St.-Pauli-Neuzugang Amenyido stellt klar: "Bin nicht als Bankspieler gekommen!"

Hamburg - Er ist eines der neuen Gesichter beim FC St. Pauli! Etienne Amenyido (23) wechselte von Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück ans Millerntor.

Etienne Amenyido (23) ist neu beim FC St. Pauli.
Etienne Amenyido (23) ist neu beim FC St. Pauli.  © FC St. Pauli

Vor einigen Tagen legte der gebürtige Herforder mit seinen neuen Teamkollegen los. "Die ersten Eindrücke sind gut", sagte der 23-Jährige, der noch keinen der Jungs zuvor kannte.

Mitspieler Daniel-Kofi Kyereh (25) nahm ihn aber an die Hand und zeigte ihm "ein, zwei Ecken. Wir waren was Essen und haben den Tag locker verbracht."

Am Dienstag folgte im Training eine kleine Schrecksekunde. Amenyido rasselte Kopf an Kopf mit Adam Dzwigala (25) zusammen. "Nichts Großes, ging sofort weiter", gab er zugleich Entwarnung.

St. Paulis Traumtorschütze Leart Paqarada erklärt seinen besonderen Jubel
FC St. Pauli St. Paulis Traumtorschütze Leart Paqarada erklärt seinen besonderen Jubel

Mit seinem Wechsel vom Zweitliga-Absteiger zu den Kiezkickern will der einmalige Nationalspieler Togos den nächsten Schritt in seiner Karriere machen. "St. Pauli hat eine gute Qualität, das habe ich sofort gespürt. Ich will mich so weit wie möglich weiterentwickeln", erklärte er.

Generell sei die starke Rückrunde der Mannschaft von Trainer Timo Schultz (43) ein Anreiz für die kommende Saison. "Wir sollten daran anknüpfen."

Mit seinen Stärken will Amenyido seinen Teil dazu beitragen. "Ich bin nicht hergekommen, um Bankspieler zu sein, ich will spielen", stellte er klar. Die Fans können sich auf einen Spieler freuen, der nach eigenen Angaben über die Dynamik und Schnelligkeit komme und auch das ein oder andere Tor erzielen wolle.

Etienne Amenyido sieht sich nicht als Nachfolger von Omar Marmoush

Etienne Amenyido (23, Zweiter von links) posiert vor dem Trainingsstart mit den weiteren Neuzugängen des FC St. Pauli, Lars Ritzka (23v.l.n.r.), Jakov Medic (22) und Nikola Vasilj (25) sowie Trainer Timo Schultz (43).
Etienne Amenyido (23, Zweiter von links) posiert vor dem Trainingsstart mit den weiteren Neuzugängen des FC St. Pauli, Lars Ritzka (23v.l.n.r.), Jakov Medic (22) und Nikola Vasilj (25) sowie Trainer Timo Schultz (43).  © Robert Stoll/TAG24

Da Trainer Schultz in der Vergangenheit vermehrt auf zwei Stürmer setzte, hofft der 23-Jährige darauf, den zweiten Angreifer geben zu können. "Da kann ich drumherum spielen und meine Fähigkeiten einsetzen", erklärte er.

Dass viele ihn als Ersatz des zum VfL Wolfsburg zurückgekehrten Omar Marmoush sehen, interessiert Amenyido recht wenig. "Ich weiß nicht, ob ich Eins-zu-Eins der bin, ich will meinen eigenen Stempel und eigenen Stil einfügen", sagte er klar und deutlich.

Ob sich die Fans bald von dem 23-Jährigen selbst am Millerntor überzeugen können, ist fraglich. Erwarten kann er es aber kaum. "Es wird enorm was ausmachen", wusste er. "Ich kenne das Millerntor nur ohne Fans. Im ersten Jahr in Osnabrück war ich verletzt, in der letzten Saison war das Spiel ohne Zuschauer."

FC St. Pauli schießt Aufstiegskandidat Holstein Kiel nach starker Leistung ab!
FC St. Pauli FC St. Pauli schießt Aufstiegskandidat Holstein Kiel nach starker Leistung ab!

Auf private Unterstützung muss Amenyido vorerst noch verzichten. Seine Freundin soll demnächst nachkommen, bis dahin soll dann auch eine eigene Wohnung gefunden sein. Aktuell lebt er noch im Hotel.

Titelfoto: FC St. Pauli

Mehr zum Thema FC St. Pauli: