"Wunderbares Gefühl": FC St. Pauli nach spätem Sieg in Hannover erleichtert!

Hamburg - Fast zwei Jahre hat es gedauert: Mit dem 3:2-Auswärtssieg bei Hannover 96 feierte der FC St. Pauli den ersten Sieg außerhalb Hamburgs seit März 2019 und beendete gleichzeitig die aktuelle Sieglos-Serie von 13 Spielen!

Gegen Hannover 96 konnten die Kiezkicker des FC St. Pauli endlich wieder über einen Sieg jubeln.
Gegen Hannover 96 konnten die Kiezkicker des FC St. Pauli endlich wieder über einen Sieg jubeln.  © Swen Pförtner/dpa

In einer turbulenten Partie legten die Kiezkicker furios los und führten nach zehn Minuten durch Tore von Rodrigo Zalazar (21) und Guido Burgstaller (31) bereits mit 2:0.

Die Hamburger ließen in dieser Phase sogar gute Chancen auf das 3:0 liegen, stattdessen kamen die im ersten Abschnitt schwachen Gastgeber nach der Pause durch einen Doppelschlag von Genki Haraguchi (53./55.) zurück.

Anschließend hatte der FCSP großes Glück, dass die Hannoveraner zahlreiche Chancen nicht nutzten und kamen mit der letzten Aktion des Spiels dann doch noch selbst zum ersehnten Dreier: Leart Paqarada (26) flankte in die Mitte, Youngster Igor Matanovic (17) hielt den Fuß rein und besorgte den Last-Minute-Sieg (90.+2).

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FC St. Pauli St. Paulis Cheftrainer Timo Schultz an Corona erkrankt

"Ich weiß gar nicht, was ich denken soll. Meine Emotionen gehen hoch und runter und mein ganzer Körper zittert. Es ist ein wunderbares Gefühl", versuchte der 17-Jährige nach Schlusspfiff seine Gefühlswelt zu beschreiben.

Erst in der 86. Minute für den wie immer aufopferungsvoll kämpfenden Burgstaller gekommen, avancierte der Youngster mit seinem späten Treffer zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte!

In der ersten halben Stunde zeigte der FC St. Pauli die wahrscheinlich beste Saisonleistung

FCSP-Coach Timo Schultz (43) sah gegen Hannover 96 in der ersten halben Stunde die wohl beste Saisonleistung seiner Mannschaft.
FCSP-Coach Timo Schultz (43) sah gegen Hannover 96 in der ersten halben Stunde die wohl beste Saisonleistung seiner Mannschaft.  © Swen Pförtner/dpa

"Dass ausgerechnet Igor das Tor macht, ist für den ganzen Verein, der in den letzten Wochen wenig zu feiern hatte, eine absolute Genugtuung", gab Coach Timo Schultz (43) zu Protokoll.

Der 43-Jährige sah in der ersten halben Stunde die wahrscheinlich beste Saisonleistung seiner Mannschaft, die es jedoch versäumte, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

"Dann hatten wir eine schwierige Phase, wo wir zwei Gegentore schlucken mussten und Hannover auch näher dran war, das Spiel komplett zu drehen", erklärte Sechser Rico Benatelli (28).

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Doch 96 scheiterte entweder an der eigenen Unzulänglichkeit oder am starken FCSP-Keeper Dejan Stojanovic (27), der seine Mannschaft mit ein, zwei Glanzparaden in der Partie hielt.

"Dass wir nach den beiden Gegentoren nicht komplett auseinandergefallen sind, gibt uns auch für die nächsten Spiele ein gutes Gefühl", so Torschütze Burgstaller.

So hatten die Kiezkicker die Chance auf einen "Lucky Punch", der ihnen in Person von Matanovic auch gelingen sollte. "Heute hatten wir das Spielglück auf unserer Seite und haben uns belohnt. Das freut mich extrem für die Jungs und alle, die es mit dem FC St. Pauli halten", sagte ein erleichterter Timo Schultz.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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