So könnte der FC St. Pauli zum Saisonstart gegen Holstein Kiel auflaufen

Hamburg - "Sechs, sieben oder acht Positionen sind fest!" Timo Schultz (43), Trainer des FC St. Pauli, hat vor dem Saisonauftakt am kommenden Sonntag gegen Holstein Kiel (13.30 Uhr) seine Startelf mehr oder weniger zusammen. TAG24 wagt eine Prognose.

Nikola Vasilj (25, rechts) hat das Rennen im Tor für sich entschieden, in der Innenverteidigung ist Kapitän Philipp Ziereis (28) gesetzt. (Bildmontage)
Nikola Vasilj (25, rechts) hat das Rennen im Tor für sich entschieden, in der Innenverteidigung ist Kapitän Philipp Ziereis (28) gesetzt. (Bildmontage)  © Fotomontage: Daniel Reinhardt/dpa, IMAGO / Oliver Ruhnke

Tor

Die Entscheidung fällt zwischen Neuzugang Nikola Vasilj (25) und Dennis Smarsch (22). Beide bekamen in der Vorbereitung ausreichend Gelegenheit sich zu präsentieren. Bei ihren letzten Auftritten kassierten sie allerdings jeweils zwei Gegentore.

"Alles in allem hat er in gutes Spiel gemacht", sagte Schultz nach der Generalprobe gegen Hertha BSC Berlin über Smarsch, schob aber nach: "Wie letzte Woche bei Niko waren die Schüsse, die aufs Tor kamen, drin."

FC St. Pauli zu Gast beim KSC: Alle wichtigen Infos zum Duell der Jahresbesten
FC St. Pauli FC St. Pauli zu Gast beim KSC: Alle wichtigen Infos zum Duell der Jahresbesten

Der Kampf zwischen den Pfosten scheint ausgeglichen zu sein. Der Trainer will auch nach den Trainingseindrücken gehen. Dennoch dürfte das Pendel am Ende, auch aufgrund der größeren Erfahrung und Spielpraxis in der vergangenen Saison, zugunsten von Vasilj ausschlagen.

Abwehr

Hier sind die Hierarchien klar verteilt. Auf links ist Leart Paqarada (26) gesetzt. Herausforderer Lars Ritzka (23) muss sich noch an das Tempo in der zweiten Liga gewöhnen. Auf rechts hat Luca Zander (25) seinen Platz aufgrund der Verletzung von Sebastian Ohlsson (28) sicher.

Im Zentrum vertraut Schultz auf Kapitän Philipp Ziereis (28). Neben ihm hat sich in der Vorbereitung Neuzugang Jakov Medic (22) festgespielt, auch wenn er hier und da noch leichte Schwächen mit Ball am Fuß zeigte.

"Wir fordern Andribbeln der Innenverteidiger und mutig durch die Schnittstellen zu spielen, am besten diagonal", erklärte Trainer Schultz, der ansonsten voll des Lobes über den 22-Jährigen war: "Es ist ein neues Niveau für ihn. Er hat ein überragendes Spiel (Anm. d. Red.: gegen Hertha BSC) gemacht. Im Zweikampf ist er eine Vollmaschine, in der Luft ist er überhaupt nicht zu bezwingen."

St.-Pauli-Trainer Timo Schultz hat auf der Sechs die Qual der Wahl

Simon Makienok (30) hat einen Platz im Sturm sicher.
Simon Makienok (30) hat einen Platz im Sturm sicher.  © Axel Heimken/dpa

Mittelfeld

Auf der Sechs spielt sich laut dem Trainer ein Duell "auf Augenhöhe" ab. Eric Smith (24) kämpft gegen Afeez Aremu (21), der laut Schultz in der Vorbereitung einen enormen Sprung gemacht hat. Gegen Kiel dürfte die Entscheidung aber für Smith fallen. Der Zweikampf bleibt dennoch offen. "Das kann man vielleicht von Spiel zu Spiel entscheiden", erklärte der Coach.

Auf den Halbpositionen haben Rico Benatelli (29) und Finn Ole Becker (21) die Nase vorn. "Benatelli ist auf der Halbposition fast noch besser als auf Sechs. Er ist extrem laufstark, nicht im Sprint, aber über die Distanz", sagte Schultz, über den 29-Jährigen, der sich auch "gerne offensiv mit einschaltet".

St. Paulis Kyereh begeistert mit feinem Füßchen und hoher Effektivität
FC St. Pauli St. Paulis Kyereh begeistert mit feinem Füßchen und hoher Effektivität

Eine Alternative ist Christopher Buchtmann (29), doch ihm fehlt es nach seiner langen Verletzungspause an Wettkampfhärte. "Er ist noch nicht in der Lage 90 Minuten zu spielen", erklärte Schultz. "Wir müssen ihm immer weiter Spielpraxis geben und an seiner Fitness arbeiten."

Auf der Zehn hinter den Spitzen führt kein Weg an Daniel-Kofi Kyereh (25) vorbei. Der beste Torschütze der vergangenen Saison zeigte bereits in der Vorbereitung, dass er wieder in guter Verfassung und unverzichtbar für das Team ist.

Sturm

Oldie Guido Burgstaller (32) dürfte seinen Platz sicher haben. Neben ihm entbrannt ein Zweikampf zwischen Simon Makienok (30) und Maximilian Dittgen (26). Aufgrund der Vorbereitung fällt die Wahl auf Makienok, der in jedem der vier Testspiele getroffen hat.

Trainer Schultz stellte aber bereits klar, dass er auch nach Trainingseindrücken gehen und sich nach dem Gegner richten werde.

Titelfoto: Fotomontage: Daniel Reinhardt/dpa, IMAGO / Oliver Ruhnke

Mehr zum Thema FC St. Pauli: