FCSP-Coach Timo Schultz fordert das Ende der Auswärtsmisere: "Eine Schippe drauflegen"

Hamburg - 26. Februar 2022 - an diesem Tag feierte der FC St. Pauli seinen bis dato letzten Auswärtssieg in der 2. Bundesliga (3:1 beim FC Ingolstadt 04). Reißt die Grusel-Serie am Samstag (13 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf?

St.-Pauli-Coach Timo Schultz (45) weiß, dass seine Mannschaft auswärts mal wieder drei Punkte holen muss.
St.-Pauli-Coach Timo Schultz (45) weiß, dass seine Mannschaft auswärts mal wieder drei Punkte holen muss.  © Christian Charisius/dpa

"Uns ist bewusst, dass wir auswärts eine Schippe drauflegen müssen. Das Verhältnis der Punkteausbeute passt nicht", erklärte Chefcoach Timo Schultz (45) auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen.

Einen "konkreten Anhaltspunkt", was seine Mannschaft ändern müsse, habe er jedoch nicht, erläuterte der 45-Jährige.

"90 Minuten unsere Leistung auf den Platz zu kriegen, auch nach Rückschlägen weiter stabil zu bleiben, egal ob auswärts oder daheim - das ist sicherlich der nächste Entwicklungsschritt für unsere junge Mannschaft", verdeutlichte er.

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Ob der erste Sieg in der Fremde seit mehr als acht Monaten in Düsseldorf gelingt, ist allerdings fraglich - die Fortunen sind sehr gut drauf und haben die vergangenen drei Pflichtspiele allesamt gewonnen.

"Insbesondere in den Spitzenspielen haben sie gezeigt, dass sie eine sehr schlagkräftige Truppe haben. Vor der Saison haben sie sich vorgenommen, oben mitzuspielen. Jetzt sind sie im Verfolgerfeld und ich traue ihnen definitiv zu, bis zum Ende oben dabeizubleiben", unterstrich der Ex-Profi.

Timo Schultz verteilte ein Sonderlob an Betim Fazliji und Adam Dzwigala

Betim Fazliji (23, l.) und Adam Dzwigala (27) bilden aktuell zusammen mit Eric Smith (25) die Innenverteidigung des FCSP - und machen ihre Sache laut ihrem Trainer sehr gut.
Betim Fazliji (23, l.) und Adam Dzwigala (27) bilden aktuell zusammen mit Eric Smith (25) die Innenverteidigung des FCSP - und machen ihre Sache laut ihrem Trainer sehr gut.  © Fotomontage: Gregor Fischer/dpa, Michael Schwartz/dpa

Einer, der bei den Hausherren immer für Gefahr sorgt, ist Ex-Kiezkicker Rouwen Hennings (35). Auf den 35-Jährigen angesprochen musste Schultz schmunzeln.

"Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr über einzelne Spieler des Gegners zu sprechen. Die letzten Male haben genau diese dann getroffen. Ich hoffe, er sitzt auf der Bank", witzelte der 45-Jährige.

Mit Blick auf das eigene Personal sagte der Übungsleiter: "Die Situation ist relativ unverändert. David Nemeth (21) und Jakov Medic (24) fallen weiterhin aus. Niklas Jessen (19) ist dafür wieder ins Training eingestiegen und ich denke, dass Franz Roggow (20) in dieser oder der nächsten Woche wieder einsteigen wird."

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Der längere Ausfall des etatmäßigen Innenverteidiger-Duos Nemeth und Medic konnte bisher gut aufgefangen werden. "Betim Fazliji (23) und Adam Dzwigala (27) bringen sehr gute Leistungen. Wir vertrauen den Jungs und sie können jetzt Ausrufezeichen setzen", bekräftigte "Schulle".

Eben so ein Ausrufezeichen können die Braun-Weißen auch als Mannschaft am Samstag setzen: mit dem ersten Auswärtserfolg seit dem 26. Februar...

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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