FC St. Pauli: Vier Neuzugänge schlagen voll ein, der Rest braucht noch Zeit

Hamburg - Da passt vieles! Der FC St. Pauli hat nach der starken Rückrunde der vergangenen Saison seinen Kader zur aktuellen Spielzeit verstärkt. Dabei bewies Sport-Chef Andreas Bornemann (49) ein glückliches Händchen, wie eine TAG24-Analyse zeigt.

Diese Neuverpflichtungen sind beim FC St. Pauli bereits eine feste Größe

Jakov Medic (22, links) und Nikola Vasilj (25) überzeugten in ihren ersten Spielen für den FC St. Pauli
Jakov Medic (22, links) und Nikola Vasilj (25) überzeugten in ihren ersten Spielen für den FC St. Pauli  © Axel Heimken/dpa

Nikola Vasilj

Der Bosnier wurde als neue Nummer eins verpflichtet und die, auch wenn er sie nicht auf dem Rücken trägt, ist er zu Recht, wie er in den ersten Spielen zeigte. Der 25-Jährige, der bereits über Europa-League-Erfahrung verfügt, besticht durch Ruhe, klasse Paraden und ein gutes Aufbauspiel.

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Zusammen mit den Vorderleuten hielt er seinen Kasten dreimal sauber und könnte den Platz für die nächsten Jahre im Tor sicher haben.

Jakov Medic

Der junge Kroate ist eine wahre Maschine. Der 22-Jährige besticht mit Körpereinsatz und ist trotz seines Alters bereits sehr abgeklärt. Hat auf Anhieb erfahrene Spieler wie James Lawrence (28) hinter sich gelassen und verblüffte in den ersten Saisonspielen mit konstant guten Leistungen.

Er überzeugt auf dem Rasen in der Luft, im direkten Duell und mit Ball am Fuß. Entwickelt er sich so rasant weiter, wird er nicht lange am Millerntor bleiben.

Marcel Hartel (25) wechselte erst im Laufe der ersten Spiele ans Millerntor, zeigte aber direkt starke Leistungen.
Marcel Hartel (25) wechselte erst im Laufe der ersten Spiele ans Millerntor, zeigte aber direkt starke Leistungen.  © David Inderlied/dpa

Eric Smith

Der 24-Jährige wurde nach seiner halbjährigen Leihe fest vom KRC Genk verpflichtet. Warum, wurde schnell deutlich. Stand der Schwede auf dem Platz, haben die Kiezkicker, bis auf die 1:3-Niederlage beim SC Paderborn, nie verloren.

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Mit seinen 1,92 Meter sorgt Smith im Zentrum nicht nur für Präsenz, er ordnet auch das Spiel von hinten heraus und hat sich, wenn er fit ist, zu einer unverzichtbaren Größe am Millerntor entwickelt.

Marcel Hartel

und Smith sind so etwas wie die Königstransfers der Kiezkicker. Der 25-Jährige kam von Erstligist Arminia Bielefeld und stand drei Tage später bereits im Derby in der Startelf. Hartel ist der Typ "Straßenfußballer", der eine gewisse Lockerheit auf dem Platz versprüht.

In den ersten Spielen deutete er bereits sein Potenzial an. Laufstark, ballsicher und ein feiner Techniker mit dem Auge für den Mitspieler.

Diese Spieler brauchen noch ein bisschen Zeit

Jackson Irvine (28, links) und Etienne Amenyido (23) brauchen noch etwas Zeit.
Jackson Irvine (28, links) und Etienne Amenyido (23) brauchen noch etwas Zeit.  © Fotomontage: FC St. Pauli

Jackson Irvine

Der australische Nationalspieler kam in keiner guten Verfassung zu den Kiezkickern. Brauchte lange Zeit, um endlich mit der Mannschaft trainieren zu können.

Gegen Spitzenreiter Jahn Regensburg gab der 28-Jährige endlich sein Debüt. Zeigte im Training bereits, warum ihn die Verantwortlichen geholt haben.

Etienne Amenyido

Der 23-Jährige verletzte sich gleich im ersten Testspiel gegen Hannover 96. Sollte eigentlich die Offensive beleben, braucht aber noch etwas Zeit.

Lars Ritzka

Zwischen ihm und dem gesetzten Leart Paqarada besteht der größte Leistungsunterschied im Kader auf einer Position.

Der 23-Jährige muss sich noch an die zweite Liga und das Niveau, auch im Training, gewöhnen.

Sören Ahlers und Marcel Beifus

Der 23-jährige Torwart und der 18 Jahre alte Abwehrspieler kamen auf den letzten Drücker zum FC St. Pauli. Sie sind vor allem für die Kaderbreite gekommen und werden auf Anhieb keine sofortige Verstärkung darstellen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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