Lukas Daschner nicht zu stoppen: "Bestes Spiel im St.-Pauli-Trikot"

Hamburg - Starkes Spiel! Lukas Daschner hatte mit einem herausgeholten Elfmeter und einem Treffer einen erheblichen Anteil am 3:2-Auftaktsieg seines FC St. Pauli über den 1. FC Nürnberg.

St.-Pauli-Profi Lukas Daschner (23, r.) war vom 1. FC Nürnberg nicht zu stoppen.
St.-Pauli-Profi Lukas Daschner (23, r.) war vom 1. FC Nürnberg nicht zu stoppen.  © IMAGO/KBS-Picture

Auf der Position hinter den Spitzen zeigte der Blondschopf mit der Rückennummer 13 endlich sein Potenzial. "Mein Debüt auf der Zehn ist ganz gut geglückt, mehr als ein Tor zu erzielen und einen Elfmeter rauszuholen, kann ich für die Mannschaft nicht tun", gab der Profi nach der Partie von sich.

"Ganz gut" war an diesem Tag sogar noch untertrieben. Daschner gehörte zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz. Nach einem kurzen Zögern auf die Frage, ob die Partie gegen Nürnberg seine beste im St.-Pauli-Trikot gewesen sei, folgte schließlich eine klare Antwort: "Gegen Darmstadt in der vergangenen Saison war es auch ganz gut. Aber verbunden mit dem Sieg heute kann man das so sagen."

Von seinem Trainer Timo Schultz (44) gab es nach der Partie ein großes Lob. "Er war sehr umtriebig, hat viele Aktionen gehabt", bewertete er den Auftritt seines Schützlings. "Er hat sehr gut mit nach hinten verteidigt, immer wieder Bälle geklaut. Das ist das, was ich von ihm sehen möchte, alles andere ist on top."

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Zum ersten Saisonsieg hatte Daschner zuvor viel beigetragen. In der 35. Minute holte der 23-Jährige den Elfmeter, den anschließend Leart Paqarada (27) zum 2:0 verwandelte, heraus. "Ich kriege in vollem Lauf einen Kontakt von links und rechts, ob es für einen Elfmeter reicht, weiß ich nicht, aber ich komme aus dem Tritt", beschrieb er die Szene.

St.-Pauli-Profi Lukas Daschner schickt Warnung an die Konkurrenz

Elfmeter! Der 23-Jährige wurde in der ersten Hälfte von zwei Gegenspielern unsanft zu Boden gebracht.
Elfmeter! Der 23-Jährige wurde in der ersten Hälfte von zwei Gegenspielern unsanft zu Boden gebracht.  © Michael Schwartz/dpa

Deutlich weniger konnte er sich an seinen Treffer nur vier Minuten später erinnern. "Es ging alles so schnell. Ich glaube, Igor Matanovic verlängert nach einem Einwurf den Ball, ich nehme ihn an, drehe auf, ziehe so ein bisschen in die Mitte und schieße mit links in die untere Ecke. Das war Intuition."

So positiv Daschner sich über die ersten 45 Minuten äußerte, so negativ fiel sein Urteil über die zweite Hälfte aus. "Wir hatten uns vorgenommen, in den ersten zehn bis 15 Minuten kein Gegentor zu bekommen", erklärte der Offensivspieler. "Das ist uns dann um die Ohren geflogen."

Es dauerte nach Wiederanpfiff keine Minute, und Nürnberg verkürzte durch Kwadwo Duah auf 1:3.

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Durch den Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Enrico Valentini machten es die Kiezkicker noch einmal unnötig spannend. "Dass wir es am Ende spannend gemacht haben, nervt mich ein wenig, mit dem Sieg können wir aber gut leben."

Denn der 23-Jährige wusste, dass der Gegner aus Nürnberg in diesem Jahr oben angreifen will und viele sein eigenes Team abgeschrieben. "Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken", schickte Daschner eine kleine Warnung an die Konkurrenz.

Titelfoto: IMAGO / KBS-Picture

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