FC St. Pauli: Himmelmann, Brodersen und Smarsch kämpfen um die Nummer 1!

Hamburg - Er hatte lange auf die Chance gewartet: Svend Brodersen (23) durfte im Heimspiel des FC St. Pauli gegen den FC Erzgebirge Aue anstelle von Stammtorhüter Robin Himmelmann (31) zwischen die Pfosten.

Stammtorwart Robin Himmelmann (31, l.) muss beim FC St. Pauli um seinen Platz kämpfen, aktuell hat Ersatzkeeper Sven Brodersen (23, r.) die besseren Karten.
Stammtorwart Robin Himmelmann (31, l.) muss beim FC St. Pauli um seinen Platz kämpfen, aktuell hat Ersatzkeeper Sven Brodersen (23, r.) die besseren Karten.  © Fotomontage: Selim Sudheimer/dpa, Axel Heimken/dpa

Einen Tag vor dem Spiel wurde das 23 Jahre alte Torwart-Talent von Trainer Timo Schultz (43) darüber informiert. "Ich habe mich sehr darüber gefreut und habe heute alles reingehauen", sagte Brodersen.

Zwei Gegentore musste er beim 2:2 hinnehmen, trug allerdings keine Schuld daran (TAG24 berichtete). "Svend war bei den beiden Toren machtlos", befand Schultz, der sehr zufrieden mit seinem Schlussmann war: "Er hat gerade auch mit dem Ball sehr viel Ruhe ausgestrahlt und war sehr souverän. Man darf nicht vergessen, dass er auch noch ein junger Torwart ist".

Für den aus dem St.-Pauli-Nachwuchs stammenden Brodersen ist es das dritte Zweitliga-Spiel gewesen, nachdem er in der Rückrunde der Saison 2018/2019 bereits zwei Einsätze bekam.

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Der 31-jährige Himmelmann verfügt über weitaus mehr Erfahrung, steht seit 2012 bei St. Pauli unter Vertrag und bestritt seitdem 184 Pflichtspiele für den Zweitligisten.

Dementsprechend schwer fiel es Schultz, ihm mitzuteilen, dass er diesmal auf der Ersatzbank Platz nehmen muss. "Das war keine einfache Situation", meinte der Trainer.

"Robin hat über acht Jahre bewiesen, dass er ein guter Torwart und ein guter Typ ist. Zuletzt fehlte ihm einfach das Fortune. Und Svend hat sich das verdient, weil er in jedem Training im Anschlag ist".

Auch Dennis Smarsch macht sich Hoffnungen auf die Nummer 1 beim FC St. Pauli

Auch Nachwuchs-Torwart Dennis Smarsch (21, hier noch bei Hertha BSC) macht sich Hoffnungen auf die Nummer 1 beim FC St. Pauli.
Auch Nachwuchs-Torwart Dennis Smarsch (21, hier noch bei Hertha BSC) macht sich Hoffnungen auf die Nummer 1 beim FC St. Pauli.  © Soeren Stache/dpa

Wer am Mittwoch (18.30 Uhr) bei Tabellen-Schlusslicht Würzburger Kickers das Tor hüten wird, wollte Schultz jedoch noch nicht verraten: "Mal gucken, wer spielt".

Er macht allerdings kein Geheimnis daraus, von Brodersen sehr angetan zu sein: "Man hat in dem halben Jahr gemerkt, wie stark Svend ist. Wie er durch den Kasten fliegt, ist der Wahnsinn".

Brodersen und Himmelmann sind nicht die einzigen Torhüter, die um die Nummer 1 kämpfen. Der 21-jährige Dennis Smarsch, der im Sommer von Hertha BSC zu St. Pauli wechselte, gilt als großes Talent, hat schon zwei Bundesliga-Spiele absolviert und ist ein ehemaliger deutscher U-Nationaltorwart.

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Bei St. Pauli saß er bereits in sechs Spielen als Nummer 2 auf der Bank. Auch er hatte sich Chancen auf die Nummer 1 ausgerechnet, wurde gegen Aue aber nicht für den Kader nominiert.

"Dennis hat ein bisschen gebraucht, um hier anzukommen, auch in den Testspielen", sagte Schultz, der trotzdem auch bei Smarsch eine positive Entwicklung feststellt: "Er arbeitet seit ein paar Wochen richtig gut. Er war jetzt natürlich sehr enttäuscht. Aber die Tür steht für ihn genauso offen wie für jeden anderen auch".

Der Trainer weiß, dass die Torhüter ihm die Entscheidung über die zukünftige Nummer 1 so schwer wie möglich machen werden: "Jeder will spielen. Das ist das Entscheidende".

Titelfoto: Fotomontage: Selim Sudheimer/dpa, Axel Heimken/dpa, Soeren Stache/dpa

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