So plant St.-Pauli-Trainer Timo Schultz mit Marvin Knoll

Hamburg - Bekommt er doch noch seine Chance? Eigentlich stand Marvin Knoll (30) beim FC St. Pauli trotz laufendem Vertrages bis Juni 2022 vor dem Aus.

Marvin Knoll (30) konnte mit der zurückliegenden Saison nicht zufrieden sein.
Marvin Knoll (30) konnte mit der zurückliegenden Saison nicht zufrieden sein.  © Timm Schamberger/dpa

In der starken Rückrunde der Kiezkicker spielte der Defensiv-Spezialist keine Rolle. Generell kam er in nur 14 Partien zum Einsatz, die letzte von Beginn an datiert vom 6. Januar beim 1:1-Unentschieden bei den Würzburger Kickers, die mit einer Gelb-Roten Karte (41. Minute) endete und sein Schicksal besiegelte.

Anschließend pendelte "Knolli" zwischen Ersatzbank und Tribüne und durfte nur noch Anfang April gegen Eintracht Braunschweig (2:0) für 28 Minuten ran. Viel zu wenig für seine Ansprüche.

Alles deutete auf eine schnelle Trennung hin, zumal der 30-Jährige kurz vor der Unterschrift bei Zweitliga-Aufsteiger und Erzfeind Hansa Rostock stand. Der Transfer scheiterte jedoch aufgrund seines Totenkopf-Tattoos auf dem linken Oberschenkel.

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Beim Trainingsauftakt am Freitag stand Knoll gemeinsam mit seinen Kollegen wieder auf dem Trainingsplatz.

Auch zur Freude von Timo Schlutz (43). "Ich kann nur Positives über ihn berichten", stellte sein Trainer klar. "Er hat sich immer im Sinne der Sache verhalten. Ich arbeite gern mit ihm."

Trainer Timo Schultz hält einen Abgang für genauso wahrscheinlich wie ein Verbleib

Knoll selbst lotet gerade seine Chancen für die kommende Saison aus. Hat er doch noch eine reelle Chance beim Kiezklub oder ist ein Wechsel die bessere Option.

Beides hält Schultz für möglich, der aber auch klarstellte: "Natürlich hat auch er die Chance, sich hier zu präsentieren."

Dennoch scheint der Ausgang fast sicher: Ein Verbleib von Knoll am Millerntor ist nahezu ausgeschlossen.

Titelfoto: Timm Schamberger/dpa

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