Muss St. Pauli den Auswärtssieg beim FC Ingolstadt teuer bezahlen?

Hamburg/Ingolstadt - Das sah nicht gut aus! Der FC St. Pauli musste den 3:1-Sieg beim FC Ingolstadt am Samstagnachmittag teuer bezahlen.

St.-Pauli-Kapitän Philipp Ziereis (28, vorne) blieb in der Halbzeit mit Oberschenkel-Problemen in der Kabine.
St.-Pauli-Kapitän Philipp Ziereis (28, vorne) blieb in der Halbzeit mit Oberschenkel-Problemen in der Kabine.  © Stefan Puchner/dpa

Gleich dreimal musste Trainer Timo Schultz (44) verletzungsbedingt wechseln.

Zuerst traf es Kapitän Philipp Ziereis (28), der sich bereits gegen Ende der ersten Halbzeit an den Oberschenkel packte. "Ich habe meinen Oberschenkel wieder gemerkt", erklärte er nach Abpfiff am Sky-Mikrofon.

Unter der Woche habe der Innenverteidiger nur einmal trainiert, da habe "es sich gut angefühlt", sagte der 28-Jährige. "Im Spiel ist die Belastung dann doch eine andere. Es ist nicht viel passiert, aber es war besser, rauszugehen." Daher blieb er in der Halbzeit gleich in der Kabine und schaute sich die zweiten 45 Minuten von der Bank aus an.

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Ob, und wie lange Ziereis fehlen wird, ist offen. Ein Einsatz am Dienstag im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Union Berlin ist aber mehr als fraglich.

Ein bisschen besser sind die Aussichten bei Marcel Hartel (26), auch wenn es im ersten Augenblick nicht danach aussah. Der Mittelfeldspieler stand nach einer guten Stunde am Spielfeldrand bei Schultz und zeigte auf seinen Brustbereich.

Entwarnung bei Marcel Hartel, banges Warten bei Leart Paqarada

Leart Paqarada (27, Mitte) musste in der Nachspielzeit gestützt von den Mannschaftsärzten ausgewechselt werden.
Leart Paqarada (27, Mitte) musste in der Nachspielzeit gestützt von den Mannschaftsärzten ausgewechselt werden.  © IMAGO / foto2press

"Cello hat sich einfach in dem Moment nicht so gefühlt", klärte der Trainer auf. Einen kurzen Moment habe man noch abgewartet, ob sich Hartel wieder erholen würde, doch "er hat auch keinen fitten, spritzigen Eindruck mehr gemacht".

"Schulle" gab im Fall Hartel dann sogar Entwarnung: "Nach drei Minuten auf der Bank sagte er schon zu mir: 'Trainer, jetzt geht's wieder'."

Am Schlimmsten sah es bei Leart Paqarada (27) aus, der nach einem Zweikampf in der Nachspielzeit verletzt liegen blieb und vor Schmerzen schrie, wie über die Außenmikrofone zu hören war. Nach ersten Erkenntnissen soll sich "Paqa" laut Schultz eine "Stauchung im Waden- und Knöchelbereich" zugezogen haben.

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Wie bei Ziereis, ist im Fall des 27-Jährigen davon auszugehen, dass er den Kiezkickern erst einmal fehlen wird.

Damit wird das Lazarett der St. Paulianer immer größer. Gegen Ingolstadt fehlten bereits die beiden Langzeit-Verletzten Jackson Avevor (30) und Jannes Wieckhoff (21) sowie Rico Benatelli (29), Eric Smith (25), Sebastian Ohlsson (28), Etienne Amenyido (23) und James Lawrence (29).

Trainer Schultz hatte da schon fast eine einfache Erklärung für: "Die Spieler sind am Limit. Da gehören Verletzungen dazu." Nur lange Zeit blieben die Kiezkicker davon eben verschont.

Titelfoto: IMAGO / foto2press

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