FC St. Pauli beeindruckt sogar Gegner: "Die beste Mannschaft der Liga"

Hamburg - Das war nicht nur dominanter, sondern auch richtig sehenswerter Fußball: Durch den deutlichen 4:0-Sieg gegen den FC Würzburger Kickers surft der FC St. Pauli weiterhin auf der Erfolgswelle in der 2. Bundesliga.

Der FC St. Pauli befindet sich, wie hier Daniel-Kofi Kyereh beim Torjubel, im Höhenflug durch die 2. Bundesliga.
Der FC St. Pauli befindet sich, wie hier Daniel-Kofi Kyereh beim Torjubel, im Höhenflug durch die 2. Bundesliga.  © Oliver Hardt/Getty Images Europe/Pool/dpa

Trotz des Ausfalls von Routinier Guido Burgstaller (31) zeigte das Team von Trainer Timo Schultz (43) eine Leistung, die besser kaum hätte sein können. Die Niederlage für Würzburg hätte noch viel höher ausfallen können.

"Das war von vorne bis hinten eine sehr dominante Leistung, das habe ich den Jungs direkt nach dem Spiel auch gesagt", erklärte Schultz. Tatsächlich ließ seine Mannschaft nicht eine einzige Sekunde Zweifel daran aufkommen, wer als Sieger vom Platz geht.

Dabei zeigten die Kiezkicker all das, was sie schon seit Wochen so stark macht: Ballsicherheit, Zielstrebigkeit, Selbstvertrauen und Zweikampfstärke, sowie eine große Portion Kreativität in der Offensive.

"Das Selbstvertrauen spielt momentan eine riesige Rolle, die Spielfreude ist riesig. Die Dominanz, die wir aktuell auf den Platz bringen, ist schon super. Es macht tierisch Spaß", fasste es Leart Paqarada (26) zusammen, der mit seinem Distanzschuss zum 3:0 das schönste Tor des Tages erzielte.

Vor diesem Hintergrund muss noch einmal die Frage gestattet sein: Was wäre für den Kiezklub in dieser Saison alles möglich gewesen, wenn die Mechanismen schon in der Hinrunde gegriffen hätten?

Gelingt dem FC St. Pauli sogar noch der ganz große Wurf in der 2. Bundesliga?

Die Kiezkicker haben nur noch sechs Punkte Rückstand auf Tabellenplatz 3, ein Angriff auf die Aufstiegsplätze scheint tatsächlich möglich.
Die Kiezkicker haben nur noch sechs Punkte Rückstand auf Tabellenplatz 3, ein Angriff auf die Aufstiegsplätze scheint tatsächlich möglich.  © Oliver Hardt/Getty Images Europe/Pool/dpa

Denn, erinnern wir uns zurück: Beim Hinspiel gegen die Kickers standen die Braun-Weißen noch auf Platz 17, kämpften gegen den Abstieg. Jetzt sind es bei einem Spiel mehr nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Hamburger SV auf Platz 3!

Geht für die Kiezkicker bei noch fünf verbliebenen Spielen tatsächlich nochmal was in Richtung Aufstieg? Rechnerisch ist es auf jeden Fall möglich, zumal das Schultz-Team mit der SpVgg Greuther Fürth und Holstein Kiel noch auf zwei Spitzenteams trifft!

Dennoch schätzt der 43-jährige Chefcoach die Chancen als nicht-existent ein: "Wenn wir die Saison auf 38 Spieltage verlängern können, könnten wir gerne drüber reden. Aber so müssten ja schon, wenn die Mannschaften oben gegeneinander spielen, trotzdem beide verlieren und wir müssten tatsächlich alles gewinnen."

Auch wenn es utopisch scheint, in der aktuellen Verfassung ist den St. Paulianern alles zuzutrauen und die Klubs an der Tabellenspitze straucheln allesamt. Und mit der Ausbeute von 28 Punkten aus 12 Spielen kann in der Rückrunde sowieso kein Verein mit dem FCSP mithalten.

Würzburg-Keeper Fabian Giefer (30) unterstrich dies mit seiner Aussage nach dem Match: "So formstark, wie St. Pauli gerade ist, sind sie wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga." Eine Mannschaft, die noch den ganz großen Wurf schafft?

Titelfoto: Oliver Hardt/Getty Images Europe/Pool/dpa

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