FC St. Pauli zeigt gegen den KSC schwache Leistung und verliert deutlich!

Hamburg - Das war ganz schwach! Der FC St. Pauli ließ im Heimspiel gegen den Karlsruher SC alles vermissen und verlor vollkommen zu Recht mit 0:3 (0:1). 

FC St. Paulis Finn Ole Becker (r.) im Zweikampf mit Marvin Wanitzek vom Karlsruher SC.
FC St. Paulis Finn Ole Becker (r.) im Zweikampf mit Marvin Wanitzek vom Karlsruher SC.  © Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Die Tore für den KSC im leeren Millerntor-Stadion erzielten Marco Thiede per Flachschuss aus der Distanz (4.), Jerome Gondorf nach einem Freistoß (50.) sowie Philipp Hofmann per Kopf (76.).

Im Vergleich zum 2:2 im Stadtderby beim Hamburger SV hatte FCSP-Coach Timo Schultz (43) eine Änderung vorgenommen: Leart Paqarada stand anstelle von Maximilian Dittgen in der Startelf.

Auf Seiten des KSC wechselte Trainer Christian Eichner (37) nach dem spektakulären 3:4 beim SV Darmstadt 98 zwei Mal: Daniel Gordon ersetzte den gesperrten Christoph Kobald in der Innenverteidigung und auf dem Flügel erhielt Marc Lorenz den Vorzug vor Benjamin Goller.

FC St. Pauli: Edel-Reservist Adam Dzwigala feiert sein Tor-Debüt! "Überragendes Gefühl"
FC St. Pauli FC St. Pauli: Edel-Reservist Adam Dzwigala feiert sein Tor-Debüt! "Überragendes Gefühl"

Und der KSC legte direkt los wie die Feuerwehr: In der vierten Minute fiel Thiede der Ball vor die Füße und der Abwehrspieler zog aus rund 20 Metern ab. Erst sah es so aus, als dass St. Paulis Keeper Robin Himmelmann die Kugel mit Hilfe des Pfostens noch auf der Linie festhalten könnte, doch dann schaltete sich der Video-Schiedsrichter ein und das Tor wurde zu Recht gegeben.

Dieser frühe Rückschlag zeigte Wirkung: Die Kiezkicker kamen schwer in die Partie und fanden gegen die früh attackierenden Gäste kaum Lösungen. Diese wiederum blieben gefährlich, ließen gute Chancen durch Marvin Wanitzek (13.) und Hofmann (14.) aber ungenutzt.

Die Startelf des FC St. Pauli gegen den Karlsruher SC

Die Anfangsformation des Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli

Jerome Gondorf baute die Führung des Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli aus

Die Spieler des Karlsruher SC jubeln nach ihrem Tor gegen den FC St. Pauli.
Die Spieler des Karlsruher SC jubeln nach ihrem Tor gegen den FC St. Pauli.  © Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Angesichts der aggressiven Spielweise des KSC fiel den Braun-Weißen auch anschließend so gut wie nichts ein. 

Die Sturmspitzen Daniel-Kofi Kyereh und Simon Makienok hingen dementsprechend auch völlig in der Luft. 

Insgesamt ließen die Hausherren trotz des vielen Ballbesitzes jegliche Kreativität und Zielstrebigkeit vermissen und kamen in der ersten Halbzeit nicht zu einer einzigen zwingenden Torchance.

Nächster Corona-Fall bei St. Pauli: Torwarttrainer in Quarantäne
FC St. Pauli Nächster Corona-Fall bei St. Pauli: Torwarttrainer in Quarantäne

In der zweiten Halbzeit sollte für die Hamburger dann alles besser werden, doch es kam anders.

Nach einem Freistoß von Philip Heise wollte Makienok im eigenen Strafraum klären, köpfte Mitspieler Rodrigo Zalazar an und das Leder fiel KSC-Spieler Jerome Gondorf vor die Füße, der sich aus rund 15 Metern nicht lange bitten ließ - 0:2 aus Sicht der Hausherren (50.). 

Philipp Hofmann entschied das Spiel mit dem 3:0 für den Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli

KSC-Sturmbulle Philipp Hofmann entschied mit seinem Treffer zum 3:0 die Partie gegen den FC St. Pauli
KSC-Sturmbulle Philipp Hofmann entschied mit seinem Treffer zum 3:0 die Partie gegen den FC St. Pauli  © Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Coach Timo Schultz reagierte sofort und wechselte in der 56. Minute gleich drei Mal.

Maximilian Dittgen, Lukas Daschner und James Lawrence kamen für Paqarada, Rico Benatelli und Marvin Knoll.

Nützen sollte das alles nichts, denn die Gäste  sorgten kurz darauf mit dem 0:3 für die Entscheidung. 

Nach einer Flanke von Lorenz von der linken Seite konnte sich Hofmann im Zentrum durchsetzen und nahezu ungehindert einnicken (76.). 

In der Schlussphase passierte nichts mehr und der deutliche KSC-Auswärtssieg blieb ungefährdet.

Für beide Teams geht es nun nach der Länderspielpause am 21. November weiter. Der FC St. Pauli tritt dann beim SC Paderborn 07 an, der KSC ist wieder im Norden bei Eintracht Braunschweig zu Gast.

Titelfoto: Martin Rose/Getty Images Europe/Pool/dpa

Mehr zum Thema FC St. Pauli: