"Darf uns nicht passieren!": Wut und Frust beim FC St. Pauli nach Niederlage in Paderborn

Hamburg - Die Luft wird dünner für den FC St. Pauli: Durch die 0:2-Niederlage beim SC Paderborn stehen die Kiezkicker nun bei sechs sieglosen Spielen in Folge und hängen weiter im Tabellenkeller der 2. Bundesliga fest.

FC St. Pauli-Kapitän Christopher Avevor war mit seinem Ballverlust entscheidend am Gegentreffer zum 0:2 für den SC Paderborn beteiligt.
FC St. Pauli-Kapitän Christopher Avevor war mit seinem Ballverlust entscheidend am Gegentreffer zum 0:2 für den SC Paderborn beteiligt.  © David Inderlied/dpa

Dabei machte die Mannschaft von Coach Timo Schultz (43) zumindest in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel. "Wir haben uns einige Chancen erspielt und wenig zugelassen und so wäre es nicht unverdient gewesen, wenn wir in Führung gehen", urteilte Schultz nach Spielende.

Die beste Chance zur Führung ließ Rodrigo Zalazar (21) jedoch ungenutzt, als er in der 21. Minute vom Punkt an SCP-Keeper Leopold Zingerle (26) scheiterte. "Wenn man gewinnen will, muss man auch mal in Führung gehen. Dazu gehört dann eben auch, einen Elfmeter zu verwandeln", so Schultz.

Endgültig zum Pechvogel des Spiels wurde Zalazar dann, als er kurz vor Ende der ersten Hälfte Paderborns Svante Ingelsson (22) im eigenen Strafraum zu Fall brachte und Dennis Srbeny (26) den fälligen Elfmeter im Nachschuss verwandelte (39.). "Wir sind in einer 2-gegen-1-Situation und müssen da nicht so runtergehen", kritisierte Schultz Zalazars Zweikampfverhalten.

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So gingen die Hamburger statt mit einer Führung mit einem Rückstand in die Pause, aus der sie nicht gut zurückkamen.

Kurz nach Wiederbeginn verlor Kapitän Christopher Avevor (28) nämlich beim Spielaufbau das Leder an der rechten Strafraumgrenze und der Ball kam zu Chris Führich (22), der per Flachschuss zum 0:2 traf (56.).

FC St. Pauli-Trainer Timo Schultz war mächtig sauer auf seine Spieler

Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, war nach dem Spiel gegen den SC Paderborn mächtig sauer auf seine Mannschaft.
Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, war nach dem Spiel gegen den SC Paderborn mächtig sauer auf seine Mannschaft.  © David Inderlied/dpa

Anschließend hatten die Gäste bei zwei Pfostentreffern der Hausherren sogar Glück, dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel.

Kurzzeitig keimte zwar noch einmal Hoffnung auf, als der eingewechselte Boris Tashchy (27) den vermeintlichen Anschlusstreffer markierte, doch Assistgeber Lukas Daschner (22) hatte zuvor im Abseits gestanden (82.).

"Wir sind alle sehr enttäuscht, weil wir wissen, dass heute mehr drin war. Es ist frustrierend, wieder ohne Punkte nach Hause zu fahren", so ein unzufriedener Avevor.

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Trainer Schultz war sogar richtig sauer über die unnötige Niederlage: "Ich bin zum ersten Mal sauer darüber, dass wir uns überhaupt nicht für das belohnen, was wir in der ersten Halbzeit auf den Platz gebracht haben. Da waren wir klar die bessere Mannschaft und geraten komplett durch eigenes Verschulden in Rückstand", so der sichtlich angefressene 43-Jährige.

"Wenn wir auf Zweitliganiveau Spiele gewinnen wollen, darf uns das einfach nicht passieren", ergänzte er.

Die nächste Chance auf Wiedergutmachung haben die Kiezkicker am 27. November, wenn es Zuhause gegen den gut gestarteten VfL Osnabrück geht (18.30 Uhr).

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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