FC St. Pauli gegen Jahn Regensburg: Jan-Marc Schneider im TAG24-Gespräch

Hamburg/Giannina - Er kennt sich mit beiden Vereinen bestens aus! Am Sonntag (13.30 Uhr) empfängt der FC St. Pauli am Millerntor den Überraschungs-Tabellenführer der zweiten Bundesliga, SSV Jahn Regensburg.

Jan-Marc Schneider (27) spielte zwischen 2015 und 2019 für den FC St. Pauli. In dieser Zeit absolvierte er 27 Zweiliga- und 85 Regionalliga-Partien.
Jan-Marc Schneider (27) spielte zwischen 2015 und 2019 für den FC St. Pauli. In dieser Zeit absolvierte er 27 Zweiliga- und 85 Regionalliga-Partien.  © IMAGO / Beautiful Sports

Jan-Marc Schneider (27) spielte für beide Vereine und kennt sie wie seine Westentasche. Zwischen 2015 und 2019 absolvierte der gebürtige Hamburger 27 Zweitliga- und 85 Regionalliga-Partien für die Kiezkicker, ehe er in den folgenden zwei Jahren weitere 30 Zweitliga-Begegnungen für Regensburg folgen ließ.

Im Vorfeld des Duells sprach der Offensivspieler, der aktuell in Griechenland bei PAS Giannina unter Vertrag steht, exklusiv mit TAG24.

Der gute Saisonstart beider Teams "freut mich und vor allem für meine Kumpels", erklärte Schneider. Während St. Pauli sieben Zähler aus den vier Spielen holte und auf Rang fünf rangiert, ist Regensburg noch verlustpunktfrei und thront an der Tabellenspitze.

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Das hat laut dem 27-Jährigen auch einen guten Grund. "Jahn Regensburg ist eine eingespielte Truppe. Sie spielen seit Jahren dasselbe System. Alle wissen, was zu tun ist", begründete er den Aufschwung. "Da kämpft jeder für jeden, alle machen die Wege für den Nebenmann."

Wenn es der Jahn weiterhin schaffe, so gut Fußball zu spielen, wie derzeit, dann werde es "jeder Gegner sehr schwer haben".

St. Pauli hingegen habe laut Schneider "geile Zocker", sowie eine "gute Offensive und eine stabile Defensive" und die Fans im Rücken. "Wenn sie Konstanz in ihre Leistung bekommen, dann werden sie eine gute Saison spielen", ist sich der Hamburger sicher.

Beim FC St. Pauli begann für Jan-Marc Schneider der Traum vom Profi-Fußball

Anschließend wechselte er zum SSV Jahn Regensburg und spielte dort weitere zwei Jahre.
Anschließend wechselte er zum SSV Jahn Regensburg und spielte dort weitere zwei Jahre.  © Armin Weigel/dpa

An seine Zeit bei beiden Vereinen erinnert er sich gerne zurück. "Hamburg ist meine Heimatstadt. Dort den Schritt in den Profifußball zu schaffen, damit ging ein Traum in Erfüllung", gestand der Fußball-Profi. "Millerntor, Flutlicht, diese Fans, da bekommt man Gänsehaut."

In seinen zwei Spielzeiten in Regensburg habe er "viel dazu gelernt" und sich "persönlich weiterentwickelt".

Kein Wunder, dass der 27-Jährige daher noch mit vielen seiner Ex-Mitspieler fast täglich in Kontakt stehe. "Die Stimmung untereinander war in beiden Vereinen super", verriet er.

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Nach zwei Jahren beim Jahn folgte allerdings das Aus. Sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert. "Dass ich Regensburg verlasse, stand schon etwas länger fest", erklärte Schneider. Daher freute er sich umso mehr, dass "ich im Saisonendspurt nochmal deutlich mehr Einsätze als zuvor hatte" und er durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte.

So hinterlegte auch der PAS Giannina sein Interesse am Offensivspieler. Nach guten Gesprächen mit den Vereinsverantwortlichen war schnell klar, dass "ich diese Chance nutzen und mich in der ersten griechischen Liga beweisen möchte".

In seiner neuen Heimat hat sich der gebürtige Hamburg gut eingelebt. Von allen Seiten wurde ihm Hilfe angeboten. "Dadurch konnte ich mich schnell integrieren." Sogar die Basics kann er schon auf Griechisch.

Jan-Marc Schneider muss weiter auf sein Debüt für PAS Giannina warten

Gemeinsam mit Sami Allagui (rechts) jubelt Jan-Marc Schneider über seinen ersten Profi-Treffer.
Gemeinsam mit Sami Allagui (rechts) jubelt Jan-Marc Schneider über seinen ersten Profi-Treffer.  © Uwe Anspach/dpa

Von seiner neuen Mannschaft, die in der vergangenen Saison als Aufsteiger den achten Platz belegte, ist er begeistert. "Wir haben eine super Truppe, es macht Spaß, mit den Jungs zusammenzuarbeiten."

Aktuell befinden sich Schneider und sein Team in der Warteschleife. Der Saisonstart am vergangenen Wochenende wurde abgesagt, auch der zweite Spieltag soll nicht stattfinden. Noch hatten nicht alle Vereine den neuen TV-Vertrag unterschrieben. "Wir fiebern auf den Start hin und sind heiß endlich loszulegen", sagte der 27-Jährige.

So geht es wohl erst am 11. September mit der Partie gegen Ionikos Nikea los. "Wir werden jetzt die Zeit nutzen, um uns als Team bestmöglich auf den Start vorzubereiten."

Denn Schneider will mit PAS Giannina so viele Partien wie möglich gewinnen und eine erfolgreiche Saison spielen - so, wie es seine beiden Ex-Vereine derzeit auch schon tun.

Titelfoto: Fotomontage: Armin Weigel/dpa, IMAGO / Beautiful Sports

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