Freude beim FC St. Pauli nach Pokalfight in Dresden: "Hart erkämpfter Sieg"

Hamburg - Das war ein hartes Stück Arbeit! Nach dem umkämpften 3:2-Erfolg gegen die SG Dynamo Dresden herrschte beim FC St. Pauli große Freude über den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals.

Freude über den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale: St. Paulis Guido Burgstaller (32, r.) und Leart Paqarada (27) umarmen sich nach dem Schlusspfiff.
Freude über den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale: St. Paulis Guido Burgstaller (32, r.) und Leart Paqarada (27) umarmen sich nach dem Schlusspfiff.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die vorangegangenen 120 Minuten hatten den Kiezkickern, die nicht mit der Leichtigkeit der vergangenen Wochen auftraten, allerdings alles abverlangt.

Die Dresdner machten es den Braun-Weißen alles andere als leicht, standen viel kompakter als beim 3:0-Sieg der St. Paulianer in der Liga und schlugen nach den ersten beiden Rückständen postwendend zurück.

"Wir gehen verdient in Führung, schenken uns die Dinger dann aber leider selber ein", urteilte Linksverteidiger Leart Paqarada (27), Torschütze zum 1:0.

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Beim 2:2 traf diese Aussage sogar wörtlich zu: Kapitän Philipp Ziereis (28) fälschte eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite unglücklich ins eigene Tor ab, tunnelte dabei auch noch Keeper Dennis Smarsch (22).

"Es ist natürlich nie schön, Gegentore schlucken zu müssen, aber das ist mir am Ende des Tages egal. Hauptsache, wir kommen weiter", resümierte der Schlussmann jedoch nach Abpfiff.

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Nach 120 kräftezehrenden Minuten konnten die Kiezkicker mit ihren Fans jubeln. Die nächste schwere Aufgabe steht allerdings schon vor der Tür.
Nach 120 kräftezehrenden Minuten konnten die Kiezkicker mit ihren Fans jubeln. Die nächste schwere Aufgabe steht allerdings schon vor der Tür.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In der Verlängerung hatte die SGD, die extrem viel investiert hatte, den Kiezkickern schlussendlich auch nicht mehr viel entgegenzusetzen. Folgerichtig fiel auch das entscheidende Tor durch Christopher Buchtmann (29) in der 101. Minute.

"Es spricht für unsere Mentalität, dass wir unsererseits immer zurückkommen und im Flow bleiben. Es war ein hart erkämpfter Sieg und ein richtiger Pokalfight", gab der Matchwinner anschließend zu Protokoll.

Und sein Coach? Der war einfach nur froh über den Einzug in die nächste Runde. "Am Ende sind wir nicht der unverdiente, aber auf jeden Fall der glückliche Sieger", verdeutlichte Timo Schultz (44).

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Beide Mannschaften hätten mit "offenem Visier" gespielt, unterstrich der Übungsleiter und ergänzte: "So wie man sich ein Pokalspiel wünscht." Auf die zweite Halbzeit traf das in jedem Fall zu, auf die ereignisarme erste Hälfte eher weniger.

Viel Zeit, um sich über den Erfolg zu freuen, bleibt dem FCSP nun allerdings nicht. Schon am Samstag (13.30 Uhr) steht die nächste schwere Aufgabe an, dann gastiert der Tabellenführer im Nordderby bei Werder Bremen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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