FC St. Pauli zeigt Sandhausen die Grenzen auf: Burgstaller und Kyereh überragen!

Hamburg - Tabellenführer! Der FC St. Pauli zeigte gegen den SV Sandhausen im Corona-Nachholer des 13. Spieltags insbesondere im ersten Abschnitt eine starke Leistung und triumphierte hochverdient mit 3:1 (2:0).

St. Paulis Linksverteidiger Leart Paqarada (M.) zeigte gegen seinen Ex-Verein eine auffällige Leistung. Hier behauptet er sich gegen Sandhausens Dennis Diekmeier (l.) und Bashkim Ajdini.
St. Paulis Linksverteidiger Leart Paqarada (M.) zeigte gegen seinen Ex-Verein eine auffällige Leistung. Hier behauptet er sich gegen Sandhausens Dennis Diekmeier (l.) und Bashkim Ajdini.  © Christian Charisius/dpa

Die Tore der Hausherren vor 23.401 Zuschauern im Millerntor-Stadion erzielten Guido Burgstaller zum 1:0 (2. Minute), und Daniel-Kofi Kyereh zum 2:0 (14.) sowie 3:1 (79.) Gäste-Defensivmann Immanuel Höhn hatte zwischenzeitlich den 1:2-Anschlusstreffer markiert (67.).

FCSP-Coach Timo Schultz tauschte im Vergleich zur 0:4-Klatsche beim SV Darmstadt 98 satte fünfmal: Sebastian Ohlsson, James Lawrence, Eric Smith, Finn Ole Becker und Simon Makienok ersetzten Luca Zander, Jakov Medic, Afeez Aremu, Jackson Irvine sowie Etienne Amenyido.

Sein Gegenüber, SVS-Trainer Alois Schwartz, vertraute hingegen derselben Startelf wie beim 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg.

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Die Kiezkicker erwischten einen absoluten Start nach Maß: in der 2. Minute legte Kyereh einen langen Ball mit der Hacke zurück auf Burgstaller, der nicht lange fackelte und die Kugel aus halbrechter Position mit links in den Winkel jagte - Traumtor zum frühen 1:0!

Auch in der Folge war den Hausherren anzumerken, dass sie die herbe Darmstadt-Pleite vergessen machen wollten. In der 7. Minute scheiterte erneut Burgstaller am stark reagierenden SVS-Keeper Patrick Drewes, nur drei Minuten später vergab Kyereh eine weitere gute Möglichkeit.

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St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh erhöht gegen den SV Sandhausen auf 2:0

Kongeniales Duo: Daniel-Kofi Kyereh (l.) und Guido Burgstaller spielten gegen den SV Sandhausen groß auf und trugen sich beide in die Torschützenliste ein.
Kongeniales Duo: Daniel-Kofi Kyereh (l.) und Guido Burgstaller spielten gegen den SV Sandhausen groß auf und trugen sich beide in die Torschützenliste ein.  © Christian Charisius/dpa

In der 14. Minute war es aber schließlich so weit: Smith spielte Marcel Hartel auf dem linken Flügel frei, der legte von der Grundlinie zurück auf den Elfmeterpunkt, wo Kyereh goldrichtig stand und zum 2:0 vollstreckte.

Die Braun-Weißen spielten wie entfesselt, während die Gäste aus Sandhausen kaum einmal an den Ball kamen. Makienok vergab in der 18. Minute eine weitere Gelegenheit für den FCSP. Anschließend beruhigte sich die Begegnung ein wenig, ohne jedoch langweilig zu werden.

Die nächste gute Chance hatte wie aus dem Nichts der SVS: Ein Kopfball von Pascal Testroet strich nur knapp am Pfosten vorbei (29.).

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Auf der Gegenseite prüfte erneut Burgstaller Schlussmann Drewes (30.), dann zielte Ohlsson nach einer Ecke zu hoch (43.). So ging es mit dem hochverdienten 2:0 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff dasselbe Bild: Die Hausherren hatten die absolute Kontrolle und ließen das Leder durch die eigenen Reihen laufen. Dabei waren sie jedoch nicht mehr ganz so zielstrebig wie noch im ersten Abschnitt.

Immanuel Höhn macht es noch einmal spannend, Daniel-Kofi Kyereh sorgt für die Entscheidung

St. Paulis Matchwinner Daniel-Kofi Kyereh dreht nach seinem Treffer zum 3:1 gegen den SV Sandhausen jubelnd ab.
St. Paulis Matchwinner Daniel-Kofi Kyereh dreht nach seinem Treffer zum 3:1 gegen den SV Sandhausen jubelnd ab.  © Christian Charisius/dpa

Den ersten Abschluss der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber dementsprechend erst in der 63. Minute: Ex-Sandhäuser Leart Paqarada zielte aus der Distanz aber zu hoch. Statt mit dem 3:0 alles klarzumachen, ließen die Hausherren durch eine Unachtsamkeit noch einmal Spannung aufkommen.

Nach einem Eckball von links verlängerte der eingewechselte Charlison Benschop die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo Sandhausens Höhn freistehend per Kopf auf 1:2 verkürzte (67.) - ein Treffer aus dem vielzitierten Nichts!

Die Gäste witterten jetzt noch einmal Morgenluft, was jedoch nur kurz anhalten sollte: in der 79. Minute spielte der eingewechselte Youngster Igor Matanovic seinen Angriffspartner Kyereh frei, der allein auf Drewes zulief und das Leder zum 3:1 einschob.

Zwar musste der Treffer minutenlang wegen einer möglichen Abseitsposition überprüft werden, hatte schlussendlich aber Bestand - die Entscheidung! In den Schlussminuten vergab der FCSP sogar noch einige Chancen auf das 4:1, durfte sich am Ende aber trotzdem über drei Punkte und die Rückkehr an die Tabellenspitze freuen.

Für die Kiezkicker geht es am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg weiter, der SVS muss einen Tag früher beim FC Schalke 04 antreten.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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