St. Paulis Leart Paqarada erklärt: "Kenne keinen, der gerne nach Aue fährt!"

Hamburg - Die Bilanz spricht für sich! Der FC St. Pauli trifft am Sonntag (13.30) auf den FC Erzgebirge Aue und ist ein dort sehr gern gesehener Gast.

Leart Paqarada (26) jubelt nach seinem Traumtor am ersten Spieltag gegen Holstein Kiel. (Archivbild)
Leart Paqarada (26) jubelt nach seinem Traumtor am ersten Spieltag gegen Holstein Kiel. (Archivbild)  © IMAGO / Metelmann

Zehnmal reisten die Kiezkicker in der zweiten Liga ins sächsische Mittelgebirge und nur selten traten sie die Rückreise in den Norden mit etwas Brauchbarem im Gepäck an.

Während der Gastgeber um Neu-Trainer Aliaksei Shpilevski (33) nach dem Unentschieden beim 1. FC Nürnberg den ersten Dreier der Saison einfahren will, wollen die Kiezkicker an die starke Leistung des 3:0-Erfolgs über Holstein Kiel anknüpfen.

"Es wird aber ein ganz anderes Spiel", weiß auch Linksverteidiger Leart Paqarada (26), der am ersten Spieltag mit einem Traumtor glänzte. Inwiefern es zu Umstellungen innerhalb der Mannschaft kommen werde, entscheide der Trainer.

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"Wir müssen den Fokus auf uns legen", bekräftige der 26-Jährige aber. Entscheidend sei, was er und seine Teamkollegen auf dem Platz abliefern würden und nicht der Gegner. Denn das Ziel lautet, wie in jedem anderen Spiel auch: drei Punkte.

Und die Erinnerungen an die letzte Partie sind noch gut. Nach fünf Pleiten in Folge konnte der FC St. Pauli in der vergangenen Saison wieder mal im Erzgebirge gewinnen. "Endlich mal", bestätigte auch Paqarada.

Erzgebirge Aue verfügt trotz Abgänge immer noch über genügend Qualität

Die Mannschaft des FC St. Pauli freut sich gemeinsam über den Sieg. (Archivbild)
Die Mannschaft des FC St. Pauli freut sich gemeinsam über den Sieg. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Von den zehn Duellen in Aue verlor St. Pauli sechs - davon die letzten fünf in Folge zwischen 2014 und 2019. Nur zweimal behielten die Braun-Weißen die Oberhand. So auch im letzten Duell zwischen den beiden Mannschaften am 28. Spieltag der vergangenen Saison. Da gewann das Team von Trainer Timo Schultz (43) mit 3:1.

Paqarada ist sich aber auch der Schwere der Aufgabe im Erzgebirge bewusst. "Ich glaube, ich habe noch nie einen Mitspieler gehabt, der gesagt hat: 'Ich fahre am Wochenende gerne nach Aue'", erklärte er. Bislang seien es immer "ganz unangenehme Spiele" gewesen.

Aue sei eine "von Grund auf sehr schwer zu bespielende und kompakte Mannschaft", beschreibt Paqarada den kommenden Gegner.

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Trotz der vielen Abgänge, allen voran der beiden Top-Stürmer Pascal Testroet (30, SV Sandhausen) und Florian Krüger (22, Arminia Bielefeld), verfügen die Auer immer noch über genug individuelle Klasse, wie der 26-Jährige betont.

Dennoch gibt er sich kämpferisch. "Was wir machen, bestimmt, was am Ende auf dem Platz passiert."

Titelfoto: IMAGO / Metelmann

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