftig fiel auch das Urteil von Coach Timo Schultz (43) aus. "Die Jungs haben viel investiert, aber wenn es knackig wird und es darum geht, Tore zu erzielen und zu verhindern, sind wir nicht präsent und unterstützen uns nicht gut", so der 43-Jährige. 

Tatsächlich machten es die Hausherren den Badenern bei den drei Gegentoren viel zu einfach und hatten über weite Strecken der Partie der Aggressivität der Gäste wenig entgegenzusetzen. "Uns hat heute einfach die Überzeugung gefehlt, sowohl mit dem Ball als auch gegen ihn. Wir waren nicht aggressiv und kämpferisch genug, das war einfach zu wenig", befand auch Abwehrspieler Daniel Buballa (30). 

Während sich die Braun-Weißen in den letzten Spielen noch dadurch auszeichneten, nach Rückstand wieder zurückzukommen, blieb das nach dem frühen 0:1 durch Marco Thiede (4.) diesmal aus. 

"Das kannst du nicht jedes Mal abschütteln und jedes Wochenende aufholen. Es darf uns einfach nicht passieren, dass wir wieder ein frühes Gegentor bekommen", kritisierte Torwart Robin Himmelmann (31) nach der Partie.

FC St. Pauli gehört zu den defensivschwächsten Teams der 2. Liga

Die Spieler des FC St. Pauli hatten mit der aggressiven Zweikampfführung des Karlsruher SC ihre Probleme.
Die Spieler des FC St. Pauli hatten mit der aggressiven Zweikampfführung des Karlsruher SC ihre Probleme.  © Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Auch im zweiten Abschnitt dauerte es nur fünf Minuten, bis der KSC durch Jerome Gondorf seine Führung ausbauen konnte (50.). Sinnbildlich für das Spiel der Hamburger waren es quasi zwei FCSP-Spieler, die den Treffer erst ermöglichten: Simon Makienok köpfte beim Klärungsversuch Rodrigo Zalazar an, von dem die Kugel direkt vor Gondorfs Füße fiel.

Gerade als die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit dann etwas gefährlicher wurden, sorgte Philipp Hofmann mit dem 0:3 für die Entscheidung (76.). Auch er blieb bei seinem Kopfball gänzlich ungedeckt und konnte problemlos einnicken.

Damit steht das Team von Trainer Schultz jetzt bei 14 Gegentoren nach sieben Spielen. Das ist schlichtweg zu viel und nach den Würzburger Kickers und dem SV Darmstadt 98 der drittschwächste Wert der 2. Bundesliga.

"Im Fußball zählen nun mal geschossene und kassierte Tore. In beiden Hauptdisziplinen war uns der KSC heute haushoch überlegen. Dann verlierst du 0:3, so ist Fußball", analysierte Schultz.

Die nächste Chance es besser zu machen, hat der Kultklub erst nach der Länderspielpause am 21. November, wenn es auswärts gegen den SC Paderborn geht.

Titelfoto: Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

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