FC St. Pauli will das "Team der Stunde" stoppen: Wer spielt rechts hinten?

Hamburg - Das Team der Stunde kommt! Am Sonntag (13.30 Uhr) trifft der FC St. Pauli am heimischen Millerntor auf Überraschungs-Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg.

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (44) plagen vor dem Spiel gegen Tabellenführer SSV Jahn Regensburg kleine Personalsorgen.
St.-Pauli-Trainer Timo Schultz (44) plagen vor dem Spiel gegen Tabellenführer SSV Jahn Regensburg kleine Personalsorgen.  © Christian Charisius/dpa

Trainer Timo Schultz (44) muss dabei personelle Veränderungen an seiner Mannschaft vornehmen. In der Innenverteidigung fehlt Kapitän Philipp Ziereis (28) nach seiner Roten Karte aus dem Spiel beim SC Paderborn.

"Es liegt auf der Hand mit James Lawrence (29)", stellte er auf die Frage nach der Alternative klar. Auch wenn der Waliser noch nicht bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit sei, könne er dies mit seiner "Erfahrung und auch der Art und Weise zu spielen" auffangen, war sich Schultz sicher.

Offen ist hingegen noch, wer rechts hinten in der Viererkette verteidigen wird. Luca Zander (26) fehlt weiterhin. "Genau diese Frage muss ich in den nächsten zwei Tagen klären", gab der 44-Jährige offen zu.

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Nach ihren Verletzungen seien sowohl Sebastian Ohlsson (28) als auch Jannes Wieckhoff (21) eigentlich noch nicht wieder fit. "Es wäre sicherlich der normale Weg ihnen Zeit zu geben", erklärte der FCSP-Trainer. Denn beiden fehle die Spielpraxis und Wettkampfhärte.

Alternativ könnte wie schon gegen den SC Paderborn Adam Dzwigala (25) rechts hinten spielen, aber auch Christian Viet (22) steht bereit.

FC St. Pauli will die Serie des SSV Jahn Regensburg brechen

St. Paulis Innenverteidiger James Lawrence (28, r.), hier in der vergangenen Saison gegen den Karlsruher SC im Einsatz, rückt gegen Regensburg in die Startelf
St. Paulis Innenverteidiger James Lawrence (28, r.), hier in der vergangenen Saison gegen den Karlsruher SC im Einsatz, rückt gegen Regensburg in die Startelf  © Uli Deck/dpa

"Vielleicht müssen wir auch einkalkulieren, dass es nicht über 90 Minuten reicht", sagte Schultz. Dabei sei die Rechtsverteidigerposition, die Position im Kader, die eigentlich am besten besetzt sei. Doch schon seit ein paar Wochen haben die Kiezkicker dort einen personellen Engpass.

So ganz gelegen kommt der Spitzenreiter aus Regensburg daher wohl nicht. "Es reicht ein Blick auf die Tabelle. Sie sind sehr, sehr gut in die Saison gestartet", so Schultz. Mit vier "überzeugenden" Siegen aus vier Spielen ist der Jahn die einzige Mannschaft in der zweiten Liga, die noch verlustpunktfrei ist.

"Das ist eine eingespielte, homogene, lauf- und zweikampfstarke Mannschaft", beschrieb Schultz den Gegner vom Sonntag. "Wir wissen, dass es ein intensives Spiel wird." Dazu wird sich wohl das "beste Hamburger Schmuddelwetter", wie der 44-Jährige es nannte, gesellen.

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Auch wenn der Gegner mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ans Millerntor reisen wird, will der Trainer nicht von seiner Spielidee abrücken. "Wir haben eine gute Mannschaft", stellte er klar. "Wir müssen mutig sein und mit Vertrauen nach vorne spielen." Dennoch müsse seine Mannschaft bei Ballverlusten "höllisch aufpassen".

Schaffen es die Kiezkicker, an die Leistungen der ersten beiden Heimspiele der Saison anzuknüpfen, könnten sie die Mannschaft sein, die die Serie des Jahn unterbricht.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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