FC St. Pauli gibt bei Generalprobe gegen Hertha BSC zweimalige Führung aus der Hand

Hamburg - Noch war nicht alles Gold, was glänzt! Der FC St. Pauli ist im letzten Testspiel vor dem Saisonstart gegen Bundesligist Hertha BSC Berlin nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus gekommen. Dabei gaben die Kiezkicker eine zweimalige Führung aus der Hand.

Herthas Suat Serdar behauptet gegen St. Paulis Luca Zander den Ball.
Herthas Suat Serdar behauptet gegen St. Paulis Luca Zander den Ball.  © IMAGO / Matthias Koch

Die Tore vor 2500 Fans am Millerntor erzielten für die Hausherren Daniel-Kofi Kyereh und Simon Makienok, für die Gäste aus Berlin trafen Niklas Stark und Serdar Dursun.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (43) schickte folgende Startelf in die Generalprobe: Smarsch - Paqarada, Ziereis, Medic, Zander - Smith, Becker, Benatelli - Kyereh - Burgstaller, Makienok.

Pal Dardai, Coach der Berliner, vertraute auf dieses Team: Schwolow - Plattenhardt, M. Dardai, Stark, Klünter - Ascaibar - Mittelstädt, Zeefuik, Serdar, Dilorosun - Selke.

Fußball-Spruch des Jahres: Das sagt St.-Pauli-Coach Schultz zu seiner Nominierung
FC St. Pauli Fußball-Spruch des Jahres: Das sagt St.-Pauli-Coach Schultz zu seiner Nominierung

Beide Mannschaften waren zu Beginn der Partie auf Spielkontrolle aus, leisteten sich aber im Spielaufbau immer wieder Fehler. Zudem standen beide Defensivreihen gut.

Das Beste war zu diesem Zeitpunkt die Stimmung der Fans. Immer wieder waren "St. Pauli"-Sprechchöre zu hören.

In der 21. Minute brauste plötzlich Jubel am Millerntor auf. Nach einer gelungenen Aktion holte Burgstaller erst eine Ecke heraus. Diese, von Paqarada getreten, landete auf dem Kopf von Innenverteidiger Medic, dessen Kopfball Kyereh am zweiten Pfosten über die Linie drückte. Doch die Freude währte nur kurz. Der Angreifer stand im Abseits.

Die Kiezkicker waren fortan die bessere Mannschaft. Doch weder Zander (29. Minute) und Makienok (30.) noch Becker (34.) konnten Hertha-Keeper Schwolow in Gefahr bringen.

Von den Berlinern kam außer einem Schuss von Neuzugang Serdar (14.) offensiv nichts.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Erst scheiterte Burgstaller (41.) freistehend vor Schwolow, anschließend gaben Dilrosun (42.) und Selke (43.) erste Warnschüsse ab.

Die Startelf schickte St.-Pauli-Trainer Timo Schultz in die Generalprobe gegen Hertha BSC Berlin

So begann Hertha BSC Berlin das Testspiel gegen den FC St. Pauli

Letzte Minuten vor der Pause entschädigen für müde Anfangsphase

Simon Makienok schiebt den Ball zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung ein.
Simon Makienok schiebt den Ball zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung ein.  © IMAGO / Matthias Koch

In der 44. Minute fiel plötzlich die Führung. Burgstaller setzte Kyereh in Szene, der nicht lange fackelte und den Ball in die lange Ecke hämmerte. Doch fast im Gegenzug schlug Hertha zurück. Stark nickte eine Zeefuik-Flanke freistehend ein.

Doch das war noch nicht alles. In der Nachspielzeit traf Makienok nach Paqarada-Freistoß zur erneuten St.-Pauli-Führung.

So langweilig die erste Hälfte begann, so spektakulär waren die letzten Minuten.

FCSP-Präsident Oke Göttlich fordert Impf-Empfehlung durch die DFL!
FC St. Pauli FCSP-Präsident Oke Göttlich fordert Impf-Empfehlung durch die DFL!

Während Hertha-Trainer Dardai zur zweiten Halbzeit nur im Tor wechselte und Körber für Schwolow brachte, tauschte Kiez-Trainer Schultz doppelt. Für Torschütze Makienok und Becker kamen Buchtmann und Dittgen.

Nach der Pause dauerte es nicht lange bis das nächste Tor fiel. Serdar (48.) drosch den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte.

In der Folge flachte die Partie ab, auf beiden Seiten schwanden merkbar die Kräfte. Torchancen waren Mangelware. Beide Trainer tauschten nach und nach ihr Personal munter durch, wodurch der Spielfluss noch mehr abnahm.

Kurz vor dem Ende kam es noch zu einer Schrecksekunde für die Kiezkicker. Medic verlor als letzter Mann die Kugel an Werthmüller, doch der Nachwuchsspieler scheiterte völlig frei vor St.-Pauli-Keeper Smarsch.

Für die Kiezkicker war es lange Zeit ein gelungener Test vor dem ersten Pflichtspiel am 25. Juli (13.30 Uhr) gegen Holstein Kiel. Für Hertha hingegen geht es ab dem 25. Juli ins Trainingslager nach Österreich.

Titelfoto: IMAGO / Matthias Koch

Mehr zum Thema FC St. Pauli: