FC St. Pauli will nach Remis in Würzburg den Weg mit Schultz weitergehen!

Hamburg - Ein Sieg war eigentlich Pflicht, am Ende war der FC St. Pauli aber auch mit einem Unentschieden zufrieden: Im Kellerduell bei den Würzburger Kickers spielten die Kiezkicker lange Zeit in Unterzahl und nahmen beim 1:1 (0:1) schlussendlich einen wichtigen Punkt mit.

Linksverteidiger Leart Paqarada, Torwart Sven Brodersen und Neuzugang Omar Marmoush nach dem Spiel in Würzburg.
Linksverteidiger Leart Paqarada, Torwart Sven Brodersen und Neuzugang Omar Marmoush nach dem Spiel in Würzburg.  © Timm Schamberger/dpa

Zwar konnten die Braun-Weißen nicht den erhofften Dreier einfahren und das dringend benötige Erfolgserlebnis im Abstiegskampf feiern,. Angesichts der Gelb-Roten-Karte gegen Marvin Knoll (30) in der 41. Minute wussten die Beteiligten das Remis jedoch einzuordnen.

"Wir wollten hier mehr mitnehmen, bekommen dann aber den Elfmeter und die Gelb-Rote Karte. Deshalb war es zum Ende hin sehr wichtig und gut, dass wir zurückgekommen sind", resümierte Rico Benatelli (28), der an dem Comeback gegen seinen Ex-Verein mit dem Tor zum 1:1 entscheidenden Anteil hatte (57.).

Zuvor waren die Kiezkicker durch einen Strafstoß von Würzburgs Marvin Pieringer (21), der von Unglücksrabe Knoll von den Beinen geholt wurde, erneut früh ins Hintertreffen geraten (9.).

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"Es war ein sehr intensives Spiel mit einem unglücklichen Start für uns. Meine Mannschaft hat nicht so gut reingefunden, und die Kickers sind in Führung gegangen. Da mussten wir uns erstmal schütteln", so FCSP-Coach Timo Schultz (43).

Wiederholt mussten die Hamburger also den Kraftakt leisten, nach einem (frühen) Rückstand zurückzukommen. Und wie schon so oft in dieser Saison konnte sich Schultz auch in Würzburg auf die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft verlassen.

Präsident Oke Göttlich setzt auf Trainer Timo Schultz beim FC St. Pauli

Oke Göttlich (45), Präsident des FC St. Pauli, setzt weiter auf Timo Schultz als Trainer der Kiezkicker. (Archivfoto)
Oke Göttlich (45), Präsident des FC St. Pauli, setzt weiter auf Timo Schultz als Trainer der Kiezkicker. (Archivfoto)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Trotz Unterzahl zeigten die Braun-Weißen im zweiten Abschnitt eine beherzte sowie engagierte Leistung und belohnten sich mit Benatellis Treffer für die tolle Moral.

Durch das Unentschieden wahrt der FCSP den Vier-Punkte-Vorsprung auf Schlusslicht Würzburg und bleibt gleichzeitig in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen der 2. Bundesliga.

"Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir mit Rückschlägen umgehen können. Wir werden weitermachen und alles dafür tun, da unten rauszukommen", gab sich Abwehrspieler Philipp Ziereis (27) anschließend kämpferisch.

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Auch Präsident Oke Göttlich (45) blickte optimistisch in die Zukunft und setzt dabei auch auf den Trainer: "Wir gehen den Weg mit Timo Schultz unbeeindruckt weiter. Es geht um Leidenschaft, um das, was auf dem Feld passiert, und darum, dass der FC St. Pauli mehr aus seinen Möglichkeiten macht - mit Timo Schultz", erklärte der 45-Jährige.

Gleichzeitig schloss er weitere Verstärkungen nicht aus: "Wir wollen unseren Weg fortsetzen, und den werden wir mit dem, was uns zur Verfügung steht, auch fortsetzen. Mit den Verletzten und Rückkehrern, die wiederkommen werden und vielleicht auch noch mit dem einen oder anderen Neuen."

Die volle Konzentration des Teams gilt jetzt jedoch erst einmal der nächsten Partie, dem Heimspiel gegen den starken Tabellenzweiten Holstein Kiel (Samstag/13 Uhr).

Titelfoto: Timm Schamberger/dpa

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