Coach Timo Schultz: FC St. Pauli steht für "das Freche, bisschen Rotzige"

Hamburg - Trainer Timo Schultz (43) will beim FC St. Pauli "die guten, alten Tugenden beibehalten, aber gleichzeitig neue, moderne Ansätze dazunehmen". Das erzählte er im neuen Podcast "Millerntalk" des Hamburger Abendblatt.

Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, will sich auf die Tugenden des Vereins besinnen.
Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, will sich auf die Tugenden des Vereins besinnen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Der Nachfolger von Jos Luhukay nennt es "Zurück in die Zukunft". "Wir stehen doch für das Freche, das bisschen Rotzige und dafür, dass man auch mal über das Ziel hinausschießt. Diese Karte sollten wir viel öfter spielen. Wenn man dann einmal auf die Fresse fliegt, dann ist das halt so", sagte Schultz.

Der Trainer möchte "echten St.-Pauli-Fußball" präsentieren. Der werde "nie Tiki-Taka sein wie Barcelona oder Bayern München", erläuterte der 43-Jährige. 

"Ich will mutigen, von mir aus auch fehlerbehafteten Fußball sehen, weil er risikoreich ist. Aber es soll eine Mannschaft zu sehen sein, in der die Spieler füreinander brennen".

Methoden von einst sind dagegen tabu. "Ein diktatorischer Stil hat vielleicht in den 80er- und 90er-Jahren funktioniert. Das ist jetzt eine neue Generation. Manche sagen Generation lustlos, aber man muss die Jungs nur überzeugen, dann investieren sie unglaublich viel", meinte Schultz, der aufgrund seiner Herkunft eine "ostfriesische Gelassenheit" als eine seiner Stärken nennt.

"Unglaublich viel investieren" müssen die Kiezkicker wieder am Montagabend (20.30 Uhr), dann kommt der 1. FC Nürnberg im Rahmen des vierten Spieltags nach Hamburg.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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