FC St. Pauli vor Generalprobe: Trainingseinheit als Fingerzeig für den Saisonstart?

Hamburg - Am Freitagvormittag bat Coach Timo Schultz (43) seine Jungs vom FC St. Pauli bei hochsommerlichen Temperaturen zur letzten Trainingseinheit vor der Saison-Generalprobe gegen Hertha BSC am Samstag (16 Uhr).

Die Kicker des FC St. Pauli lauschen in der Trainingseinheit am Freitag den Anweisungen von Coach Timo Schultz (43, verdeckt).
Die Kicker des FC St. Pauli lauschen in der Trainingseinheit am Freitag den Anweisungen von Coach Timo Schultz (43, verdeckt).  © privat

Mit 21 Feldspielern und zwei Torhütern ging es nach dem obligatorischen Aufwärmen und Kreisspiel in eine Spielform mit zwei Mannschaften, in der der Angriff über die Flügel mit anschließendem Torabschluss im Vordergrund stand.

Eine Flanke nach der anderen segelte vor den Kasten, im Abschluss haperte es bei den Kiezkickern jedoch ein wenig an diesem Tag.

Auffällig: Wie zu Beginn des Testspiels gegen Odense Boldklub (2:2) bildeten Simon Makienok (30), Maximilian Dittgen (26) und Daniel-Kofi Kyereh (25) das vordere Offensivdreieck des einen Teams. Die drei scheinen nach starken Auftritten in der bisherigen Vorbereitung die Nase in der umkämpften Offensive vorn zu haben.

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Im Anschluss an diese Übung hieß es jeweils drei Minuten fünf gegen fünf, mit immer wieder wechselnden Teams. Trotz der hohen Temperaturen war dabei ordentlich Dampf drin, Kapitän Philipp Ziereis (28) brüllte in einer Szene lautstark: "Jetzt geht doch mal mit, ey!"

Anschließend wurden erneut zwei Teams eingeteilt: Auf der einen Seite ging es wieder um Flanken in Verbindung mit dem Torabschluss, wobei insbesondere Makienok (2,01 Meter) sein bärenstarkes Kopfballspiel unter Beweis stellte und auf der anderen Seite nahm sich Schultz viel Zeit, um taktische Dinge und das Verhalten bei Standards zu besprechen.

St.-Pauli-Coach Timo Schultz beschäftigt sich nicht mit dem Aufstieg

Der FCSP-Coach freut sich auf den Saisonstart, beschäftigt sich trotz der starken Rückrunde aber nicht mit dem Aufstieg. (Archivfoto)
Der FCSP-Coach freut sich auf den Saisonstart, beschäftigt sich trotz der starken Rückrunde aber nicht mit dem Aufstieg. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Nach dem Ende der Einheit sprach Schultz unter anderem über den baldigen Saisonstart: "Da ist einfach Vorfreude. Wir haben jetzt fünf Wochen gut gearbeitet, aber die Liga ist nun mal das, wofür wir trainieren und wo wir erfolgreich sein wollen."

Der Großteil der Mannschaft sei topfit und brenne auf das erste Ligaspiel. Zunächst steht aber noch das Testspiel gegen den Hauptstadtklub an, das der Coach nutzen will, um noch "ein bisschen was auszuprobieren".

Für die kommende Spielzeit sei für den Kiezklub zwar alles drin, mit dem möglichen Aufstieg beschäftige er sich trotz der starken Rückrunde aber nicht: "Da sind sechs, sieben Vereine, die einen ganz anderen Etat und auch Anspruch haben", gab der Übungsleiter zu Bedenken.

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Der Verein sei immer gut damit gefahren, eher kleinere Brötchen zu backen und auch in dieser Saison wolle man den Fokus in erster Linie auf die Entwicklung der Mannschaft legen. "Das, was ich beeinflussen kann, ist jeden einzelnen Spieler besser zu machen", erläuterte der 43-Jährige weiter.

Von der Physis her schätze er sein Team zum jetzigen Zeitpunkt schon recht weit ein, in den verbleibenden Tagen werde es nun noch darum gehen, als Mannschaft besser in die Abläufe zu kommen und die erste Elf für den Auftritt gegen Holstein Kiel (25. Juli/13.30 Uhr) zu finden.

Titelfoto: privat

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