Fußball-Spruch des Jahres: Das sagt St.-Pauli-Coach Schultz zu seiner Nominierung

Hamburg - Er hat es geschafft! Timo Schultz (44), Trainer des FC St. Pauli, wurde mit einer Aussage für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.

Timo Schultz (44), Trainer des FC St. Pauli, wurde für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.
Timo Schultz (44), Trainer des FC St. Pauli, wurde für den Fußball-Spruch des Jahres nominiert.  © Axel Heimken/dpa

Auch wenn er gerne mal einen Spruch raushaut, hätte er nicht damit gerechnet, wie er zugab. "Meine Familie hat mich darauf hingewiesen", erklärte er. "Sie hat auch schon abgestimmt."

Im November 2020 hatte sich der 44-Jährige für seinen Spieler James Lawrence (29) gefreut, dass dieser in den Kader der walisischen Nationalmannschaft berufen worden war. Mit Blick auf seine eigene Nationalmannschaftskarriere hatte er mit einem Augenzwinkern gesagt: "Ich wäre auch gerne mal Nationalspieler gewesen. Ostfriesland war leider nie ein eigenständiger Staat. Von daher gab's da für mich keine Chance."

Die Nominierung sei eine große Ehre für den gebürtigen Wittmunder, der damit gar nicht gerechnet habe. Einen Favoriten hat Schultz bereits - Christian Streich (56), Trainer des SC Freiburg. Der hatte gesagt: "Es gab einen Kontakt. Ich dachte immer, es müsse ein Foul geben."

FC St. Pauli - Doppel-Torschütze Burgstaller mahnt: "Sind noch kein Spitzenteam"
FC St. Pauli FC St. Pauli - Doppel-Torschütze Burgstaller mahnt: "Sind noch kein Spitzenteam"

"Das ist mehr so mein Thema", begründete "Schulle", der zudem den Spruch von Köln-Coach Steffen Baumgart (49) top fand: "Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter pfeift und ich nicht mehr brülle."

Für Schultz sei es nicht schlimm, wenn er mal mit einer Aussage anecke oder etwas Flapsiges heraushaue. Er sei eben keiner, der sich vorher "die Phrasen ausdenkt und jedes Wort auf die Goldwaage" läge. "Bei mir wird es keinen Einheitsbrei geben. Das brauche ich noch nicht."

Timo Schultz nimmt kein Blatt vor den Mund

In fünf bis zehn Jahren sehe das vielleicht anders aus, aber bis dahin werde er seinen gesunden Menschenverstand einschalten. "Dann kann nichts so schnell passieren", ist er sich sicher.

Den Wettbewerb an sich findet Schultz gut. "Witzige Sprüche sind immer gut, gerade in unserer Zeit, wo die meisten Leute nur das Negative sehen und gucken, wogegen sie sein können."

Und sein Ziel hat der Trainer auch klar formuliert, auch wenn ihm sportliche Titel wichtiger sind: "Hauptsache, nicht Zweiter!"

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

Mehr zum Thema FC St. Pauli: