Niederlage gegen Osnabrück zeigt: FC St. Pauli fehlt es an nötiger Offensiv-Power!

Hamburg - Gut gespielt und doch wieder mit null Punkten vom Platz gegangen: Trotz einer ansprechenden Leistung und großer Dominanz unterlag der FC St. Pauli einem eigentlich harmlosen VfL Osnabrück mit 0:1 (0:0).

Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, wurde Zeuge einer erneuten Niederlage seiner Mannschaft.
Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, wurde Zeuge einer erneuten Niederlage seiner Mannschaft.  © Axel Heimken/dpa

Durch das späte Gegentor von David Blacha (86.) verbleiben die Kiezkicker somit weiter auf dem 17. Tabellenplatz der 2. Bundesliga und haben jetzt bereits seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen.

Die letzten drei Partien wurden sogar allesamt ohne eigenes Tor verloren.

Dabei waren die Braun-Weißen dieses Mal über weite Strecken der Begegnung die tonangebende Mannschaft, blieben vor dem gegnerischen Tor aber wieder einmal zu inkonsequent.

"Es ist ein bisschen wie 'Täglich grüßt das Murmeltier'. Wir machen wieder ein ordentliches Spiel, haben an die 20 Torschüsse und noch zig Situationen, wo der Ball durch den gegnerischen Strafraum fliegt und kriegen die Kugel nicht rein", ärgerte sich Trainer Timo Schultz (43) dementsprechend nach dem Abpfiff.

Allein 2-Meter-Sturmriese Simon Makienok (30) vergab drei gute Chancen (39./56./94.). Auch ein sehenswerter Freistoß von Rodrigo Zalazar (21) fand nicht den Weg ins Tor (66.).

"Wir können uns von der Einstellung und dem Engagement nichts vorwerfen. Es ist leider so, dass vorne im Moment nichts geht", resümierte Abwehrspieler Philipp Ziereis (27), der den angeschlagenen Christopher Avevor (28) als Kapitän vertrat.

Aus dem Spiel heraus ist der FC St. Pauli zu ungefährlich

St. Paulis-Sturmriese Simon Makienok ärgert sich über eine vergebene Chance.
St. Paulis-Sturmriese Simon Makienok ärgert sich über eine vergebene Chance.  © Axel Heimken/dpa

Während die Mentalität und der Wille noch nie das Problem des FCSP in dieser Saison waren, wird immer deutlicher, dass die Mannschaft ein Offensiv-Problem hat. Dresden-Neuzugang Makienok steht erst bei einem Tor und auch Sturmpartner Daniel-Kofi-Kyereh (24) hat nach seinem starken Saisonbeginn mit drei Toren seit dem 2. Spieltag nicht mehr getroffen.

Zwar hat Mittelfeldspieler Zalazar auch bereits drei Treffer erzielt, zwei davon jedoch vom Elfmeterpunkt. Aus dem Spiel heraus gelingen den Hamburgern aktuell so gut wie keine Tore.

"Wenn man sich das Spiel heute über 90 Minuten ansieht, darf es am Ende nie 0:1 stehen. Fußball wird aber nicht über mögliche Torchancen oder nicht-zugelassene Torchancen entschieden, sondern über das was oben steht. Und das spricht gerade nicht für uns", fasste es Torwart Robin Himmelmann (31) treffend zusammen.

Natürlich haben die Kiezkicker aber trotz des schwachen Saisonstarts noch genug Zeit, das Ruder herumzureißen. "Wir müssen das jetzt analysieren. Aber ich bin weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken", gab sich Ziereis kämpferisch.

Die nächste Chance dazu bietet sich den Braun-Weißen am 5. Dezember (13 Uhr), wenn sie auswärts bei Eintracht Braunschweig gastieren.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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