"Nur 2:2": Frust beim FC St. Pauli nach Remis gegen 1. FC Nürnberg

Hamburg - Nach zweimaligem Rückstand einen Punkt geholt, aber trotzdem nicht zufrieden: Nach dem 2:2 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend ärgerte man sich beim FC St. Pauli über die verpasste Chance.

Marvin Knoll (l.) und Sebastian Ohlsson vom FC St. Pauli sind nach dem Spiel erschöpft und frustriert.
Marvin Knoll (l.) und Sebastian Ohlsson vom FC St. Pauli sind nach dem Spiel erschöpft und frustriert.  © Selim Sudheimer/dpa

"Ich ärgere mich, dass es nur ein 2:2 geworden ist. Wir waren die aktivere Mannschaft und die Mannschaft, die den Sieg eher verdient hatte", urteilte FCSP-Coach Timo Schultz nach Schlusspfiff.

Rodrigo Zalazar per Foulelfmeter (28.) und Abwehrspieler Daniel Buballa (78.) hatten die zweimalige Führung der Nürnberger durch Manuel Schäffler (8.) und Johannes Geis (49./Handelfmeter) jeweils egalisiert. 

Torschütze Buballa erklärte nach Spielende sein erstes Tor für den Zweitligisten nach fünfeinhalb Jahren so: "Normalerweise übe ich nicht so viel Torschüsse, aber diese Woche habe ich zwei Tage lang mit dem Spann geschossen und wurde heute direkt belohnt".

Und wie! Nach einer Flanke von rechts stoppte Buballa den Ball mit dem Oberschenkel und knallte das Leder anschließend per Volleyschuss ins lange Eck.

"Die Mannschaft und der Trainer haben mir das auch nicht zugetraut. Ich kann aber auch das Tor treffen und freue mich riesig, dass ich mich mit dem Tor belohnen konnte", lachte der Defensiv-Spezialist anschließend.

Kapitän Christopher Avevor hatte gegen den 1. FC Nürnberg einen rabenschwarzen Tag

FC St. Pauli-Kapitän Christopher Avevor (M.) erwischte gegen Nürnberg einen rabenschwarzen Tag. (Archivfoto)
FC St. Pauli-Kapitän Christopher Avevor (M.) erwischte gegen Nürnberg einen rabenschwarzen Tag. (Archivfoto)  © Uwe Anspach/dpa

Anders als der Torschütze erwischte Kapitän und Abwehrchef Christopher Avevor gegen den Club keinen guten Tag. Das erste Gegentor leitete er mit einem krassen Fehlpass ein ("Den darf ich nicht spielen") und in der zweiten Halbzeit führte sein Handspiel zum Elfmeter und dem erneuten Rückstand.

"Man versucht, den Ball irgendwie mit dem Bein abzuwehren und gleicht dann mit dem Oberarm das Gewicht aus. Man sieht ganz gut, dass mein Arm auch weggeht und ich keine Spannung im Arm habe. Es ist aber ein Elfmeter, da brauchen wir nicht weiter zu diskutieren", räumte Avevor ein und ergänzte: 

"Man muss der Mannschaft ein riesen Kompliment machen, sie hat eine super Moral bewiesen. Die Jungs, die reingekommen sind, haben sich super eingefügt. Unterm Strich können wir aber nicht zufrieden sein, weil wir hier gewinnen wollten". 

Mit der Leistung der Mannschaft war aber auch Trainer Schultz auf jeden Fall zufrieden: "Mit Fans wären wir am Ende mit Standing Ovations verabschiedet worden, die Mannschaft hat einfach wirklich alles rausgehauen und alles investiert. Genauso stelle ich mir ein Spiel auf St. Pauli vor". 

Jetzt stehen für die Kiezkicker aber erst einmal zwei "Auswärtsspiele" an: Am kommenden Samstag (13 Uhr) beim SV Darmstadt 98 und am Freitag, den 30. Oktober (18.30 Uhr) beim ungeliebten Stadtrivalen, dem HSV

Titelfoto: Selim Sudheimer/dpa

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