FC St. Pauli zieht nach Spektakel gegen starken FCM glücklich in die 2. Runde ein!

Magdeburg - Was für ein Spiel! Der FC St. Pauli lieferte sich in der 1. Runde des DFB-Pokals einen Mega-Schlagabtausch mit dem 1. FC Magdeburg und triumphierte nach spektakulären 90 Minuten glücklich mit 3:2 (2:1).

Hochintensive Partie: Der 1. FC Magdeburg und der FC St. Pauli schenkten sich in extrem kurzweiligen 90 Minuten überhaupt nichts.
Hochintensive Partie: Der 1. FC Magdeburg und der FC St. Pauli schenkten sich in extrem kurzweiligen 90 Minuten überhaupt nichts.  © Eroll Popova/dpa-Zentralbild/dpa

Die FCSP-Tore vor rund 15.000 Zuschauern in der MDCC-Arena erzielten Guido Burgstaller zum 1:0 (3. Minute), Jakov Medic zum 2:1 (40.) und erneut Burgstaller zum 3:2 (58.). Ex-Kiezkicker Sirlord Conteh besorgte zwischenzeitlich zweimal den Ausgleich für Magdeburg (31./54.).

FCM-Coach Christian Titz vertraute auf dieselbe Startelf wie beim 0:0 gegen den SC Freiburg II.

Sein Gegenüber Timo Schultz tauschte im Vergleich zum 0:0 gegen den FC Erzgebirge Aue hingegen zweimal: Dennis Smarsch und Simon Makienok begannen für Nikola Vasilj sowie Maximilian Dittgen.

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Und die Kiezkicker erwischten einen absoluten Traumstart: In der dritten Minute wuselte sich Burgstaller über links durch und hatte Glück, dass die Kugel nach einem Passversuch wieder bei ihm landete. Der Routinier ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte aus kurzer Distanz trocken zum 1:0!

Trotz dieses frühen Rückschlags zeigten sich die Hausherren überhaupt nicht beeindruckt und kamen in der Anfangsphase gleich zu mehreren gefährlichen Torannäherungen. In der 14. Minute verfehlte Connor Krempicki den gegnerischen Kasten nur knapp.

Startelf des 1. FC Magdeburg im DFB-Pokal gegen den FC St. Pauli

Anfangsformation des FC St. Pauli im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg

Sirlord Conteh gleicht für 1. FC Magdeburg aus, Jakov Medic bringt den FC St. Pauli wieder in Führung

Magdeburgs Sirlord Conteh jubelt nach seinem ersten Treffer gegen den FC St. Pauli. Er stellte die Defensive der Kiezkicker immer wieder vor Probleme.
Magdeburgs Sirlord Conteh jubelt nach seinem ersten Treffer gegen den FC St. Pauli. Er stellte die Defensive der Kiezkicker immer wieder vor Probleme.  © Eroll Popova/dpa-Zentralbild/dpa

Es entwickelte sich eine hochunterhaltsame Partie, in der der mutige Drittligist mit viel Schwung nach vorn spielte und das Geschehen ein Stück weit bestimmte. Die Hamburger hatten mit der aggressiven Gangart der Gastgeber Probleme.

In der 28. Minute zog Baris Atik aus der Distanz ab und zwang FCSP-Keeper Smarsch zu einer starken Parade. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verpasste Burgstaller auf der anderen Seite per Kopf das 2:0 für die Braun-Weißen (30.).

Das sollte sich rächen, denn nach einem langen Ball von Atik stand Ex-St.-Paulianer Conteh nur Sekunden später plötzlich allein vor Smarsch und vollstreckte zum 1:1 ins lange Eck - der verdiente Ausgleich für die Magdeburger (31.)!

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FC St. Pauli Offiziell: FC St. Pauli verlängert mit Co-Trainern Loïc Favé und Fabian Hürzeler

Und die Blau-Weißen legten wenig später fast nach, doch Torschütze Conteh setzte das Leder nach einer Hereingabe von links aus zwei Metern über das Tor - eine Riesenchance für den FCM (38.)!

Stattdessen gingen wieder die Gäste in Führung: Medic schraubte sich nach einem Freistoß von Eric Smith hoch und köpfte ziemlich ungestört zum 2:1 ein (40.). Mit diesem Ergebnis ging es nach extrem kurzweiligen 45 Minuten in die Pause.

Sirlord Conteh sorgt für erneuten Ausgleich, Guido Burgstaller schießt FC St. Pauli in die 2. Runde

Immer wieder Guido Burgstaller (r.): Der Angreifer des FC St. Pauli traf zweimal und stellte seine Torjägerqualitäten unter Beweis.
Immer wieder Guido Burgstaller (r.): Der Angreifer des FC St. Pauli traf zweimal und stellte seine Torjägerqualitäten unter Beweis.  © Eroll Popova/dpa-Zentralbild/dpa

Die erste große Chance des zweiten Abschnitts gehörte ebenfalls den Braun-Weißen, Daniel-Kofi Kyereh scheiterte im Eins-gegen-eins jedoch an FCM-Keeper Dominik Reimann (50.). Der parierte wenig später auch gegen Makienok stark (51.).

Die Magdeburger machten es in der Offensive besser und kamen erneut zum Ausgleich: Atik schickte den pfeilschnellen Conteh, der die Kugel am etwas zu weit vor dem Kasten stehenden Smarsch vorbeilegte und zum 2:2 einschob (54.)!

Von diesem erneuten Rückschlag ließen sich die Hamburger jedoch nicht verunsichern und gingen zum dritten Mal in Führung: Leart Paqarada setzte einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten, Burgstaller drückte den Abpraller zum 3:2 über die Linie (58.).

Wieder hatten die eiskalten Kiezkicker zurückgeschlagen, doch die Heimmannschaft wehrte sich gegen das drohende Pokal-Aus und kam zu zahlreichen Abschlüssen, traf jedoch das Tor nicht! Ein erneuter Ausgleich wäre verdient gewesen, da in der Schlussphase nur noch die Hausherren spielten.

Das 3:3 sollte jedoch nicht mehr fallen, sodass der Kiezklub unter dem Strich glücklich in die 2. Runde einzog! Für den FCM geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Liga-Spiel beim TSV Havelse weiter, der FC St. Pauli empfängt bereits am Freitag (18.30 Uhr) den Hamburger SV zum Derby.

Titelfoto: Eroll Popova/dpa-Zentralbild/dpa

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