FC St. Pauli schießt Aufstiegskandidat Holstein Kiel nach starker Leistung ab!

Hamburg - Was für eine starke Leistung! Der FC St. Pauli ist mit einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen Aufstiegskandidat Holstein Kiel in die Saison gestartet. Die Tore vor 8900 Zuschauern am Millerntor erzielten Leart Paqarada, Daniel-Kofi Kyereh und Guido Burgstaller.

Nach dem Tor von Leart Paqarada (26, Mitte) jubelt der FC St. Pauli über die Führung.
Nach dem Tor von Leart Paqarada (26, Mitte) jubelt der FC St. Pauli über die Führung.  © Axel Heimken/dpa

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) ließ zwei Neuzugänge starten. Im Tor begann Nikola Vasilj (25), in der Abwehr Jakov Medic (22). Zudem starteten Eric Smith (24) auf der Sechs und Simon Makienok (30) im Sturm.

Kiel-Coach Ole Werner baute auf drei neue Akteure. Patrick Erras, Steven Skrzybski und Ex-HSV-Talent Fiete Arp gaben ihr Störche-Debüt.

Die Kiezkicker starteten gut in die Partie, zeigten schön anzusehenden Kombinationsfußball und gingen folgerichtig schon nach elf Minuten in Führung.

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Paqarada kam nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte ans Leder, marschierte ohne Gegenwehr der Kieler los und hämmerte den die Kugel aus 25 Metern in den Winkel. Ein absolutes Traumtor!

Für die Kieler war das Gegentor ein kleiner Weckruf. Von den Gästen war bis zu diesem Zeitpunkt nämlich wenig zu sehen. In der Folge entwickelte sich das erwartbare Spiel. Die Störche gewannen die Kontrolle über die Begegnung, ohne aber offensiv wirklich gefährlich zu werden.

Mit dieser Formation begann der FC St. Pauli das Spiel gegen Holstein Kiel

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FC St. Pauli hält dagegen und macht den Deckel drauf

St. Paulis Angreifer Guido Burgstaller (32) schießt am Tor vorbei.
St. Paulis Angreifer Guido Burgstaller (32) schießt am Tor vorbei.  © Axel Heimken/dpa

Torgefahr strahlte bis zur Pause lediglich die Heimelf aus. Nach einem Konter ließ Guido Burgstaller Kiels Kapitän Hauke Wahl im Eins-gegen-Eins stehen, visierte das lange Eck aber einen Tick zu weit an (42. Minute).

Mit "St. Pauli, St. Pauli"-Sprechchören verabschiedeten die knapp 9000 Fans ihre Mannschaft in die Halbzeit. Die Schultz-Elf zeigte bis dahin eine starke Leistung, allen voran Neuzugang Medic räumte defensiv alles ab.

Die Gäste aus Kiel enttäuschten ein wenig. Die Offensive zeigte sich uninspiriert, viel zu oft wurde der lange Ball gewählt.

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Die zweite Halbzeit begann für die Kiezkicker mit einem Schock. Nach nur drei Minuten musste Smith verletzungsbedingt runter. Für ihm kam Afeez Aremu (21).

Die Begegnung wurde nun giftiger. Die Kieler gingen aggressiver zu Werke, St. Pauli hielt aber gut dagegen und belohnt sich nach 62 Minuten für die couragierte Leistung.

Finn Ole Becker brachte eine Mischung aus Schuss und Flanke in die Mitte, die Daniel-Kofi Kyereh am zweiten Pfosten über die Linie drückte - 2:0 für die Schultz-Elf, die mit dem Treffer das Millerntor in Ekstase versetzte.

Fans sorgen am Millerntor für Gänsehaut-Stimmung

St.-Pauli-Kapitän Philipp Ziereis (28) peitscht seine Männer weiter an.
St.-Pauli-Kapitän Philipp Ziereis (28) peitscht seine Männer weiter an.  © Axel Heimken/dpa

Holstein-Trainer Werner wechselte direkt im Anschluss offensiv durch, doch so ein wenig fehlte den Störchen im Angriff die Durchschlagskraft gegen die Kiezkicker-Abwehr.

St. Pauli selbst verpasste in der Folge die Vorentscheidung. Entweder war der letzte Pass zu ungenau oder ein Kieler Spieler bekam noch ein Bein dazwischen.

In der Schlussphase konzentrierten sich die Schultz-Mannen auf die Defensive, sorgten aber noch für Highlights. Kyereh legte sich nach einer Dittgen-Flanke senkrecht in die Luft und schoss den Ball per Seitfallzieher ins Tor (85.). Doch VAR-Schiedsrichter Günter Perl entschied nach Betrachtung der Bilder auf Abseits. Schade, es wäre das zweite Traumtor an diesem Tag gewesen.

Jubeln durften die Fans trotzdem noch einmal. Nach einer Kopfballverlängerung von Maximilian Dittgen blieb Burgstaller vor Gäste-Keeper Ioannis Gelios cool und schob zum Endstand ein. Die Fans skandierten "Die Nummer eins der Stadt sind wir!" Herrlich, was für eine Stimmung.

Und damit war schließlich auch Schluss. St. Pauli siegte nach souveräner Leistung gegen erstaunlich uninspirierte Kieler.

Für beide Mannschaften geht es in genau einer Woche weiter. Die Kiezkicker reisen zum FC Erzgebirge Aue, Kiel empfängt den FC Schalke 04.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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