Einfach zu wenig! Glückloser FC St. Pauli verliert deutlich gegen Düsseldorf

Hamburg - Die Talfahrt des FC St. Pauli geht weiter! Gegen Fortuna Düsseldorf kamen die glücklosen Kiezkicker nicht über zwei Pfostentreffer hinaus und unterlagen dem Bundesliga-Absteiger schlussendlich deutlich mit 0:3 (0:1).

Fortuna-Knipser Rouwen Hennings (l.) und FC St. Paulis Rodrigo Zalazar kämpfen um den Ball.
Fortuna-Knipser Rouwen Hennings (l.) und FC St. Paulis Rodrigo Zalazar kämpfen um den Ball.  © Axel Heimken/dpa

Die Tore für die Fortuna im leeren Millerntor-Stadion erzielten Matthias Zimmermann (10.), Knipser Rouwen Hennings (64.) sowie Edgar Prib (90.+3).

Nach dem hart erkämpfen 2:2 gegen Erzgebirge Aue hatte Coach Timo Schultz seine Mannschaft auf drei Positionen verändert:

Philipp Ziereis (Adduktorenverletzung), James Lawrence (Wadenprobleme) und Boris Tashchy (Bank) wichen für Daniel Buballa, Marvin Knoll und Maximilian Dittgen.

Und der FCSP legte direkt los wie die Feuerwehr! Nach nicht einmal 50 Sekunden setzte sich Daniel-Kofi Kyereh nach einem hohen Ball in den Strafraum gegen Fortunas Andre Hoffmann durch und jagte die Kugel mit vollem Risiko aufs Tor, traf aber nur den Außenpfosten.

Und nur wenige Minuten später war es wieder der 24-Jährige, der für Gefahr sorgte. Ein Distanzschuss des Stürmers verfehlte den Kasten der Gäste jedoch um einige Meter. Stattdessen gingen im Gegenzug dann die Düsseldorfer in Führung!

Kristoffer Peterson konnte ungestört von der linken Seite flanken und fand den mitgelaufenen Zimmermann am zweiten Pfosten. Völlig ungedeckt nahm der Rechtsverteidiger den Ball direkt und zog ihn an Keeper Svend Brodersen vorbei ins lange Eck - 0:1 (10.).

Die Startelf des FC St. Pauli gegen Fortuna Düsseldorf

Die Anfangsformation von Fortuna Düsseldorf gegen den FC St. Pauli

Nach dem 0:1 von Matthias Zimmermann drängt der FC St. Pauli auf den Ausgleich

Die Spieler von Fortuna Düsseldorf feiern Matthias Zimmermann (hinten) nach seinem Treffer gegen den FC St. Pauli.
Die Spieler von Fortuna Düsseldorf feiern Matthias Zimmermann (hinten) nach seinem Treffer gegen den FC St. Pauli.  © Axel Heimken/dpa

Trotz des guten Starts waren es also wieder einmal die Hamburger, die einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Und dieser Gegentreffer zeigte sichtbare Wirkung bei den Kiezkickern:

Während sich die Gäste in den nächsten Minuten mehrfach gefährlich in der Offensive zeigten, kamen die Hausherren zunächst in gar keine guten Abschlusspositionen mehr.

Erst zehn Minuten vor der Pause trat der FCSP wieder in Aktion. Maximilian Dittgen setzte sich gegen mehrere Düsseldorfer stark durch, scheiterte im Eins gegen Eins dann aber an Gäste-Keeper Florian Kastenmeier und dem Pfosten (36.).

Die Braun-Weißen waren jetzt am Drücker und drängten auf den Ausgleich, der jedoch in der ersten Halbzeit nicht mehr fallen sollte.

Den besseren Start in den zweiten Abschnitt erwischten dann die Düsseldorfer, ein Schuss von Marcel Sobottka aus gefährlicher Position wurde im letzten Moment geblockt (48.).

Auch in der Folge war der Bundesliga-Absteiger die spielbestimmende Mannschaft und dem 2:0 in dieser Phase deutlich näher als der FCSP dem Ausgleich.

Rouwen Hennings erhöht auf 2:0 für Fortuna Düsseldorf, Edgar Prib entscheidet das Spiel gegen den FC St. Pauli

Fortuna-Knipser Rouwen Hennings (2.v.l.) jubelt nach seinem Tor zum 2:0 gegen den FC St. Pauli.
Fortuna-Knipser Rouwen Hennings (2.v.l.) jubelt nach seinem Tor zum 2:0 gegen den FC St. Pauli.  © Axel Heimken/dpa

In der 59. Minute rettete Rico Benatelli nach einem Kopfball von Hoffmann für den schon geschlagenen Brodersen auf der Linie. Trainer Schultz reagierte und brachte Simon Makienok und Kevin Lankford für Leart Paqarada sowie Rodrigo Zalazar (61.).

Der Effekt verpuffte jedoch, als Hennings kurz darauf zum 0:2 traf! Dieses Mal wurde Zimmermann bei seiner Flanke nicht gestört, im Strafraum segelten alle St. Paulianer am Leder vorbei und Hennings setzte seinen Kopfball zielgenau neben den Pfosten (64.).

Ein zu diesem Zeitpunkt verdienter weiterer Treffer für die Fortuna, die auch in den darauffolgenden Minuten für die gefährlichen Torchancen sorgte. Bei den Hamburgern hingegen lief im zweiten Abschnitt so gut wie gar nichts mehr zusammen.

In der 78. Minute sah es dann kurz so aus, als käme es noch dicker für die Hausherren, als Torwart Brodersen nach einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte sah. Der VAR schaltete sich jedoch ein und Referee Robert Schröder gab dem jungen Keeper schließlich nur Gelb.

Doch auch mit weiterhin elf Spielern gelang dem Gastgeber nichts mehr, stattdessen sorgte Prib mit dem 0:3 in der Nachspielzeit (90.+3) für die endgültige Entscheidung!

Für den FC St. Pauli geht es nach der kurzen Weihnachtspause am 3. Januar (13.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth weiter.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

Mehr zum Thema FC St. Pauli:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0