FC St. Pauli will gegen Dynamo "Pokalfluch" beenden: "Alles-oder-nichts-Spiel"

Hamburg - Alles oder nichts! Am Mittwochabend (18.30 Uhr) gastiert der FC St. Pauli in der 2. Runde des DFB-Pokals beim Liga-Rivalen Dynamo Dresden.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) will gegen Dynamo Dresden den "Pokalfluch" des Kiezklubs beenden und in die 3. Runde einziehen.
St.-Pauli-Coach Timo Schultz (44) will gegen Dynamo Dresden den "Pokalfluch" des Kiezklubs beenden und in die 3. Runde einziehen.  © Christian Charisius/dpa

Für die Kiezkicker ist es "fast schon eine historische Chance", in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs einzuziehen, wie Coach Timo Schultz (44) am Dienstag auf der Pressekonferenz erläuterte.

Immerhin ist es mittlerweile 16 Jahre her, dass der aktuelle Zweitliga-Primus über die 2. Runde hinauskam. In der Saison 2005/06 ging es sogar bis ins Halbfinale, das allerdings mit 0:3 gegen den FC Bayern München verloren wurde.

Dieser "Pokalfluch" sei allerdings kein wirkliches Thema beim Kiezklub, im Fokus stehe ausschließlich das Spiel selbst und das, was auf dem Platz passiere, verdeutlichte Schultz.

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"Der Pokal ist ein ganz besonderer Wettbewerb. Das ist für uns als Mannschaft eine Riesenchance, sportliche Erfolge zu feiern", unterstrich der 44-Jährige und ergänzte: "Da wird keiner der Jungs geschont oder irgendwo taktiert."

Der finanzielle Aspekt, den ein Weiterkommen mit sich bringen würde, stehe für den Ex-Profi auch in Corona-Zeiten nicht im Vordergrund. "Klar ist das ein toller Nebeneffekt, aber das ist überhaupt nicht meine Denkweise", machte der Coach klar.

Lässt Coach Timo Schultz Ex-Dynamo Simon Makienok von Anfang an ran?

Ob Ex-Dynamo Simon Makienok (30, r.) gegen Dresden eine Chance von Anfang an bekommt, wusste der Coach selbst noch nicht.
Ob Ex-Dynamo Simon Makienok (30, r.) gegen Dresden eine Chance von Anfang an bekommt, wusste der Coach selbst noch nicht.  © Christian Charisius/dpa

Gegen die Dresdner, die erst Anfang des Monats in der Liga zu Gast im Millerntor-Stadion waren und mit 3:0 besiegt wurden, erwartet Schultz einen "offenen Pokal-Fight" und eine heiße Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion.

"Wir tun gut daran, das Spiel in der Liga abgehakt zu haben, denn die Partie am Mittwoch geht bei 0:0 los und es ist ein Alles-oder-nichts-Spiel", warnte der 44-Jährige.

Zwar sehe die Vorbereitung nicht wirklich anders aus als vor einem Liga-Spiel, aufgrund der Englischen Woche spiele das Thema "Belastungssteuerung" jedoch eine wichtige Rolle, erklärte der Übungsleiter.

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"Es sind alle sehr gut aus dem Spiel gegen Rostock (4:0) herausgekommen und es stehen uns alle Spieler zur Verfügung", schob der 44-Jährige jedoch hinterher. Im Tor werde erneut Pokal-Keeper Dennis Smarsch (22) für Nikola Vasilj (25) auflaufen.

Ob er weitere Änderungen an der Startelf vornehme und beispielsweise Ex-Dynamo Simon Makienok (30) von Anfang an bringe, ließ Schultz nicht durchblicken: "Sieben, acht Positionen sind fest, bei dem Rest entscheidet man auch so ein bisschen aus dem Bauch heraus", erläuterte er abschließend.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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